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Gesünder leben?

Ferien – welche Impfungen Sie haben sollten

Wir alle geniessen es, fernab von zu Hause ein paar schöne Tage zu verbringen. Mit Impfungen kann man sich gut gegen böse Überraschungen wappnen. Welche Impfungen Sie haben sollten.

Vor Auslandsreisen ist eine Überprüfung Ihres Impfbüchleins beim Hausarzt oder Impfarzt empfehlenswert. So stellen Sie sicher, dass die Impfungen noch gültig sind. Hier die wichtigsten Reiseimpfungen:

Starrkrampf (Tetanus) und Diphterie

Wir werden bereits im Kindesalter gegen diese beiden bakteriellen Infektionen geimpft. Diese Impfungen sollten im Erwachsenenalter alle 20 Jahre aufgefrischt werden, ab 65 alle 10 Jahre.

Hepatitis A

Die Krankheit, die über ein Virus übertragen wird, ist in Südeuropa und in Entwicklungsländern weit verbreitet. Das Virus wird durch verschmutztes Wasser und verunreinigte Lebensmittel übertragen. Die Schutzwirkung der Impfung setzt nach rund zwei Wochen ein und hält drei Monate an. Ergänzt man die erste Impfung durch eine weitere Impfung nach sechs Monaten, dauert der Impfschutz sogar mindestens zehn Jahre an.

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Hepatitis B

Reise-Tipps
  • Achten Sie bei langen Autofahrten auf ausreichend Flüssigkeit und – man kann es nicht oft genug sagen – machen Sie regelmässig Pausen!
  • Schützen Sie Ihre Reiseapotheke, so gut es geht, vor Hitze, lassen Sie sie vor allem nicht ungeschützt im Auto liegen.
  • Bewahren Sie die Medikamente in ihrer Originalverpackung zusammen mit der Packungsbeilage auf: So können Sie im Ausland Angaben zum Wirkstoff machen, wenn Sie das Produkt neu kaufen müssen oder sonstige Erklärungen notwendig sind.
  • Wenn Sie sich einer speziellen medikamentösen Therapie unterziehen, nehmen Sie das Arztrezept mit, damit man Sie bei Bedarf im Ausland beraten kann.

Die Viruserkrankung ist ebenfalls in Entwicklungsländern weit verbreitet, gefürchtet ist insbesondere ihre chronische Verlaufsform mit dem Risiko einer Leberzirrhose oder sogar Lebertumoren. Nach drei Impfungen innerhalb von sechs Monaten sind Sie aber lebenslang geschützt.

Masern

In Asien und Afrika sind Masern noch immer weit verbreitet, aber auch bei uns in Europa gibt es vermehrt lokale Ausbrüche. Die Viruskrankheit ist alles andere als harmlos. Impfen lassen sollten sich Personen, die nach 1963 geboren sind und keine Masernerkrankung durchgemacht haben. Zwei MMR-Impfungen im Abstand von einem Monat schützen lebenslang vor Masern, Mumps und Röteln.

Tollwut

Die Krankheit ist auf der ganzen Welt verbreitet. Übertragen wird sie von infizierten Säugetieren, zum Beispiel durch einen Hundebiss. Tollwut ist tödlich, wenn jemand nicht geimpft ist oder nicht kurz nach dem Biss eine Impfserie bekommt.

Gelbfieber

Diese Impfung wird allen Reisenden empfohlen, die tropische Gebiete Südamerikas sowie afrikanische Länder südlich der Sahara bereisen. In vielen Ländern ist die Impfung obligatorisch und bei der Einreise muss ein Stempel vorgewiesen werden. Sie kann nur von speziell ausgewiesenen Gelbfieberimpfstellen verabreicht werden und gilt neuerdings lebenslang. (Lesen Sie unten weiter...)

Weitere Informationen für Ihre Reiseplanung

Typhus

In manchen Regionen in Südostasien, Südamerika und Afrika ist Typhus – eine schwere, bakterielle Durchfallerkrankung – verbreitet. Eine Schluckimpfung mit Einnahme von drei Kapseln über fünf Tage bietet allerdings keinen hundertprozentigen Schutz. Wichtig ist darum, bei frischem Obst, Wasser und Eiswürfeln äusserst vorsichtig zu sein.

Wichtig: 
Wenn Sie ausserhalb Europas reisen, sollten Sie drei Monate vor Reisebeginn einen Arzt aufsuchen, um sicherzustellen, dass benötigte Impfungen und Check-ups durchgeführt werden können.

Die im Internet publizierten Empfehlungen mögen teilweise übertrieben erscheinen, aber gewisse Destinationen erfordern besondere Vorkehrungen. Für gewisse Länder in Afrika und Asien ist beispielsweise eine Nachimpfung gegen Kinderlähmung nötig.

Planen Sie von vornherein genug Zeit ein, denn bestimmte Impfungen müssen wiederholt werden.

Ihr Arzt kann Ihnen auch bei der Vervollständigung Ihrer Reiseapotheke unter Berücksichtigung der Orte, die sie besuchen werden, helfen.

Vorsicht in Zika- und Chikungunya-Gebieten

Es gilt auch zu bedenken, dass in warmen Regionen, bedingt durch den Klimawandel und die vermehrte Mobilität, Krankheiten entstehen und sich ausbreiten, gegen die wir noch keine Medikamente oder Impfstoffe entwickelt haben. Beispiele hierfür sind der Zika- und der Chikungunya-Virus.

von Thomas Etmer,

publiziert am 27.06.2018


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