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Gesünder leben?

Was tun bei einem Sonnenbrand?

Abwarten ist eine falsche Reaktion: Bei ersten Symptomen eines Sonnenbrands sollte möglichst schnell reagiert werden.

Tipps zur Behandlung eines Sonnenbrands
  • Umgehend einen Schattenplatz aufsuchen
  • Den geröteten Bereich auch im Schatten zusätzlich schützen (Textilien, Hut)
  • Kalte Umschläge machen (wasserdurchtränktes Tuch, keine Eiswürfel)
  • Viel Wasser trinken
  • Haut mit Nährstoffen versorgen (After sun, Feuchtigkeitscreme)
  • Zur Schmerzlinderung wird Aspirin empfohlen. Die Acetylsalicylsäure hat den weiteren Vorteil, dass sie auch entzündungshemmend wirkt
  • Je nach Symptomen (Erbrechen, Schüttelfrost, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit) einen Arzt aufsuchen

Wärme, Licht und Sonne können sich positiv auf unsere Lebensqualität auswirken und auch unser seelisches Wohlbefinden steigern. Der schöne Teint, der zudem bei einem Sonnenbad winkt, verleitet uns allerdings oft zu unvernünftigem, respektive unvorsichtigem Verhalten.

«Es ist wichtig zu wissen, dass es die gesunde Bräune gar nicht gibt», macht Prof. Dr. med. Peter Itin, Chefarzt Dermatologie am Universitätsspital Basel, zudem klar. Die Braunfärbung der Haut nach einer Sonnenbestrahlung sei letztlich immer Ausdruck einer Hautschädigung.

Untrügliche Anzeichen

Wenn sich nach einem Sonnenbad eine stark gerötete Haut zeigt, ist das bereits ein untrügliches und typisches Anzeichen eines Sonnenbrands. Oft schmerzt die Haut zudem bei jeder Bewegung. Die Haut kann auch leicht geschwollen sein und Juckreiz verursachen.

Bei starken Beschwerden oder einer schweren Verbrennung mit Blasen, die innerhalb weniger Tage nicht verheilt, ist ein Arztbesuch ratsam. Auf keinen Fall dürfen die Blasen aufgestochen werden. Auch bei Symptomen wie Übelkeit oder Erbrechen, bei Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Schüttelfrost, sollte besser ein Arzt konsultiert werden.

Wichtig: Schnell reagieren

Doch bereits wenn sich die ersten Symptome eines Sonnenbrands bemerkbar oder fühlbar machen, ist eine schnelle Reaktion und nicht Abwarten angesagt. Prof. Dr. med. Peter Itin nennt zwei Strategien: «Anti-entzündliche Behandlung und Kühlung.» Im Klartext: Sinnvoll seien kurzzeitig feuchte Umschläge und Lokalsteroide als Lotion sowie eine kühlende Creme. «Ist die Verbrennung schmerzhaft, kann auch mit einem nichtsteroidalen Antirheumatikum behandelt werden.»

Viel Wasser trinken

Zur Behandlung eines Sonnenbrands werden auch immer wieder Hausmittelchen angepriesen, zum Beispiel Kompressen mit Quark oder Joghurt. Diese vermögen zwar Schmerzen zu dämpfen, haben aber im Gegensatz zu Hydrocortison-Salben keine entzündungshemmende Wirkung. Nicht auszuschliessen ist ebenso, dass durch die Bakterien in den Milchprodukten manchmal Infektionen ausgelöst werden. Per Saldo ist von diesen Produkten deshalb eher abzuraten. Eine entzündungshemmende Wirkung lässt sich dagegen besser mit Produkten zum Beispiel aus Kamille erzielen.

Vor allem aber gilt bei einem Sonnenbrand: Sofort raus aus der Sonne!


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