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So haben Sie die Verdauung im Griff

Der Darm ist ein Schwerstarbeiter.  Er verwertet, was wir ihm zuführen. Mit seiner Arbeit steht und fällt unser gesamtes Wohlbefinden. Er beeinflusst unsere Neigung zu Allergien oder Unverträglichkeiten, unser Aussehen, das Körpergewicht, ja selbst unsere Gemütslage.  In diesem iMpuls-Dossier erfahren Sie, wie wir ihn hegen und pflegen, was wir bei Blähungen, Verstopfung oder Aufstossen machen können.

Wenn die Verdauung Probleme bereitet

Passende Produkte

Die Verdauung beginnt beim Essen

Fragen an die Experten

Verdauung
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Stefan M., Lauterbrunnen
Nach dem Genuss von zuckerfreien, zahnschonenden Süssigkeiten leide ich oft an Blähungen und Durchfall. Warum?
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Andrea Fringeli, Ernährungsberaterin

Die Beschwerden sind auf die Zuckeraustauschstoffe zurückzuführen, die in diesen Produkten enthalten sind. Zu den Zuckeraustauschstoffen zählen Xylit, Sorbit, Mannit, Maltit, Isomalt, Lactit und hydrierte Stärkehydrolysate. Aufgrund ihrer speziellen Eigenschaften werden diese Stoffe gerne für zahnschonende Süssigkeiten verwendet. Von unserem Körper werden sie nur langsam verdaut und aufgenommen; ein Teil gelangt unverdaut in den Dickdarm. Dort werden sie einerseits von den Mikroorganismen unter Gasbildung abgebaut; anderseits binden sie Wasser und weichen dadurch den Stuhl auf. Diese Vorgänge machen sich in Form von Blähungen und/oder Durchfall bemerkbar.
Kinder und Personen, welche nur selten mit Zuckeraustauschstoffen gesüsste Produkte geniessen, reagieren besonders empfindlich. Nach einer Gewöhnungsdauer verschwinden die Beschwerden aber meist wieder. Dennoch gilt zu beachten, dass auch zahnschonende Süssigkeiten mit Mass genossen werden müssen.
Aus den erwähnten Gründen muss gemäss Lebensmittelverordnung auf Lebensmitteln, welche pro Kilogramm oder pro Liter mehr als 100g Zuckeraustauschstoffe enthalten, der Hinweis «kann bei übermässigem Verzehr abführend wirken» aufgedruckt werden.

Wasser
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Beatrice M., Muttenz
Ich trinke täglich 1 Liter Wasser. Reicht das?
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Dr. med. André Dietschi, Leiter Gesundheitszentrum santémed

Das könnte zu wenig sein. Es wird empfohlen, dass man täglich nebst der Nahrungsaufnahme 1.5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nimmt. Wie viel man trinken sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Aussentemperatur oder von körperlichen Aktivitäten. Durch Schwitzen verliert der Körper sehr schnell viel Flüssigkeit. Sichere Zeichen, dass Sie zu wenig getrunken haben, sind ein erhöhtes Durstgefühl, dunkler Urin und wenig Urinabgang. Austrockungszeichen zeigen sich auch an der Hautfalte am Handrücken.

Stress abbauen
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Milena M., Pratteln
Beeinflusst mein Essverhalten Stress?
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Simone Piller, Psychologin und Projektleiterin

Ja, das tut es. Man kann aber auch anders. Für einen Anti-Stress-Lunch beachten Sie folgendes:

  • Essen Sie nicht im Stehen oder Gehen oder wenn Sie etwas anderes tun.
  • Versuchen Sie auch während eines hektischen Arbeitstages das Essen nicht zu vergessen. Auch wenn Ihnen der Stress buchstäblich die Kehle zuschnürt, versuchen Sie wenigstens eine Kleinigkeit zu essen.
  • Trinken Sie viel. Flüssigkeit ist ein echter Stresskiller.
  • Ein Aufenthalt an der frischen Luft erhöht den Erholungswert der Mittagspause.
  • Sozialen Austausch über Mittag zu pflegen hilft abzuschalten und zu regenerieren.
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