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Gesünder leben?

Wie sich trockene Haut im Winter vermeiden lässt

Im Winter wird unsere Haut übermässig strapaziert. Wir zeigen, was dem grössten Sinnesorgan der Menschen in dieser kalten Jahreszeit alles guttut.

Mit bis zu zwei Quadratmetern Fläche ist die Haut das grösste Sinnesorgan des Menschen. Damit sie gesund bleibt und ihre Schutzfunktion wahrnehmen kann, bedarf dieses Organ guter Pflege. Speziell viel aushalten muss es im Winter angesichts grosser Temperaturschwankungen zwischen klirrender Kälte draussen und aufgeheizten Räumen in den Wohnungen bei einer oft geringen Luftfeuchtigkeit.

Fettproduktion lässt nach

Wenn die Temperaturen unter acht Grad fallen, produzieren die Talgdrüsen zudem nicht mehr genügend Fett. Auch schwitzen wir weniger. Das leicht saure Wasser-Fett-Gemisch auf der Hautoberfläche gerät aus der Balance, und die Haut wird angreifbarer. Trockene Hautstellen, Juckreiz und Spannungsgefühle nehmen zu.

Der Hautpflege im Winter kommt deshalb eine noch grössere Bedeutung zu als an wärmeren Tagen. Das gilt speziell für Menschen, die schon unter normalen Umständen eine trockene Haut aufweisen. Um die Haut möglichst optimal zu versorgen, darf in der kalten Jahreszeit durchaus auf fetthaltigere Produkte zurückgegriffen werden, beispielsweise auch tagsüber auf eine Nachtcrème. (lesen Sie unten weiter...)

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Tipps für eine gesunde Haut im Winter
  • Crèmen Sie Ihren Körper am besten abends ein, weil die Aufnahmefähigkeit der Haut dann am grössten ist.
  • Duschen Sie weder zu lang noch zu heiss (nicht mehr als 35 Grad).
  • Nehmen Sie höchstens zweimal wöchentlich ein heisses Bad. Ölbäder sind besser für die trockene Haut als Schaumbäder.
  • Trockener Haut kann auch von innen abgeholfen werden. Trinken Sie möglichst viel – am besten Wasser. Fachleute empfehlen 1,5 bis 2 Liter täglich.
  • Die extreme Kälte verursacht unter Umständen Risse in der Haut, was mit einer gewissen Infektionsgefahr verbunden ist. Benützen Sie deshalb auch für Ihre Hände eine gute Crème.

Wohltuende Infrarotwärme

Ganz besonders strapaziert wird die Haut in diesen Monaten in den Bergen. Das liegt einerseits an der UV-Strahlung und andererseits am eisigen Fahrtwind, der einem beim Skifahren oder Snowboarden entgegenweht. Auf dem Markt sind Sonnenschutzcrèmes erhältlich, welche die Haut vor beidem schützen. Nach einem kalten Tag in den Bergen kann übrigens auch Infrarotwärme etwas Wohltuendes sein, weil die Infrarotstrahlen die Durchblutung ankurbeln.

Spezialfall Neurodermitis

Zu einer besonderen Herausforderung wird der Winter ganz generell für Menschen, die unter Neurodermitis leiden. Spezielle Pflegecrèmes, zum Beispiel mit Panthenol, können Abhilfe leisten, damit das ständige Spannen und Jucken nachlässt. Als Mittel gegen die Problemhaut im Winter werden auch Wasser-in-Öl-Emulsionen für das Gesicht angepriesen, weil Öle die Hautfeuchtigkeit verbessern. Von Peelings und Gesichtswasser mit Alkohol im Winter wird dagegen abgeraten. Eine bessere Alternative seien pflegende Feuchtigkeitsmasken.

Kein Fett bei Akne

In einer anderen Situation als Menschen mit ausgetrockneter Haut befinden sich Jugendliche mit Akne. Sie sollten auf fetthaltige Produkte verzichten, tun ihrer Haut damit sogar einen Dienst. Stattdessen wird von Akne Betroffenen geraten, sich in den Kältemonaten häufiger mit einer milden Feuchtigkeitscrème einzureiben. Die Inhaltsstoffe Kamille, Hamamelis oder Aloe vera sind laut Fachleuten besonders empfehlenswert, weil diese Stoffe nicht nur beruhigen, sondern teilweise auch noch eine entzündungshemmende Wirkung entfalten.

Und last, but not least: Dicke Rollkragenpullis sind im Winter an der Tagesordnung. Die Haut freut sich darüber aber nicht besonders. Es empfiehlt sich daher, auch der Halsgegend gebührend Aufmerksamkeit zu schenken und sie regelmässig einzucrèmen.

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von Markus Sutter,

publiziert am 31.01.2018


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