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Gesünder leben?

Zähne putzen könnte vor Herzkrankheiten schützen

Menschen, die mindestens dreimal täglich ihre Zähne putzen, haben gesündere Herzen.

Wer seinem Herz etwas Gutes tun will, kann mit dem Rauchen aufhören, weniger Alkohol trinken, den Blutdruck senken – und seine Zähne putzen. Diesen Schluss legt eine koreanische Studie mit über 160'000 Teilnehmern nahe.

Sie wurden in den Jahren 2003 und 2004 medizinisch untersucht und auch gefragt, wie oft sie sich die Zähne reinigen. Im Verlauf von rund zehn Jahren erkrankten danach fast 8’000 dieser Personen an Herzschwäche.

Zehn Prozent tieferes Risiko

Rund 5’000 der Studienteilnehmer hingegen bekamen Vorhofflimmern. Das bedeutet, dass die Herzvorhöfe das Blut nicht mehr mit koordinierten Pumpbewegungen weiterbefördern, so dass die «Pumparbeit» allein auf den Herzhauptkammern lastet.

Verschiedene Faktoren beeinflussten, wer am Herz erkrankte. Dazu zählte das Alter ebenso wie Bluthochdruck – und auch das Zähneputzen: Rund zehn Prozent tiefer war das Risiko für Vorhofflimmern bei den Personen, die mindestens dreimal täglich putzten.

Noch kein Beweis

Auch das Risiko für Herzversagen war tiefer, und zwar rund zwölf Prozent. Professionelle Dentalhygiene reduzierte dieses Risiko um etwa sieben Prozent.

Noch sei es aber zu früh, das Zähneputzen als vorbeugende Massnahme gegen Vorhofflimmern und Herzversagen zu empfehlen, finden Fachleute. Denn die Studie beweist nicht, dass häufiges Zähneputzen der Grund für die bessere Herzgesundheit ist. Sie zeigt bloss einen Zusammenhang.

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Tipps für eine tadellose Mundhygiene

Die Erklärung: Mundbakterien

Diese Verkettung haben auch schon frühere Studien festgestellt. Denkbar wäre, dass Bakterien aus dem Mund im Körper Schäden verursachen können, wenn sie überhandnehmen und schliesslich mit dem Blutstrom verschleppt werden.

Auch wenn der wissenschaftliche Beweis aussteht, dass regelmässiges Zähneputzen gut ist fürs Herz: schaden wird es kaum.

Quelle: «European Journal of Preventive Cardiology» (auf Englisch)

von Dr. med. Martina Frei,

veröffentlicht am 18.02.2020


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