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Gesünder leben?

Tee tut gut

Tee ist ein wunderbares Genussmittel. Seine Wirkung reicht von Anti-Aging bis Herz-Kreislauf-Schutz. Lust auf eine Teeprobe?

Kaffee ist für die Eiligen, Tee für die Besinnlichen. Nun, ganz so einfach ist es nicht. Insbesondere da auch der Tee eine anregende Wirkung haben kann. Doch Tee ist nicht gleich Tee. Damit ein Tee die gewünschte Wirkung hat, sollte man wissen, was drin steckt.

Als der Tee vor drei Jahrhunderten nach Europa kam, wurde er als Heilmittel verkauft. Das hat einen guten Grund:

  • Echter Tee enthält gesundheitsfördernde Polyphenole, also Gerbstoffe oder Tannine. Sie wirken entzündungshemmend, beruhigen Magen und Darm, und bei Erkältungen haben sie eine heilsame Wirkung auf die Atemschleimhäute.
  • Es wird zudem angenommen, dass der enthaltene, viel diskutierte Wunderstoff EGCG die Aufnahme von Cholesterin abschwächen und damit vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützen soll.
  • Sogar krebsvorbeugend soll Tee wirken. Doch dazu gibt es noch keine abschliessende Untersuchung.
  • Als gesichert gilt die Wirkung des im Tee enthaltenen Fluorids: Es schützt vor Karies und Osteoporose. 

Weiss, grün oder schwarz?

Tee einschenken
Tee einschenken
It's teatime, my dear

Tee erfreut sich hierzulande vor allem im Winter einer hohen Beliebtheit.

Während der Verarbeitung des Tees werden Teile der gesunden Polyphenole umgewandelt und Aromastoffe entwickelt. Während der schwarze Tee ganz fermentiert, wird der grüne Tee gar nicht fermentiert. Weisser Tee besteht aus anfermentierten und Oolongtee aus halb fermentierten Blättern. Deshalb enthält grüner einen höheren Anteil an Gerbstoffen als schwarzer Tee. Damit sich deren Wirkung entfalten kann, sollte man Grüntee fünf Minuten ziehen lassen. Er enthält auch wichtige Mineralstoffe wie Mangan, Eisen, Kalium und Zink. Dazu kommen B-Vitamine, die gut für die Nerven und den Stoffwechsel sind, und viel Vitamin C, das die Abwehrkräfte stärkt. Grüner und auch Oolongtee enthalten zudem Saponine, die die Fettverbrennung des Körpers ankurbeln.

Zum Trendgetränk avanciert ist der Chai, ein indischer Gewürztee, auf schwarzem Tee basierend. Angereichert wird er mit Kardamom, Zimt, Ingwer und Pfeffer. Laut Ayurveda-Lehre fördert Kardamom die Verdauung, Ingwer löst Krämpfe und stärkt das Immunsystem, und Zimt desinfiziert, durchblutet und wirkt stimmungsaufhellend. Aus der ayurvedischen Lehre kommen auch die Yogitees. Sie werden gezielt auf eine bestimmte Wirkung aus Gewürzen und Kräutern gemischt und enthalten oft keinen echten Tee. 

Kräuter- und Früchtetees

Kräuter, Pflanzen und Früchte bilden die Grundlage der Wellness- und Heiltees. Sie wirken je nach Komposition stimmungsaufhellend, beruhigend oder entschlackend. Kamille, Melisse oder Fenchel haben beispielsweise einen beruhigenden Effekt. Anregend wirken Zitronengras, Minze und Oregano. Früchtetees sind gute Energielieferanten, und die Inhaltsstoffe von Rooibostee wirken sich positiv auf Nerven, Haut, Haare und Nägel aus. Der Förderung der Konzentration dienen Zitronenmelisse, schwarzer Pfeffer, Kardamom und Basilikum.

Kräuter wie Hibiskus oder Jasmin gelten als Muntermacher. Zum Abschalten trinkt man ein Tässchen Lavendel-, Fenchel- oder Baldriantee. Letztlich ist es beim Tee wie beim Wein, man muss ihn probieren und herausfinden, welche Sorten einem am besten schmecken. Über 400 Stoffe hat man bereits im Tee identifizieren können, viele weitere wurden noch gar nicht entdeckt. Möglicherweise kommt da noch viel mehr Gutes zutage.

von Simone Ott,

publiziert am 22.10.2018


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