Einem Sonnenbrand vorbeugen

Mit dem richtigen Verhalten lässt sich ein Sonnenbrand leicht verhindern. Das sollten Sie beachten.

«Vorbeugen ist besser als heilen»: Diesem Slogan kommt beim Schutz vor einem Sonnenbrand eine speziell grosse Bedeutung zu. Ein Sonnenbrand – in der Regel eine Verbrennung ersten Grades – hinterlässt zwar nur selten für längere Zeit sichtbare Spuren. Durch die Strahlung kann sich aber die DNA der Haut verändern und irreparable Schäden bis Hautkrebs verursachen.

Tipps zum Vorbeugen

Die Haut vergisst nie. Als besonders gefährlich gelten Sonnenbrände im Kindesalter.

  • 20 bis 30 Minuten vor dem Sonnenbad eincremen
  • Sonnenschutzmittel reichlich und überall auftragen
  • Gewisse Körperpartien nicht vergessen (Lippen, Ohren, Kopf)
  • Lichtschutzfaktor 30 bis 50
  • Sonnenschutz mit Breitbandfilter wählen
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz aufsetzen
  • Auf die richtige Kleidung achten
  • Hut mit breiten Rändern mitnehmen
  • Mittagssonne vermeiden

Über Mittag lieber im Schatten bleiben

«Zwischen 10 und 14 Uhr sollte man die direkte Sonnenexposition vermeiden und möglichst den Schatten aufsuchen», betont Prof. Peter Itin, Chefarzt Dermatologie am Universitätsspital Basel. Ein Plätzchen im Schatten, eine Sonnenbrille zum Schutz der Augen, ein Sonnenhut sowie angepasste Kleidung garantieren schon einen weitgehenden Schutz. Vergrössern lässt sich dieser Schutz mit einer guten Sonnencreme. Massgebendes Kriterium ist dabei der Sonnenschutzfaktor (Lichtschutzfaktor LSF). Der LSF zeigt an, wievielmal länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren. Doch Vorsicht: Theorie und Praxis klaffen teilweise weit auseinander.

Lichtschutzfaktor relativieren

Dermatologen empfehlen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, bei empfindlicher Haut gar einen Faktor von 50. Der LSF sei allerdings nur als Richtschnur zu verstehen. Denn der LSF werde im Labor nach standardisiertem Auftragen getestet. Im Alltag reiben die Menschen in der Regel viel weniger Sonnenschutzmittel ein. Um den angegebenen Lichtschutzfaktor zu erreichen, müsste eine erwachsene Person rund sechs volle Esslöffel Sonnencreme verwenden. Das tun die wenigsten. Zudem geht das Sonnenschutzprodukt bei Freizeitaktivitäten (Wasser) und durch Abrieb häufig schnell wieder verloren. Grossen Wert sollte man bei der Wahl eines Sonnenschutzmittels auch auf Breitbandfilter legen. Breitbandfilter bedeuten, dass die Filter sowohl im UV-A- wie auch im UV-B-Bereich UV-Strahlung absorbieren.

Creme oder Spray?

Rein theoretisch schützt ein Sonnenschutzspray bei gleichem LSF genauso gut wie eine Creme. Allerdings werden Sprays in der Regel spärlicher aufgetragen. Die Schutzleistung ist damit kleiner. Damit ein Sonnenschutzmittel seine Wirkung voll erreichen kann, raten Fachleute deshalb, sich zweimal einzucremen. Das hat den Vorteil, dass man noch Stellen abdeckt, die beim ersten Mal möglicherweise übersehen wurden. Besonders oft gingen Ohren, die Lippen (wichtig, weil dünne Epidermis) und die Region um die Augen beim Einreiben vergessen.

Rechtzeitig einreiben

Sonnenschutzprodukte wirken zwar sofort. Allerdings ist es laut Peter Itin ratsam, die Produkte 20 bis 30 Minuten vor der Sonneneinstrahlung einzureiben, weil sie so besser haften. Und last but not least: Nach dem Schwimmen und Abreiben der Haut sollte die Sonnenschutzcreme erneut aufgetragen werden. Denn die Wirkung lässt in der Regel nach zwei bis drei Stunden wieder nach.

von Markus Sutter


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