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Gesünder leben?

Der beste Fitness-Trainer bei Wind und Wetter

Hundebesitzer sind rund 20 Prozent aktiver als Menschen ohne Hund. Und sie sitzen täglich 30 Minuten weniger, zeigt eine Studie an Senioren.

Was bringt Senioren zuverlässig dazu, selbst bei schlechtem Wetter spazieren zu gehen? Ein Hund. Ältere Tierhalter, die mindestens einmal täglich mit ihrem Vierbeiner Gassi gehen, bewegen sich sogar bei Regen und an kalten, kurzen Wintertagen durchschnittlich mehr als Senioren ohne Hund dies bei bestem Sommerwetter tun.

Sieben Tage lang Bewegungen aufgezeichnet

Die Hundespaziergänger sind insgesamt rund 20 Prozent aktiver als Menschen ohne Hund. Und sie sitzen täglich 30 Minuten weniger, zeigt eine britische Studie mit 3123 Teilnehmenden im Durchschnittsalter von 70 Jahren. Jeder trug sieben Tage lang mindestens zehn Stunden täglich einen Bewegungstracker, allerdings geschah dies bei den einzelnen Teilnehmenden zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr. So konnten die Forscher diese Informationen mit meteorologischen Daten verknüpfen und Vergleiche zwischen Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern ziehen.

Überraschender Unterschied

«Was uns überrascht hat, war das Ausmass des Unterschieds zwischen den Hundespaziergängern und den Rest der Studienteilnehmer», sagt Yu-Tzu Wu von der britischen Universität East Anglia, einer der Studienautoren. Diejenigen, die einen Hund hielten, aber nicht mit ihm spazierten, hatten etwas mehr Bewegung als Nicht-Hundehalter – aber deutlich weniger als die Spaziergänger.

Hundefreundliche Siedlungen

Aufgrund dieser Ergebnisse nun jedem Senior einen Hund anzuraten, sei jedoch keine gute Idee, so die Studienautoren. Hundefreundliche Rentnersiedlungen oder Dogsharing könnten für ältere Menschen dagegen eine gute Möglichkeit sein, um zu mehr Bewegung zu kommen.

Quelle: Journal of Epidemiology & Community Health

Publiziert am 08.11.2017,

von Dr. med. Martina Frei


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