Internet Explorer wird nicht mehr unterstützt

Für ein optimales Website-Erlebnis bitten wir Sie einen aktuellen Webbrowser zu nutzen.

So hilft Urea bei trockener Haut

Harnstoff in der Fusscreme oder Körperlotion? Der Wirkstoff ist bekannt unter dem Namen Urea und hat einen festen Platz in der Körperpflege, insbesondere zur Behandlung von trockener Haut.

Was ist Urea?

Urea ist ein natürlicher Bestandteil der Haut. «Der Stoff kommt, wie es der lateinische Name vermuten lässt, im Urin vor», erklärt Barbara Hugelshofer, Apothekerin und Geschäftsführerin der Medbase-Apotheke Winterthur Altstadt. Harnstoff wird im Stoffwechsel bei Menschen zum einen über die Nieren ausgeschieden, ist aber auch auf der Haut zu finden. Er gelangt mit dem Schweiss auf die Haut und trägt auf natürliche Weise dazu bei, die Haut feucht zu halten. Früher war der Harnstoff in der Kosmetikindustrie auch als Carbamid bekannt.

Was bewirkt der Harnstoff?

Urea lässt die oberste Hautschicht leicht aufquellen, sodass sie Feuchtigkeit besser speichern kann. «Ist die Haut trocken, ist sie dünner und kann leicht schuppen. Urea lässt sie natürlicher und schöner wirken.» Harnstoff macht auch Hornhaut weicher.

Wie kann Urea Feuchtigkeit speichern?

Aufgrund seines Aufbaus zieht der Harnstoff Feuchtigkeit aus der Luft an und hält sie fest, so dass die Haut befeuchtet wird. Wenn Harnstoff auf der Haut fehlt, führt dies zu einer starken Austrocknung.

Welche Produkte enthalten Urea?

Vor allem Handcreme, Fusscreme und Bodylotions, im kosmetischen wie auch im medizinischen Bereich. Je trockener die Haut ist, desto höher sollte der prozentuale Urea-Anteil in Pflegeprodukten sein. Eine Fusscreme enthält in der Regel 10 Prozent Urea, Körperlotionen zwischen 10 und 20 Prozent.

(Fortsetzung weiter unten…)

Mehr zum Thema Hautpflege

Zum Dossier

Bei welchen Krankheiten wird Urea verwendet?

Im medizinischen Bereich setzt man Urea-haltige Produkte zur Behandlung und vor allem zur Vorbeugung von Hautkrankheiten ein, die mit starker Trockenheit und Verhornungsstörungen einhergehen. Dazu gehören Ekzeme, Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis. «Der Harnstoff hilft, die dicke Hornschicht aufzuweichen und lindert das Spannungsgefühl und den Juckreiz.» Urea-haltige Cremen können hier jedoch nur die Symptome lindern und akute Krankheitsschübe herauszögern, die Ursache können sie nicht beseitigen.

Wann kommt Urea sonst noch zum Einsatz?

In konzentrierter Form bei Nagelpilz. «Hochdosiert kann Urea den Nagel auflösen, so dass er wieder sauber nachwachsen kann», erklärt Hugelshofer. Auch Warzen und Hühneraugen können so behandelt werden.

Wie wird Urea gewonnen?

Heute wird der Harnstoff synthetisch hergestellt. Früher wurde er aus Pferdeurin gewonnen.

Kann Urea schädlich sein oder Allergien auslösen?

Alle Cremen mit Urea sind frei verkäuflich. Die Produkte dürfen täglich angewendet werden, sie sind gut verträglich auch für Menschen mit empfindlicher Haut, da sie die Haut nicht reizen. Nebenwirkungen sind keine bekannt und auch allergische Reaktionen sind sehr selten. Einzig bei kleinen Hautrissen gilt es vorsichtig zu sein. «Vor allem bei Kleinkindern, die unter Neurodermitis und extrem trockener Haut leiden, sollte man darauf achten, dass die Creme nur auf intakter Haut angewendet wird. Bei kleinen Rissen kann der Harnstoff brennen.»

Folgende Pflegeprodukte enthalten Urea:

von Susanne Schmid Lopardo,

veröffentlicht am 07.09.2021


Das könnte Sie interessieren:

Migros Weihnachtspost: Bereiten Sie einer alleinstehenden Person eine Freude

Jetzt mitmachen
Desktop_2880x1260.jpg