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Gesünder leben?

Sonnenschutz – das müssen Sie wissen

Die Sonne spendet Licht und Wärme. Zuviel Sonne tut uns aber nicht gut. Denn: Die ultravioletten Strahlen können die Haut schädigen. Unsere Expertin erklärt, warum und wie Sie sich schützen sollten.

Welche Sonnenstrahlen sind besonders schädlich für unsere Haut?

Hauptauslöser für Hautkrebs sind die UVB-Strahlen. Sie führen zu Sonnenbrand und können das Erbgut der Hautzellen schädigen. UVA-Strahlen sind für die Hautalterung verantwortlich, können jedoch auch die Entstehung von Hautkrebs fördern. Deshalb ist von Solariumbesuchen abzuraten.

Wie gefährlich ist Hautkrebs?

Man unterscheidet zwischen schwarzem und weissem Hautkrebs. Beim schwarzen Hautkrebs entstehen aus Pigmentzellen (zum Beispiel aus Muttermalen) bösartige Tumoren, welche Ableger in anderen Organen ausbilden können. Entdeckt man den schwarzen Hautkrebs zu spät, kann dies zum Tod führen. Das Überleben hängt deshalb von der frühen Erkennung ab. Helle Hautkrebsarten sind viel häufiger, aber in der Regel weniger gefährlich.

Haben wir ein Sonnenkonto?

Jeder Sonnenbrand ist einer zuviel und jede Bräunung ist ein Zeichen dafür, dass die Haut sich schützen will. Es gibt keine gesunde Bräune. Weisser Hautkrebs entwickelt sich, wenn die Haut über Jahrzehnte unkontrolliert der Sonne ausgesetzt wurde. (Lesen Sie unten weiter...)

Schützen Sie sich vor zu starker Sonne

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So geht guter Sonnenschutz
  • Halten Sie sich zwischen 11 bis 15 im Schatten auf.
  • Schützen Sie sich mit Hut, Sonnenbrille und geeigneten Kleidern: langbeinig, langärmlig, dunkle Farben und dicht gewoben.
  • Beim Sport und für Kleinkinder: Verwenden Sie UV-Schutztextilien.
  • Tragen Sie auf die ungeschützten Hautpartien ein Sonnenschutzmittel auf, das mit einem hohen Lichtschutzfaktor gegen UVB-Strahlen schützt und gegen UVA-Strahlen wirksam ist. Denken Sie an Lippen, Nase, Ohren, Nacken, Fuss- und Handrücken.
  • Tragen Sie die Sonnencreme 30 Minuten vorher auf.
  • Verwenden Sie genug Sonnencreme und wiederholen Sie die Anwendung.
  • Gehen Sie nicht ins Solarium, um sich zu bräunen, auch nicht für eine Vorbräunung.
  • Selbstbräuner bewirken keinen und Tagescremen häufig einen ungenügenden Schutz vor Sonnenbrand. Deshalb ist bei längerem Aufenthalt im Freien immer zusätzlich ein Sonnenschutzmittel zu verwenden.

Weitere Informationen: www.krebsliga.ch/hautkrebs

 

Warum sollten wir zwischen 11 und 15 Uhr die Sonne meiden?

In dieser Zeit und saisonal von Mai bis Anfang September ist die UV-Strahlung am stärksten. Ein besonders guter Schutz ist wichtig in den Bergen, im Schnee, in und am Wasser und während der Arbeit im Garten. 

Was bedeutet Lichtschutzfaktor (LSF)?

Der LSF oder SPF (Sun Protection Factor) gibt einen Anhaltspunkt, wie lange man sich in der Sonne aufhalten kann, bis es zu einem Sonnenbrand kommt. Allerdings ist das ein theoretischer Wert, da die Eigenschutzzeit je nach Hauttyp unterschiedlich ist. Bei einer hellen Haut ist sie kürzer, bei einer dunklen länger. Dazu kommen mechanische Faktoren, wie Wasser, Schwitzen oder Abreibung, welche die Wirkungsdauer beeinflussen.

Unser Körper braucht Sonnenlicht, damit er über die Haut Vitamin D produzieren kann. Verhindert Sonnencreme diese Produktion?

Da sind sich die Fachleute noch nicht einig. Um die Produktion von Vitamin D in der Haut anzuregen, braucht es nur wenig Sonnenlicht. Vom Spätfrühling bis im Frühherbst reicht es bei uns, wenn die Unterarme und das Gesicht über Mittag rund 10 Minuten Sonnenlicht aufnehmen können. Im Herbst und im Winter ist die Strahlung zu gering. Weil es zudem kaum möglich ist, genügend Vitamin D über die Nahrung aufzunehmen, ist es sinnvoll, mit dem Hausarzt über die Einnahme von Vitamin D Präparaten zu sprechen.

von Susanne Schmid Lopardo,

publiziert am 07.06.2019


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