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Gesünder leben?

Was gegen nervige Mückenstiche hilft – und was nicht

Mückenstiche und Mücken sind lästig – und nervenaufreibend, vor allem wenn sie uns nachts besuchen und uns den Schlaf rauben. Doch es gibt durchaus Abwehrstrategien.

Das hilft vorbeugend gegen Mückenstiche:
  • Spezielle Netze und Gitter am Fensterrahmen halten Mücken fern
  • Benützen Sie Pflanzen zur Mückenabwehr. Gut eignen sich Katzenminze, die Duftpelargonie, auch Tomaten oder die ätherischen Öle eines Walnussbaums
  • Leeren Sie regelmässig die Untersetzer von Blumentöpfen. Das dort angesammelte nähstoffreiche Wasser ist eine ideale Brutstätte für Mücken
  • Mücken mögen keine kühlen Räume
  • Möglichst helle Kleidung aus luftigem Stoff anziehen
  • Achten Sie bei Anti-Mücken-Sprays auf die Inhaltsstoffe Icaridin und DEET, aber auch auf allfällige Nebenwirkungen.

Eine typische Szene im Schlafzimmer: Kaum legen wir uns hin, geht das Gesumme einer Mücke los. Also Licht wieder an, Fliegenklatsche holen und auf Jagd gehen. Bei einem Misserfolg sehen, respektive spüren wir die Auswirkungen spätestens am kommenden Morgen. Das üble Jucken und die angeschwollene Stelle verraten sofort, wo uns die Mücke angezapft hat. Übrigens: Nur Weibchen stechen. Sie benötigen Blut, um sich fortzupflanzen.

Warum wir nichts mitbekommen

Für die Schwellung verantwortlich ist der Speichel der Mücke. Der Speichel, der unter die Haut gelangt, hat eine schmerzstillende Wirkung. Das ist der Grund, weshalb wir von der eigentlichen «Tat», dem Stich, gar nichts mitbekommen.

In der Regel harmlos

In aller Regel sind Mückenstiche harmlos. Wer auf den Stich nicht allergisch reagiert, ist das Problem nach kurzer Zeit wieder los. Doch während diesen paar Tagen kann der winzige Stich echt nerven. Kratzen verschafft zwar Linderung, der Juckreiz hört kurzfristig auf. Zurück bleibt aber häufig eine offene Wunde, die sich je nachdem auch entzünden oder gar hässliche Narben zurücklassen kann. Bei allergischen Menschen nimmt ein Mückenstich auch einmal ein handtellergrosses Format an.

Mückenweibchen hören schlecht

Fachleuten zufolge können technische Mittel wie Ultraschallgeräte oder Smartphones, die hohe Pfeiftöne senden, keine Mücken vertreiben, weil die Mückenweibchen schlecht hören. Auch UV-Lampen haben laut der Stiftung Warentest keine Wirkung auf Mücken, ebenso wenig Hausmittel wie Knoblauch oder das Einreiben der Haut mit einer Zitronenscheibe. Wirklich abschreckend wirkten nur einige Insekten- oder Antimückensprays.

Besonders erfolgsversprechend seien Schutzmittel mit den Wirkstoffen DEET oder Icaridin. Empfohlen wird ein vorgängiges Austesten, ob man selber mit dem Mittel klarkommt oder mit gereizter Haut reagiert. (Lesen Sie unten weiter...)

Gestochen – was nun? Ein paar Tipps:
  • Manchen Stichopfern hilft eine Kältebehandlung. Eiswürfel in ein Tuch wickeln. Nie Eis direkt auf die Haut legen!
  • Auch eine Hitzebehandlung ist vielversprechend. Versuchen Sie z.B. einen heissen Löffel während einer gewissen Zeit auf die Stichstelle zu legen.
  • Eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf dem Stich kann helfen
  • Auch wenn es juckt – kratzen Sie Mückenstiche nicht auf, weil dadurch leicht Krankheitserreger eindringen können.
  • Mittlerweile gibt es in Apotheken eine Vielzahl an Salben, die bei Insektenstichen angeboten werden.
  • Spezielle Vorsicht ist bei allergischen Reaktionen geboten. Bei Atemproblemen, Kreislaufversagen sowie sehr starker Schwellung sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.

Moskitonetz und Insektengitter als Alternative

Wer auf keinen Fall nachts um den Schlaf gebracht werden will, kann sich auch ein Moskitonetz oder ein Insektengitter zulegen. Gegenüber chemischen Mitteln hat das den Vorteil, dass keine Gifte die Raumluft belasten.

Schweissgeruch möglichst vermeiden

Weil Mücken besonders in den Abendstunden stechen, sollte man in dieser Zeit intensiven Schweissgeruch zu vermeiden versuchen. Angelockt werden Mücken durch unsere Körperwärme, durch Körpergerüche wie Schweiss und das Kohlendioxid beim Ausatmen.

Kälte oder Wärme als heilende Massnahme

Wenn alle Vorkehrungen trotzdem scheitern und uns eine Mücke erwischt hat, helfen als heilende Massnahme sowohl Kälte wie Wärme. Legen Sie einen nassen, kalten Lappen auf den Mückenstich. Oder aber stellen Sie eine Tasse mit heissem Wasser bereit, in die ein Metalllöffel getaucht wird. Den heissen Löffel nach Möglichkeit auf die Stichstelle legen. Der Grund: Ein Mücke spritzt proteinhaltiges Gift unter die Haut. Wärme hilft dagegen, da man Eiweiss ab circa 40 Grad zerstören kann.

Rund ums Auge ist besondere Vorsicht geboten

Speziell vorsichtig angehen sollte man einen Mückenstich rund um das Auge. Dort ist die Haut sehr dünn. Bei einem Stich auf dem Augenlid besteht die Gefahr, dass schnell das gesamte Auge zuschwillt. Auf keinen Fall darf gekratzt werden. Vielmehr sollte man die betroffene Stelle mit einem kalten Tuch kühlen, bis die Schwellung nachlässt.

Publiziert am 01.09.2017,

von Markus Sutter


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