Kurkuma – das fernöstliche Gold

Lernen Sie die Vielfältigkeit von Kurkuma kennen und lassen Sie sich in den Orient entführen.

Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse. Die Gelbwurzel ist ein Rhizom und stammt aus Indien und Südostasien. In der ayurvedischen Medizin kommt sie schon lange zum Einsatz. Kurkuma sieht dem Ingwer ähnlich, ist aber orange statt gelb, und die beiden können auch ideal zusammen verwendet werden. Das Kurkumin ist der farbgebende Bestandteil der Kurkuma.

Ayurvedische Medizin in aller Munde

Die Einsatzmöglichkeiten von Kurkuma sind vielfältig. Kurkuma kann man beispielsweise als Gewürz oder frisch einsetzen. Es wird separat oder als Bestandteil des Currypulvers verwendet. Zum Einsatz kommt Kurkuma häufig in Curry-, Reis- oder Linsengerichten.

Das Kurkumin wird ausserdem als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie beispielsweise zum Färben von Gummibärchen, Bonbons, Gebäck, Marmelade, Senf, Nudeln und Margarine eingesetzt.

Kurkumin und seine Wirkung

Kurkuma wird in Europa traditionell hauptsächlich zur Verdauungsförderung verwendet. Durch Kurkuma soll die Leber angeregt werden und dadurch mehr Gallensäure produzieren. Dies hilft bei der Fettverdauung und kann Blähungen und Völlegefühl vorbeugen oder lindern und verdauungsfördernd wirken. Kurkuma soll ausserdem eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung haben und gegen Krebs und Alzheimer helfen. Um hierüber gesicherte Aussagen machen zu können, sind aber noch weitere Studien und Erkenntnisse über Wirkungsweise und Dosierung notwendig.

Bringen Sie Farbe in Ihren Speiseplan

Kurkumapulver können Sie ganz einfach im Gewürzregal kaufen und zuhause bei den anderen Gewürzen lagern. Die frische Kurkuma lagern Sie idealerweise kühl und vor Licht geschützt vorzugsweise im Kühlschrank.

Vor dem Verzehr am besten die Kurkuma waschen, die Schale ganz fein mit einem Messer abschaben und die Wurzel dann je nach Bedarf reiben, würfeln oder in Scheiben schneiden. Die Scheiben eignen sich beispielsweise ideal als Tee zum Aufgiessen mit heissem Wasser. Am besten schneiden Sie die Kurkuma mit Handschuhen, da die Wurzel stark färbt.

Geniessen Sie Kurkuma in vollen Zügen

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Mixen Sie etwas frische Kurkuma in Ihren Smoothie, trinken Sie Kurkumatee, würzen Sie Ihren Milchkaffee oder Ihren Kakao mit einem bisschen Kurkumapulver oder probieren Sie doch einmal die «Goldene Milch» aus. Aus einer halben Tasse Wasser und einer viertel Tasse Kurkumapulver können Sie eine Kurkumapaste herstellen. Dazu beides zusammen erhitzen und einkochen lassen, bis eine Paste entstanden ist. Diese Paste können Sie auch vorbereiten und etwa zwei Wochen im Kühlschrank abgedeckt aufbewahren. Dann kochen Sie 200 ml Milch (je nach Belieben Kuhmilch, Sojamilch oder Mandelmilch) auf und rühren 1 TL von der Kurkumapaste ein. Am besten sollen die Inhaltsstoffe von Kurkuma verfügbar sein, wenn man etwas Pfeffer und etwas Fett, z. B. in Form von Mandelöl oder Kokosöl, hinzugibt. Ausserdem können Sie je nach Lust und Laune mit Zimt, Ingwer, Muskat und auch etwas Honig oder Agavendicksaft experimentieren. Lassen Sie es sich schmecken.

von Pia Martin


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