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Gesünder leben?

«SMS» hilft gegen Zähneknirschen

Selbstbeobachtung, Muskelentspannung und eine Beissschiene helfen gegen das Zähneknirschen. Die Abkürzung dafür lautet SMS. Ein Experte erklärt, wie es geht.

«Die typische Bruxismustherapie kann man unter dem Kürzel SMS zusammenfassen», sagt Jens Christoph Türp, Spezialist für Funktionsdiagnostik an den Universitätszahnkliniken in Basel. SMS bedeutet: Selbstbeobachtung, Muskelentspannung und eine Schiene gegen das Knirschen.

Farbige Kleber

Selbstbeobachtung könne dabei mit Hilfe kleiner farbiger Kleber erfolgen, die man an Stellen anbringt, auf die man während des Tagesablaufs ab und zu eher zufällig schaut. Also beispielsweise auf ein Telefon, einen Schrank, eine Spiegel oder eine Kiste «Beim zufälligen Blick auf eine solche Farbmarkierung soll man sich dann die Frage stellen: Haben meine Zähne jetzt im Moment Kontakt?» Wenn dies der Fall ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es nicht bei blossen Zahnkontakten bleibt, sondern dass zugleich auch gepresst oder gar geknirscht wird.

Muskeln entspannen mit Yoga und Co.

Für die Muskelentspannung gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entspannungsübungen, Biofeedback oder Yoga. Dabei komme es auf die regelmässige, tägliche Ausübung an. «Mit regelmässig durchgeführten Entspannungsübungen kann es gelingen, die Häufigkeit und Stärke des Knirschens und Pressens zu verringern.»

Angewohnheiten ändern

Zähneknirschen wird hauptsächlich durch Stress ausgelöst. Deshalb gilt es darauf zu achten, dass Verhaltensweisen, die Stress fördern können, geändert werden. Weniger Alkohol, Rauchen und Koffein können helfen, Stress abzubauen.

von Andreas Grote


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