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Gesünder leben?

Welche Checkups sind sinnvoll?

Vorsorgeuntersuchungen helfen, Krankheiten früh zu erkennen. Doch welche Methoden sind nützlich und welche nicht? Eine Übersicht.

Grundsätzlich sind Voruntersuchungen sinnvoll. Sie dienen unter anderem zur Erkennung von Indikatoren und Krankheiten, die vor allem das Herz und das Gefässsystem betreffen. Sie liefern auch wertvolle Hinweise bei der Früherkennung von Krebs, wie Gebärmutterhals-, Brust-, Haut- oder Dickdarmkrebs, und werden auch bei Augenerkrankungen wie dem grünen Star sowie etwa der Schwangerschafts- und Zahnvorsorge angewendet.

Folgende Vorsorgeuntersuchungen gelten nach heutigem Wissensstand als sinnvoll:

  • Blutdruck
    Blutdruckmessungen ab dem 20. Lebensjahr ca. alle 3 bis 5 Jahre
  • Blutfett
    Cholesterinmessungen ab dem 35. Lebensjahr ca. alle 3 bis 5 Jahre, bei Risikofaktoren oder familiärer Belastung auch häufiger
  • Blutzucker
    Blutzuckerbestimmungen ab dem 45. Lebensjahr ca. alle 3 Jahre, bei Risikofaktoren oder familiärer Belastung auch häufiger
  • Bauchschlagader
    Ultraschalluntersuchung ab dem 50. Lebensjahr ca. alle 5 Jahre
  • Augen
    Untersuchungen der Augen ab dem 50. Lebensjahr, ca. alle 3 Jahre
  • Gebärmutterhals
    Screeninguntersuchungen für Gebärmutterhalskrebs: Abstriche (PAP) ab dem 20. bis zum 65. Lebensjahr, bei sexuell aktiven Frauen
  • Darmspiegelung
    Ab dem 50. Lebensjahr alle 10 Jahre bis zum 70. Lebensjahr. Bei Risikopatienten mit Darmkrebs in der Familie, Darmpolypen oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Kontrolle alle 5 Jahre
  • Schwangerschaft
    Schwangerschaftsuntersuchungen nach Empfehlung des Gynäkologen. Das Ausstellen eines Mutterpasses ist ratsam
  • Baby bis Jugendliche
    Regelmässige Untersuchungen beim Kinderarzt, zunächst entwicklungsbedingt in kürzeren, später dann in grösseren Abständen
  • Zähne
    Jährlicher Zahnarztbesuch

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Umstrittene Untersuchungen

Die Mammografie der weiblichen Brust gehört zu den eher umstrittenen Untersuchungen. In vielen Studien hat sich kein bestätigter Nutzen gezeigt. Bei einer familiären Häufung von Brustkrebs wird die Mammografie bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr aber als sinnvoll erachtet.

Die Bestimmung des PSA (ein Eiweissstoff aus der Prostata) ist sinnvoll bei Männern ab dem 50. Lebensjahr bei einer familiären Häufung von Prostatakrebs. Ansonsten hat sich der Nutzen der Untersuchung nicht bestätigt.

Ebenso umstritten sind die «Stuhlbriefchen»: Der Stuhl wird auf Blutbeimischung untersucht und gilt als eher unspezifische Methode mit häufigen falsch-positiven oder falsch-negativen Ergebnissen.

von Dr. med. Iris Schwarzfischer,

publiziert am 26.06.2018


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