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Gesünder leben?

Sonnenschutz zum Anziehen

Kleider schützen relativ gut vor UV-Strahlen – aber es gibt Unterschiede. Geeignet sind etwa Polyester oder Seide. Worauf Sie achten sollten.

Fachleute sind sich einig: Kleider zum Schutz vor UV-Strahlung sind meist wirksamer als jedes Sonnenschutzmittel. Doch nicht alle Textilien eignen sich gleich gut zur Abschirmung. Ideal sind vor allem Stoffe aus Polyester, Nylon oder Seide. Sie haben eine engere Webstruktur als zum Beispiel Baumwolle, Viskose oder Leinen.

UV-Standard 801 gilt als der beste

Wie aber erkennen Konsumenten, ob sie die passende Kleidung zum Schutz vor der Sonne im Laden gefunden haben? An den UVP-Etiketten, welche in der Regel an solcher Kleidung hängt. Während bei Sonnencrèmes der – weltweit einheitlich geregelte – Lichtschutzfaktor über den UV-Schutz-Auskunft gibt, existieren bei Textilien mehrere Prüfsiegel. Der UV-Standard 801 gilt derzeit als der strengste und beste Massstab. Denn im Gegensatz zu den anderen werden hier Kleidungsstücke unter realistischen Bedingungen auf ihren UV-Schutz untersucht, also auch bei Nässe, Reibung oder Dehnung. Ein nasses T-Shirt beispielsweise lässt doppelt bis viermal soviel UV-Strahlung durch wie ein trockenes.

Verlängerung der Eigenschutzzeit mit Textilien

Der angegebene UVP oder UPF-Wert gibt an, um wie viel Mal die Eigenschutzzeit der Haut verlängert wird. Ein Wert von 50+ besagt, dass ein Stoff weniger als ein Fünfzigstel der UV-Strahlung durchlässt. Wer ohne Schutz zehn Minuten ohne Sonnenbrand durchhält, könnte mit einem Hemd mit Schutzfaktor 50+ also über acht Stunden (50 mal 10 Minuten) schadenlos unter der Sonne verbringen (gilt natürlich nur für die Haut unter dem Hemd). Und Achtung: Mit der Zeit wäscht sich der Schutz aus.

Ein Blick in die Wüste

Eine wichtige Rolle spielt auch die Farbe der Textilien, wobei sich hier die Geister teilweise scheiden. Sind nun helle Sommerkleider bei grosser Hitze idealer? Bilder von Stränden mit vielen weiss gekleideten Touristen könnten diesen Eindruck bestätigen. Bloss: Warum kleiden sich beispielsweise die Beduinen ganz anders, tragen sogar unangenehm dicke, lange und schwarze Gewänder? Dafür gibt es einleuchtende Gründe: Wer in der Wüste lebt, muss sich erstens vor den schädlichen UV-Strahlen besonders gut schützen. Zweitens darf sich der Körper nicht zu sehr erwärmen. Um ihren Körper zu kühlen, verwenden Beduinen sehr weite Gewänder. Die Luft wirkt wie ein Puffer und kühlt den Körper. Dicke Kleider haben zudem den Vorteil, dass sie in den kalten Nächten in der Wüste wärmen...

Welche Farbe schützt am besten?

Zum Schutz vor UV-Strahlen spielt die Farbe der Textilie keine nennenswerte Rolle, sofern die Kleidung dick genug ist. Wenn der Stoff allerdings dünn ist – bei Touristen im warmen Süden normalerweise der Fall – wird die Farbe zu einem relevanten Faktor. Denn ein helles Kleid lässt mehr UV-Strahlen hindurch. Dunkle Kleidung nimmt die Strahlung zwar auf, reflektiert aber den infraroten Anteil. Der Körper ist dadurch besser gegen die Einwirkung von Hitze geschützt. Am besten schützt allerdings nicht schwarz, sondern die Farbe Indigo, das dunkle Blau der Wüstenbewohner, der Tuaregs.

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