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Gesünder leben?

Kräuter trocknen – so bleibt es Sommer

Kräuter duften nach Sommer. Darum wirken sie prima gegen Winterblues und Fernweh. Jetzt ist Gelegenheit, Basilikum & Co. durch Konservieren in die kalte Jahreszeit hinüberzuretten.

Augen zu und schnuppern: Duftet's nach Basilikum, Salbei oder Oregano, ist Italien nicht mehr fern. Lavendel lässt die Provence näher rücken, und Thymian erinnert an Kreta. Kräuter wirken magisch. Mit ihrem Duft und ihrem Geschmack verleihen sie Speisen südländisches Flair, sind also ein Ticket zum Träumen respektive ein altbewährtes Mittel gegen Fernweh. 

Jetzt ist die letzte Gelegenheit, die sommerlichen Multitalente in den Herbst und den Winter hinüberzuretten: durch Trocknen, Einfrieren oder Einlegen. 

Der beste Zeitpunkt für die Ernte von Kräutern ist ein sonniger Vormittag, wenn der nächtliche Tau abgetrocknet, die Mittagshitze aber noch nicht da ist. Einige Kräutersorten wie etwa Pfefferminze, Dill, Basilikum und Schnittlauch schmecken vor ihrer Blüte zwar am intensivsten, sind jedoch danach ebenso gut verwend- und konservierbar. 

Trocknen

Die wohl älteste und schonendste Konservierungsmethode ist das Trocknen an der Luft. Dadurch lassen sich die hitze-empfindlichen ätherischen Öle bewahren, die Gewürz- und Teekräutern wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Thymian, Lorbeer, Pfefferminze, Oregano, Majoran und Zitronenmelisse auszeichnen. 

Weniger geeignet ist die Lufttrocknung für Kräuter mit weichen Blättern und teils hohem Wassergehalt wie Basilikum, Kerbel, Dill, Petersilie und Schnittlauch. 

Damit die Qualität erhalten bleibt, sollte das Trocknen nicht zu lange dauern. Deshalb die Kräuter nicht waschen oder aber sie danach mit Haushaltspapier trocken tupfen. Dann in kleinen, lockeren Bündeln kopfüber an einem warmen, windgeschützten und lichtarmen Platz aufhängen. 

Die ätherischen Öle vertragen weder direktes Sonnenlicht noch Temperaturen über 35 Grad. Dunkelheit sorgt zudem dafür, dass die Blätter und Stängel grün bleiben. 

Getrocknete Kräuter in dunklen Schraubgläsern oder Blechdosen aufbewahren. So lassen sie sich beispielsweise für Tee, Saucen, Suppen, Pizza und zum Aromatisieren von Öl, Salz und Essig verwenden. Beim Würzen empfiehlt es sich, vorsichtig zu dosieren. Das Aroma verändert sich durch den Trocknungsprozess. Majoran und Oregano beispielsweise werden intensiver. 

Einfrieren

Kräuter wie Schnittlauch, Dill, Kerbel, Estragon, Basilikum und Petersilie sind im Tiefgefrierer gut aufgehoben. Petersilie, Kerbel und Koriander können zum Beispiel büschelweise, in Gefrierbeutel verpackt, eingefroren werden. Vor dem Verwenden die gefrorenen Kräuter einfach mit den Händen im Beutel zerbröseln und über die Speisen streuen. Fein gehackt wiederum, lassen sie sich mit etwas Wasser in den Fächern eines Eiswürfelbehälters einfrieren.
Ob die Kräuter nach Sorten getrennt oder gemischt tiefgefroren werden, ist letztlich Geschmackssache und eine Frage der Verwendung. So oder so gilt: Die gefrorenen Kräuter müssen nicht aufgetaut, sondern können direkt einer Sauce oder Suppe beigegeben werden. (Lesen Sie unten weiter...)

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Einlegen

Gewisse Kräuter wie Oregano, Majoran, Petersilie, Dill, Kerbel, Korianderblätter, Bohnenkraut, Rosmarin und Basilikum lassen sich prima mit Öl konservieren. Die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle sind gut in Fett löslich. Basilikum etwa hat so als Pesto-Aromaspender Weltkarriere gemacht. 

Zum Einlegen die Kräuter fein hacken und in Konfigläser füllen. Mit Öl (zum Beispiel Olivenöl) auffüllen, bis die Kräuter bedeckt sind. So eingelegt, bleiben Basilikum & Co. bis zu sechs Monaten im Kühlschrank haltbar. Wichtig: Darauf achten, dass die Kräuter stets mit Öl bedeckt sind. 

Mit Öl konservierte Kräuter können zum Beispiel in Saucen und Suppen gerührt, als Pasta-oder Pizza-Topping verwendet werden.

von Stephanie Riedi,

publiziert am 15.08.2019


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