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Gesünder leben?

Ist Glückshormon Dopamin an Trägheit schuld?

Übergewichte Menschen bewegen sich oft wenig. Das liegt möglicherweise weniger an den Kilos, sondern am Glückshormon Dopamin.

Stark übergewichtige Menschen sind körperlich oft nicht sehr aktiv. Der Grund dafür könnte im Gehirn liegen, schliessen US-Wissenschaftler aus Untersuchungen an Mäusen. Es geht dabei um die Signalfunktion des Botenstoffs Dopamin. Die Forscher des Instituts für Diabetes, Verdauung und Nierenerkrankungen (National Institute of Diabetes, Digestive and Kidney Diseases) in Maryland konnten nachweisen, dass bei fettleibigen Tieren bestimmte Neuronen, die an der Bewegungssteuerung beteiligt sind, nur noch schwach auf Dopamin reagieren. Diese Störung sei ausreichend, um die verminderte Bewegungsaktivität zu erklären, schreiben sie im Fachblatt «Cell Metabolism».  Das Hormon Dopamin spielt bei vielen Hirnfunktionen eine zentrale Rolle. Bislang wusste man, dass Dopamin Hauptakteur für Glücksgefühle und das Belohnungsystem im Gehirn ist. Nicht aber, dass auch Bewegungsträgheit bei Fettleibigkeit entscheidend durch das Glückshormon beeinflusst sein kann. Körperliche Inaktivität allein verursache zwar keine weitere Gewichtszunahme, so die Forscher. Sie begünstige aber die Entwicklung von Herz- und Gefässkrankheiten.

Publiziert am 07.02.2017,

von Silvia Schütz


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