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Diese Anzeichen sprechen für einen Hör-Check

Das Gehör ist eines unserer sensibelsten Organe. Experten sagen, wie wir es schützen, wie wir merken, dass unser Gehör beeinträchtigt ist – und was wir gegen Hörprobleme und Ohrenerkrankungen tun können.

Ohren richtig reinigen

Viele greifen zum Wattestäbchen, um ihre Ohren zu reinigen. Doch laut Experten ist das genau das falsche Mittel. Erstens reinigen sich unsere Ohren selbst: Ohrenschmalz oder Schmutzpartikel werden von der Haut langsam in Richtung Ohrmuscheln transportiert. Verwendet man Wattestäbchen, kann Ohrenschmalz gar noch tiefer in den Gehörgang gedrückt werden, was unter Umständen zu einem Pfropf führt – und einer Hörreduktion von bis zu 30 Dezibel. Zweitens besteht mit Wattestäbchen die Gefahr einer Verletzung an der Haut des Gehörgangs oder am Trommelfell, besonders durch den harten Innenteil der Stäbchen. Besser ist es, bei MiSENSO einen Check machen zu lassen. Überschüssiges Ohrenschmalz kann dann der Arzt entfernen.

Leonardo Genoni hörte plötzlich nicht mehr gut. Der Eishockey-Goalie war 18, als er nach einem heftigen Zusammenprall auf dem Eis und einer darauffolgenden schweren Gehirnerschütterung auf einmal immer mehr Mühe bekundete, Gesprächen von anderen zu folgen. Er verstand nur Bruchstücke des Gegenübers, musste öfters nachfragen. Bei der Aushebung zur RS dann die Gewissheit: Genoni hat ein geschädigtes Gehör. 

Dennoch tat der heute 34-jährige Torhüter des EV Zug lange nichts gegen seine Hörminderung, nahm sie über Jahre hin. «Ich habe mich nicht gross darüber informiert, welche Lösungen es für hörgeschädigte Personen gibt», erzählt er hier. Erst als frischgebackener Vater begann sich das zu ändern. «Als ich meinen Sohn in der Nacht nicht weinen hörte, bin ich am nächsten Tag in eine Hörberatung gegangen und habe mich über die Möglichkeiten informiert», so Genoni. Der Sportler trägt heute ein Hörgerät – und ist zufrieden damit.

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für ein beeinträchtigtes Gehör. Einer Hörminderung kann eine harmlose Ursache zugrunde liegen, zum Beispiel Ohrenschmalz. Sie kann aber auch Anzeichen eines ernstzunehmenden Problems sein, weshalb es wichtig ist, jegliche Beeinträchtigung des Gehörs ärztlich abklären zu lassen, wie Hans-Wolfgang Mahlo, Facharzt HNO und Somnologe DGSM bei Medbase Kreuzlingen, sagt. «Sehr rasch zum Arzt sollte man bei plötzlich auftretender Hörminderung mit oder ohne Druck auf dem Ohr und akut aufgetretenem Tinnitus (Ohrgeräusch), bei Pelzigkeitsgefühl um das Ohr herum oder Schwindel», erklärt er. Generell gilt: Ohrenschmerzen sollten ernst genommen und beim Hausarzt behandelt werden. Welche möglichen Erkrankungen es gibt, lesen Sie weiter unten.

Doch was können wir tun, damit wir möglichst lange gut hören? Wie merken wir, dass unser Gehör nicht mehr gut genug ist? Und ab welchem Punkt ist ein Hörgerät angebracht? Experte Benjamin Knoth, Hörakustiker bei MiSENSO, Fachgeschäft für Hörgeräteakustik und Optik, beantwortet nachfolgend die wichtigsten Fragen zum Thema Hören.

Ab wann ist ein Hörgerät sinnvoll?

Was kann ich im Alltag für ein gutes Gehör tun? 

Benjamin Knoth,  Hörakustiker bei MiSENSO: Schützen kann man das Gehör, wenn man in Sachen Lautstärke stets Acht gibt, zum Beispiel, indem man beim Musikhören über die Kopfhörer die Lautstärke drosselt oder wenn man bei anhaltendem Lärm von über 80 Dezibel einen Gehörschutz trägt. In der Disco wäre das ab einem Aufenthalt von über zwei Stunden nötig, und das ist ja in der Regel der Fall. Die Suva empfiehlt auch bei anderen Tätigkeiten mit Lärm von über 80 Dezibel einen Gehörschutz, etwa beim Töfffahren oder beim Autosport. Helfen kann etwa ein Gehörschutz in Lamellenform, der ähnlich wie In-Ear-Kopfhörer funktioniert und den Klang nicht verfälscht.

Ab wann ist ein Check angezeigt? 

Sicherlich generell ab dem 45. Altersjahr – ab dann kann die sogenannte Altersschwerhörigkeit einsetzen. Anzeichen einer Hörminderung können aber schon früher auftreten. Im Grunde baut unser Gehör direkt nach der Geburt ab. Ein Check macht sicherlich Sinn, wenn man andere nicht mehr so gut versteht und wenn man beginnt, Radio und TV lauter einzustellen. Oder wenn man vom Umfeld darauf angesprochen wird, dass man schlecht hört. Man sollte sich dann aber keinesfalls angegriffen fühlen, auch wenn eine Hörminderung vielerorts noch ein stigmatisiertes Thema ist. Ein Hörtest in einer MiSENSO-Filiale hat zudem nur Vorteile: Er tut nicht weh, dauert nicht lange, ist gratis und gibt innert Kürze Aufschluss darüber, wo man in Sachen Hörvermögen steht. Vor einem Termin in unserem Geschäft bietet sich dieser Online-Hörtest an. Stellt sich bei dem Test eine Hörminderung heraus, ist auf jeden Fall der Besuch bei einem Akustiker angezeigt. 

Was, wenn jemand aus der Familie nicht mehr gut hört?

Wenn Sie feststellen, dass er oder sie vermehrt nachfragt, wenn erwartete Reaktionen ausbleiben oder Antworten kommen, die nicht zu den Fragen passen, sollten Sie die Person darauf aufmerksam machen. Hier kommt es auf die Art und Weise an, wie man es mitteilt, das ist sehr individuell. Falsch wären sicherlich unsensible Aussagen wie «Du brauchst ein Hörgerät!», dies würde eher Abwehr provozieren nach dem Motto «Ich höre gut!». Es braucht ein gewisses Feingefühl, Wertschätzung. Schlecht hören ist nichts Schlimmes, es gehört zum Älterwerden dazu wie andere körperliche Einschränkungen. Viel wichtiger ist es, das Gehör mit Hilfe des Hörgeräts wieder auf ein normales Level zu bringen. Denn unser Gehirn ist auf ein gutes Gehör angewiesen. 

Weshalb ist das so?

Nimmt das Hörvermögen ab, baut auch die Hirnleistung im Sprachbereich ab, dadurch wird das Sprachverstehen zunehmend schlechter – auch wenn der Hörverlust gleichbleibend ist. Auch kann ein chronischer Hörverlust zu einem Abbau der intellektuellen Leistungsfähigkeit und zu einem höheren Risiko, an Demenz zu erkranken, führen. Schlecht hören hat langfristig also sehr weitreichende gesundheitsschädigende Effekte.

So funktioniert unser Gehör

Ab wann brauche ich ein Hörgerät?

Wir Akustiker hören die Frage oft: Brauche ich denn jetzt schon ein Hörgerät? Dies ist aber schwierig zu beantworten, denn «brauchen» ist relativ und sehr individuell. Ich würde aber bei jedem Hörverlust empfehlen, etwas zu unternehmen. Das Gehirn sucht sich sonst andere Mittel und Wege, etwa Lippenlesen. Das ist aber keine Lösung des Problems, denn mit der Zeit weiss das Gehirn nicht mehr, was es mit den Ohren anfangen soll, und das Gehör baut noch mehr ab. Irgendwann ist dann auch mit einem Hörsystem keine Verbesserung mehr möglich. 

Gibt es Richtwerte?

Die IV und die AHV stufen einen Hörverlust ab 20 Prozent beziehungsweise 35 Prozent als genug stark ein, um auf ein Hörgerät zurückzugreifen. Sprich: Ab dann kann der Akustiker bei IV und AHV eine Eingabe für eine Kostenübernahme einreichen. Bei der IV sind das 1650 Franken (für beide Ohren), bei der AHV 1237.50 Franken. Bei Härtefällen kann man aber zusätzliche Zahlungen beantragen. Ich persönlich finde den Ansatz von 20 Prozent Hörverlust grundsätzlich sinnvoll. Wichtiger ist aber, was eine Person selber empfindet, ob bereits bei einem niedrigeren prozentualen Hörverlust ein Hörgerät angebracht ist. Hier kann es helfen, ein Hörgerät einfach mal über eine gewisse Zeit zu testen. Das ist bei MiSENSO kostenlos und unverbindlich möglich. 

Manche haben gegenüber Hörgeräten Hemmungen. Weshalb?

Viele haben das Gefühl: Ich bin jetzt alt, weil man sieht, dass ich ein Hörgerät trage. Doch erstens sind Hörminderungen kein Thema, das nur alte Menschen betrifft, sondern eine breite Bevölkerungsschicht. Und zweitens sind aktuelle Hörgeräte relativ klein und nicht mehr so klobig wie früher, man sieht sie zudem nur von hinten. Was erleichternd hinzu kommt: Heutzutage hat fast jeder was im Ohr, sei es Schmuck aller Art oder immer öfter Kopfhörer. So fällt auch ein Hörgerät viel weniger auf im Alltag. Die positiven Aspekte überwiegen klar: Man erhält viel Lebensqualität zurück, und es ist auch vielseitig einsetzbar – als modernes Headset, mit dem man auch Musik hören und via Bluetooth telefonieren kann.

Die häufigsten Ohrenerkrankungen

Dr. Hans-Wolfgang Mahlo, Arzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Allergologie, Schlafmedizin, Somnologe (DGSM) bei Medbase Kreuzlingen: Gehäuft tritt diese Erkrankung während der Badi-Saison auf – oder im Winter nach Hallenbadbesuchen: Viren, Bakterien oder Pilze machen sich im Ohr breit und verursachen zwischen Ohrmuschel und Trommelfell schmerzhafte Entzündungen. Eine mögliche Ursache können auch kleine Verletzungen im Gehörgang sein, die zum Beispiel durch das Reinigen mit Wattestäbchen oder das Bohren mit den Fingern verursacht werden können. Behandelt werden diese Entzündungen beim Arzt zunächst mit einer sorgfältigen Reinigung und danach mit Antibiotika – oder es werden entzündungsreduzierende Kortisonpräparate verabreicht. In der Regel klingt eine Gehörgangsentzündung so nach vier Tagen ab.

Was wir tun können, um einer Ohrenentzündung vorzubeugen, verrät Dr. med. Mahlo hier.

Diese Erkrankung, die meist mit einem Schnupfen beginnt, betrifft vor allem Kinder von 0 bis 7 Jahren. In diesem Alter ist die Eustachische Röhre, der Verbindungsgang vom Mittelohr zum Rachen, noch sehr kurz, was es Erregern erleichtert, vom Rachenraum bis ins Mittelohr an die Rachenmandel zu gelangen. Diese kann Bakterien als Hort dienen und bei einem Atemwegsinfekt anschwellen. Die Folge: Der reinigende Abfluss von Schleim und Sekret aus der Röhre ist blockiert. Was helfen kann, zeigt dieser Bericht. Bessert die Mittelohrentzündung nach ein bis zwei Tagen gar nicht von selbst, sollte man den Arzt konsultieren. Vorbeugend helfen kann eine Impfung gegen Hämophilus- und Pneumokokken-Bakterien.

Hierbei handelt es sich um eine akute Hörminderung, die innert Stunden zu einer Verschlechterung des Gehörs führt, die bis zum totalen Hörverlust gehen kann. Die Betroffenen verspüren dann ein dumpfes, wattiges Gefühl im Ohr. Ein Hörsturz kann ein- oder beidseitig auftreten. Mögliche Ursachen sind eine gestörte Durchblutung im Innenohr oder dann virale oder bakterielle Infekte. Leichtere Hörstürze bilden sich häufig von selbst zurück. Bei anhaltenden Beschwerden sollte spätestens nach zwei Tagen ein Arzt aufgesucht werden.

Unterschieden wird zwischen akutem und chronischem Tinnitus. Ersteres sind vorübergehende Geräusche im Ohr wie Piepen, Pfeifen oder Rauschen. Halten diese Geräusche länger als drei Monate an, spricht man von einem chronischen Tinnitus. Ursache können Erkrankungen des Gehörgangs und des Mittelohrs, ein Hörsturz, Altersschwerhörigkeit, aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Oder dann psychischer Natur, zum Beispiel Depressionen oder Burnout. Wer länger als 48 Stunden unter den Geräuschen im Ohr leidet, sollte einen Arzt aufsuchen. Ein akuter Tinnitus kann mit Kortison behandelt werden. Bei einer chronischen Erkrankung können weitere Termine bei anderen Ärzten notwendig werden, etwa bei einem Neurologen, einem Zahnarzt, Kieferorthopäden oder einem Internisten, um mögliche organische Ursachen abzuklären. Ist der Auslöser der Ohrgeräusche bekannt und kann entsprechend behandelt werden, lässt sich der Tinnitus in vielen Fällen reduzieren – oder er verschwindet ganz. Eine Empfehlung ist beispielsweise, Musik von Maurice Steger zu hören, klassische Musik mit 3 bis 6 kHz, das kann den Tinnitus verdecken. Auch hochfrequenter Blues ist gut.

Wie Sozialpädagoge Mijo Tunjic gelernt hat, mit seinem Tinnitus zu leben, erzählt er in diesem Bericht.

Was macht ein gutes Hörgerät aus?

Die Grundaufgabe eines Hörgeräts ist es, ein Gespräch für den Träger verständlich zu machen. Ein hochwertiges Gerät passt den Fokus in verschiedenen Lärmsituationen des Alltags – ob draussen auf der Strasse oder zu Hause vor dem TV – selbständig an und filtert die Geräusche nach Wichtigkeit. So wird etwa sichergestellt, dass ich zu Hause die Klingel höre, auch wenn ich weit weg von der Haustür sitze. Oder dass es eine lärmige Umgebung reduziert, wenn ich mit jemandem am Reden bin. Insgesamt ist der Kauf eines Hörgeräts eine sehr individuelle Angelegenheit, es gibt die unterschiedlichsten Modelle.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Das Allerwichtigste: Der Kunde muss sich beim Akustiker gut aufgehoben fühlen, es muss ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Denn der Kunde sollte zum Schluss der Empfehlung des Akustikers vertrauen können. Ein Hörgerät, das nur in der Schublade liegt, weil der Träger damit nicht zufrieden ist, bringt keinem was; und es bringt auch nichts, wenn er es nur dann einsetzt, «wenn er es braucht». Das Hörgerät nützt nur dann etwas, wenn man es konsequent von morgens bis abends trägt. Nur dann ist mittelfristig die Verbesserung des Gehörs möglich. Wichtig ist, dass dies gleich in den ersten paar Wochen geübt wird, weshalb die meisten Hörgeschäfte eine Probezeit von drei bis vier Wochen anbieten.

Wie läuft eine Beratung ab?

Bei der umfassenden Beratung bei MiSENSO gibt es zunächst ein Gespräch, danach eine umfangreiche Messung mit anschliessender Bedarfsanalyse und schliesslich eine ausführliche Beratung inklusive einer klaren Empfehlung auf ein Hörsystem, die gemäss den Erkenntnissen aus der Bedarfsanalyse ausgesprochen wird. Vergleichen ist jederzeit möglich.

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Zum Dossier

Mythen rund ums Hören

Benjamin Knoth, Hörakustiker MiSENSO, Fachgeschäft für Hörgeräteakustik und Optik: «Nicht die Kopfhörer selbst sind entscheidend, sondern welche Lautstärke bei den Ohren ankommt. Je lauter der Sound, desto mehr Schalldruck kommt an das Innenohr. Bei Bügel-Kopfhörern ist mehr Luft zwischen Hörer und Trommelfell, damit ist die Lautstärke automatisch geringer. Bei den Ohr-Steckern ist der Schall etwas intensiver. Unabhängig von den Kopfhörern kommt es aber immer darauf an, wie laut wir aufdrehen und wie lange wir der Lautstärke ausgesetzt sind.»

Benjamin Knoth, Hörakustiker MiSENSO, Fachgeschäft für Hörgeräteakustik und Optik: «Da ist was dran. Generell schwankt das Hören im Laufe des Tages. Denn die Verarbeitung der Impulse geschieht im Gehirn. Auch das Gehirn braucht Pausen, deshalb bricht manchmal die Konzentration weg. Gerade am Abend muss man sich stärker konzentrieren. Deshalb haben wir am Ende des Tages manchmal das Gefühl, wir verstehen schlechter. Dieser Effekt wird durch einen unversorgten Hörverlust verstärkt. Die Ursache kann aber auch im Ohr selbst liegen: Bei einer Lärmbelastung über 85 dB(A) während mehr als acht Stunden ohne Gehörschutz werden die Haarzellen abgeknickt. Wir verlieren temporär rund 20 dB(A) bei den hohen Frequenzen. Erst nach 16 Stunden Ruhe erholen sich die Haarzellen wieder.»

Dr. med. Josef Vavrina, Facharzt FMH Ohren-Nasen-Hals-Heilkunde, ORL HNO-Seepraxen Horgen und Wädenswil: «Es gibt Unterschiede. Statistisch sind rund 10 Prozent mehr Männer als Frauen im Alterssegment der 60- bis 80-Jährigen hörbeeinträchtigt. Man geht hier nicht von geschlechtsspezifischen Ursachen aus, sondern nimmt an, dass Männer vermehrt Geräuschen und Lärm exponiert waren.»

Wie lange dauert die Eingewöhnung?

Bis sich der Träger an sein neues Gerät gewöhnt hat, vergehen etwa zwei Wochen. Bis sich das Gehirn vollständig auf die neue Hörsituation eingestellt hat, können aber gut und gerne sechs Monate vergehen. Es ist also etwas Geduld nötig, bis der Höreindruck für den Träger optimal ist. Ausserdem ist es sehr stark von der Tragedauer abhängig. Trägt man das Hörsystem sehr konsequent, gewöhnt man sich auch viel besser daran.

Was kostet ein Hörgerät?

Die Preisspanne ist recht gross. Hörgeräte bei MiSENSO starten bei 630 Franken und gehen bis zu knapp 3000 Franken pro Seite. Der Unterschied im Preis liegt bei der unterschiedlichen Klangqualität, den unterschiedlichen Unterstützungsmöglichkeiten für den Hörsystemträger oder in der Bauweise. Die Bauweise des Hörsystems ist abhängig vom Kundenwunsch, dem Hörverlust und der Anatomie des Gehörgangs. Verschaffen Sie sich hier einen Überblick.

Wie lange kann ich ein Hörgerät tragen?

Die erwartete Laufzeit beträgt rund sechs Jahre. Wir bei MiSENSO haben praktisch nur noch Akkugeräte und setzen nicht mehr auf batteriebetriebene Geräte. Das ist nicht nur ökologischer, es macht die Handhabung gerade für ältere Leute auch einfacher, wenn sie nicht regelmässig die sehr kleine Batterie herausklauben und ersetzen müssen. Das Hörgerät wird ganz einfach – wie das Handy beispielsweise – am Abend an den Akku angeschlossen und über Nacht aufgeladen.

Brauche ich zwei Hörgeräte oder reicht eines? 

Grundsätzlich werden zwei Hörgeräte empfohlen, wenn beide Ohren einen Hörverlust aufweisen – bei einer Brille käme ja auch niemand auf die Idee, nur ein Glas zu tragen. Der Punkt ist: Unsere Hörwahrnehmung wie das Richtungshören oder das räumliche Hören kann durcheinandergeraten, wenn nur ein Ohr versorgt wird. Ausserdem geht das Gehirn fälschlicherweise davon aus, dass nur noch eine Seite relevant ist, und baut bei der anderen Seite massiv ab, was eine zunehmend schlechte Sprachverständlichkeit zur Folge haben kann. Nur mit zwei gut hörenden Ohren ist ein räumliches Hören möglich, damit wir zum Beispiel hören, ob auf der Strasse von links oder von rechts ein Auto kommt. Die zwei Hörgeräte tauschen zudem Informationen aus und kommunizieren untereinander, um auf jede Situation bestmöglich abgestimmt zu sein. Das wäre mit nur einem Gerät nicht gegeben. Kommt hinzu, dass wir mit zwei Ohren insgesamt um 20 Prozent besser hören als nur mit einem.

Tipps für den Kopfhörerkauf

Bild Kopfhoerer

Welcher Kopfhörer fürs Joggen?

Verwendungszweck bestimmen

Christian Wieser, Kopfhörerexperte bei Melectronics: Das Angebot an Kopfhörern wird immer grösser. Zunächst gilt es deshalb, den Verwendungszweck zu bestimmen, also ob man viel Musik hört und Wert auf perfekten Klang legt, ob man viel telefoniert, ob man die Kopfhörer beim Sportmachen braucht oder ob man grossen Wert aufs Design legt. Je nach Bedarf bietet sich dann eine der nachfolgenden Varianten aus unserem Sortiment an. Lassen Sie sich beim Kauf in Ihrer Melectronics-Filiale beraten. 

On-Ear-Kopfhörer

On-Ear-Kopfhörer liegen auf den Ohren, verschliessen sie aber nicht ganz. Der Träger hört somit den Klang gut, nimmt aber auch die Umwelt wahr. Geeignet für Leute, die gerne mit Headset telefonieren oder joggen.

Over-Ear-Kopfhörer 

Wer sich beim Musikhören oder Gamen abschotten und auf bestmögliche Klangqualität setzen möchte, entscheidet sich für Over-Ear-Kopfhörer. Diese verschliessen die Ohren komplett und schirmen Umgebungsgeräusche ab. Im Gym oder beim Sonnenbad ist indes Vorsicht geboten, weil die Ohren mit den Over-Ears ins Schwitzen kommen.

In-Ear-Kopfhörer

Immer mehr am Kommen sind In-Ear-Kopfhörer. Diese Modelle werden auch immer besser.  Besonders Hobbysportler vertrauen auf die kleinen Stöpsel, die selbst bei ständiger Bewegung fest im Gehörgang sitzen. Dies hat allerdings den Effekt, dass man die Umgebung weniger gut wahrnimmt. Doch im Fitnessstudio und beim Running im Wald stört das nicht. Achtung: Für Leute mit empfindlichen Ohren eignen sich die In-Ears weniger. Sie könnten Schmerzen verursachen, weshalb hier On-Ear-Kopfhörer die bessere Wahl sind.

Open-Ear-Kopfhörer

Leute, die empfindliche Ohren haben, können auch auf Open-Ear-Kopfhörer setzen. Diese Kopfhörer verfügen über einen Bügel und werden hinter das Ohr geklemmt, was für guten Sitz sorgt. Die Umgebungsgeräusche bleiben bestehen, weshalb sich diese Variante auch für Sportfans wie etwa Velofahrer eignet. 

Für Lärmempfindliche

Wer auf Lärm empfindlich reagiert, kann auf die sogenannte Noise-Cancelling-Technologie setzen, die beim Träger für komplette Ruhe sorgt, indem die gesamte Geräuschkulisse unterdrückt wird. Ideal ist diese Technik auch für alle, die für einen bestimmten Moment ihre Ruhe haben möchten, etwa um die Geräusche im Büro, im Bus oder im Zug auszuklammern – oder zum Entspannen zu Hause.

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von Ringier Brand Studio / Thomas Wyss,

veröffentlicht am 02.11.2021


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