Schliessen

Gesünder leben?

Klare Sicht für alle

Die unsichtbaren Sehhilfen haben viele Vorteile, bergen jedoch auch Risiken. Was zu beachten ist.

Welche Linsen für wen?
  • Tageslinsen eignen sich vor allem, wenn jemand selten Linsen trägt, sowie als Ersatz im Urlaub oder beim Schwimmen. Gewässer enthalten Schadstoffe und Keime, die sich in den Linsen ablagern. Deshalb sollte man beim Schwimmen auf Linsen verzichten oder nur Tageslinsen verwenden.
  • Ausdauersportlern werden harte Modelle empfohlen, da während ihrer Tätigkeit vermehrt Stoffwechselprodukte erzeugt werden, die sich in weichen Linsen ablagern und die Sicht trüben.
  • Menschen, die in staubiger Umgebung arbeiten, sollten keine harten Linsen tragen. Staub, der unter die Linse gerät, kann unangenehme Irritationen verursachen.
  • Bei trockenen Augen raten Experten zu harten Linsen (und Tränenersatzmittel).

Mit Kontaktlinsen erreichen wir eine bessere Sehleistung, und das Blickfeld ist grösser als mit Brille. Gerade bei hoher Fehlsichtigkeit ist eine zufriedenstellendere Korrektur oft möglich. Auch grössere Dioptrien-Unterschiede zwischen beiden Seiten lassen sich besser ausgleichen. Zudem beschlagen Kontaktlinsen nicht und reduzieren im Vergleich zur Brille das Verletzungsrisiko.

Aus medizinischen Gründen können Linsen ebenfalls sinnvoll sein, etwa beim Keratokonus, einer kegelförmigen Verformung der Hornhaut, sowie nach Augenverletzungen und Hornhaut-Transplantationen.

Kontaktlinsen sollten vom Spezialisten angepasst werden. Und zuvor sollte ein Augenarzt abklären, ob aus medizinischer Sicht etwas gegen das Tragen spricht.

Weiche sind risikoreicher

Es gibt zwei Arten von Kontaktlinsen: formstabile aus sauerstoffdurchlässigem Kunststoff und weiche aus wasserhaltigen Hydro- oder Silikonhydrogelen. Obwohl die Risiken bei harten Linsen geringer sind, entscheiden sich mehr als 80 Prozent der Käufer für weiche Linsen, weil diese von Anfang an angenehm zu tragen sind.

Wenn jemand dauerhaft Linsen trägt, raten Augenärzte, auf harte Modelle zu setzen. Denn die meisten Infektionen, Entzündungen und Hornhautgeschwüre werden durch weiche Varianten verursacht.

Während weiche Haftschalen direkt auf der Hornhaut liegen, schwimmen formstabile auf der Tränenflüssigkeit. Da diese die Nährstoffe zur Hornhaut transportiert, ermöglichen harte Linsen somit eine bessere Versorgung. Ausserdem sind sie meist sauerstoffdurchlässiger und bedecken eine kleinere Hornhautfläche.

Nie über Nacht

Kontaktlinsen sollten möglichst nie über Nacht im Auge bleiben. Damit sich das Sehorgan erholen kann, ist es ratsam, die Linsen eine Stunde vor dem Schlafengehen herauszunehmen und in dieser Zeit eine Brille zu tragen.

Weiche Linsen verringern das Schmerzempfinden am Auge und werden deshalb häufig zu lange getragen. Träger weicher Kontaktlinsen sollten daher alle sechs Monate zu einer augenärztlichen Kontrolluntersuchung gehen, um allfällige Schäden frühzeitig zu erkennen. Bei formstabilen Varianten genügt einmal im Jahr.

Hygiene ist A und O

Darüber hinaus dürfen Linsen nicht länger verwendet werden als vom Hersteller angegeben: Harte sollten nach 18 Monaten ausgewechselt werden, weiche gibt es vor allem als Tages-, Zweiwochen- und Monats-Varianten.

Hygiene und die richtige Pflege sind das A und O, um nicht leichtfertig eine Infektion zu riskieren. Die wichtigste Regel lautet: vor dem Einsetzen Hände gründlich waschen.


Das könnte Sie interessieren: