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Gesünder leben?

Therapien gegen Damenbart

Viele Frauen haben einen Damenbart. Schuld sind meist Vererbung oder die Wechseljahre. Methoden, die den Bartwuchs stoppen.

Ein Schnurrbart im Gesicht ist für Männer eher eine Zier, Frauen betrachten einen Damenbart hingegen eher als Ärgernis. Fast jede vierte Frau leidet darunter. Im jüngeren Alter sind meist die Gene Schuld, nach den Wechseljahren machen sich die männlichen Hormone bemerkbar. Aber auch manche Erkrankungen und Medikamente wie Kortison sorgen für Stoppeln um den Mund, daher kann ein Arztbesuch bei ausgeprägtem Damenbart sinnvoll sein. Ist der Bartwuchs ausgeprägt, kann sich das negativ auf die psychische Verfassung auswirken. Methoden gegen die spriessenden Haare gibt es genug. Sie unterscheiden sich nicht nur in Schmerzhaftigkeit bei der Anwendung und im Preis, sondern vor allem, wie lange es dauert, bis die Haare wieder nachgewachsen sind.

Hausmittelchen helfen nur kurze Zeit

Grundsätzlich gilt: die Methoden für zu Hause sind viel günstiger als der Gang ins Kosmetikstudio. Allerdings entfernen die meisten die Haare auch nur für kurze Dauer.

Günstig, schmerzlos und hautschonend ist das Rasieren. Vorher eine Rasiercreme auftragen macht die Haare weicher und das Rasieren einfacher, nach dem Rasieren beruhigt eine Emulsion oder Creme die Haut. Nachteil: da der Rasierer die Haare nur an der Hautoberfläche abschneidet, kommen bereits nach einem Tag die ersten Stoppeln wieder zum Vorschein.

Auch Haarentfernungscremes sind schmerzlos, denn sie lösen das sichtbare Haar chemisch auf. Frauen mit empfindlicher Gesichtshaut können darauf mit Rötungen reagieren. Da die Cremes auch etwas in die Haut eindringen, kommen die ersten Stoppeln erst nach einigen Tagen wieder zum Vorschein. (lesen Sie unten weiter...)

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Ausrupfen ist schmerzhaft und gefährlich

Schmerzhaft aber effektiv ist das brachiale Herausreissen der Haare. Denn das neue Haar braucht danach 3–4 Wochen, bis es von der Wurzel bis zur Hautoberfläche wieder nachgewachsen ist. Während sich die Pinzette dabei eher nur zum Ausrupfen einzelner störender Haare eignet, lassen sich mit aufgeklebten Wachsstreifen oder einem Gesichtsepiliergerät auch grössere Areale bearbeiten. Hautärzte raten jedoch von der Methode eher ab, da sich die Haarwurzel durch das ruckartige Herausreissen chronisch entzünden und das neue Haar in die Haut unangenehm einwachsen kann.

Profimethoden stoppen den Damenbart am längsten

Schonender und auch langfristig wirksam, dafür aber deutlich teurer, sind professionelle Geräte, wie sie beim Dermatologen oder in Kosmetikstudios eingesetzt werden. Bei der Laserepilation verödet die Lichtenergie das gesamte Barthaar inklusive Haarwurzel. Neuer Haarwuchs kann dann Jahre dauern. Die Behandlung kostet je nach Umfang und Zahl der Sitzungen mehrere hundert bis tausend Franken. Nur in begründeten Fällen bezahlt die Grundversicherung die Behandlung des Damenbarts. Auch kann die Laserepilation in ungeübter Hand auf dunkler Haut zu Pigmentflecken führen. Für den Hausgebrauch gibt es zwar Geräte mit verringerter Leistung (IPL genannt), sie unterbinden das Haarwachstum immerhin für mehrere Monate. Allerdings kann es bei falscher Anwendung trotzdem zu Verbrennungen im Gesicht kommen.

Wenn nur wenige Haare stören, kommt auch die Nadel-Epilation in Betracht: eine hauchdünne Nadel wird in jeden Haarkanal gestochen und verödet die Haarwurzel mit Strom. Das stoppt den Bartwuchs Monate bis Jahre. Die Kosten sind auch hier hoch, und wie bei der Akupunktur kann es nach der Behandlung zu Rötungen kommen.

von Andreas Grote,

publiziert am 20.10.2017


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