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Gesünder leben?

Viel Gemüse und Fisch tun den Knochen gut

Frauen, die früh in die Menopause kommen, haben ein höheres Risiko für Osteoporose. Eine britische Studie zeigt nun, welche Ernährung mit später Menopause einhergeht.

Durchschnittlich kamen die 914 Studienteilnehmerinnen mit 50,5 Jahren in die Menopause. Bei denjenigen, die täglich frisches Gemüse (75 Gramm) verspeisten, begann sie jedoch fast ein Jahr später.

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Täglich eine Portion Salat (43 Gramm) auf dem Teller ging einher mit 0,4 Jahren später einsetzender Menopause. Und bei den Frauen, die täglich 90 Gramm fettigen Fisch assen, trat die Menopause gar 3,3 Jahre später ein.

Antioxidantien schützen Eizellen

Die Wissenschaftler liefern eine biologische Erklärung: Gemüse zum Beispiel versorgt den Körper mit vielen Antioxidantien, die – unter anderem – Eizellen vor dem vorzeitigen Untergang schützen.

Dazu passt, dass Frauen, die viel Vitamin B6 und Zink zu sich nahmen, ebenfalls etwas später in die Menopause kamen. Beides wirkt antioxidativ. (Lesen Sie unten weiter...)

Weitere Tipps für die Lebensmitte

Mit Teigwaren frühere Menopause

Umgekehrt gab es auch Speisen, die mit einer 1,5 Jahre früher einsetzenden Menopause einhergingen. Dazu zählten weisser Reis oder Teigwaren (täglich rund 200 Gramm).

Bei ihrer Analyse berücksichtigten die Forscher unter anderem, ob eine Frau rauchte, wie viel Sport sie trieb und wie viele Kalorien sie insgesamt zu sich nahm.

Mischköstlerinnen sind später dran

Trotzdem kann die Studie den Zusammenhang zwischen dem Essen und dem Beginn der Menopause nicht beweisen. Denn erstens könnten auch andere, nicht erkannte Faktoren den Zeitpunkt beeinflusst haben. Zweitens beruhen die Informationen zur Ernährung auf Selbstangaben, die vielleicht nicht 100-prozentig akkurat waren.

Eine Studie aus Brasilien kommt aber zu ähnlichen Schlüssen. Dort hatten Frauen in der Menopause, die sich auf mediterrane Art ernährten, eine höhere Knochendichte.

Quellen: «Journal of Epidemiology and Community Health», Kongress der «Endocrine Society» 2018

von Dr. med. Martina Frei,

publiziert am 31.10.2018


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