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Gesünder leben?

Was hilft gegen den Sonnenbrand?

Ist man zu lange an der Sonne, ist es oft schnell passiert: die Haut spannt, juckt und ist rot. Ein Sonnenbrand ist keine Bagatelle. Erfahren Sie mehr zu den Symptomen und Behandlungen des Sonnenbrands.

Ein Tag im Freien: frische Luft, viel Sonnenschein - Freizeitherz was willst du mehr. Doch am Abend folgt leider oft das böse Erwachen. Die Haut ist gerötet und geschwollen: ein Sonnenbrand hat uns erwischt. Aber was genau geschieht mit unserer Haut? Wie lange dauert ein Sonnenbrand und welches sind die besten Hausmittel gegen den ungebetenen Gast? iMpuls liefert die Antworten auf die brennendsten Fragen.

Was ist ein Sonnenbrand?

Per Definition ist ein Sonnenbrands - in der Fachsprache Dermatitis solaris genannt - eine akute Entzündung der Haut. Diese macht sich durch Rötungen oder gar Blasenbildungen bemerkbar. Der Sonnenbrand wird durch schädliche ultraviolette Strahlung verursacht. Er hinterlässt zwar nur selten für längere Zeit sichtbare Spuren, die Risiken eines Sonnenbrands sind aber gross. Denn der Sonnenbrand kann die DNA der Haut verändern. Nicht nur Hautalterung, sondern auch irreparable Schäden bis gar Hautkrebs können die Folge sein. 

Welches sind die Symptome eines Sonnenbrands?

Mit einem Sonnenbrand verbindet man oft eines: rote Haut. Sie ist das untrügliche Zeichen für einen Sonnenbrand. Wie stark sich die Haut rötet und welche weiteren Symptome dazukommen können, hängt vom Hauttyp und der Stärke des Sonnenbrandes ab. Prinzipiell unterscheiden Fachleute zwischen drei Graden von Sonnenbrand. 

Symptome Sonnenbrand 1. Grades (leichter Sonnenbrand)

Zu den Beschwerden und Anzeichen zählen:

  • gerötete Haut
  • Schwellungen
  • Schmerzen, Brennen, Jucken und/oder Spannen der Haut

Symptome Sonnenbrand 2. und 3. Grades (starker Sonnenbrand)

Zu den Beschwerden und Anzeichen zählen:

  • stark gerötete Haut
  • Schwellungen
  • Schmerzen, Brennen, Jucken und/oder Spannen der Haut
  • Bläschen oder Blasen (2. Grad)
  • Bereiche der Haut sind verbrannt und lösen sich ab (3. Grad)

Haben Sie zusätzlich Symptome wie Kopf- oder Nackenschmerzen, Übelkeit, Fieber und/oder Schüttelfrost? Dann haben Sie möglicherweise einen Sonnenstich oder einen Hitzschlag(Lesen Sie unten weiter ...)

Wie behandelt man einen Sonnenbrand?

Bei der Behandlung eines Sonnenbrands spielt die Zeit eine massgebende Rolle. Das Wichtigste ist, die Haut nicht noch weiter zu reizen oder gar der Sonne auszusetzen. Wie Sie einen leichten und einen starken Sonnenbrand am besten behandeln, erfahren Sie in untenstehender Auflistung.

Behandlung eines leichten Sonnenbrandes

  • Suchen Sie bei den ersten Anzeichen sofort einen Schattenplatz auf.
  • Schützen Sie den geröteten Bereich auch im Schatten (Textilien, Hut).
  • Wenden Sie kalte Umschläge (wasserdurchtränktes Tuch, keine Eiswürfel) an.
  • Versorgen Sie Ihre Haut mit Nährstoffen (After Sun, Feuchtigkeitscreme).
  • Trinken Sie viel Wasser.
  • Zur Schmerzlinderung wird Aspirin empfohlen. Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure hat den weiteren Vorteil auch entzündungshemmend zu wirken.
  • Suchen Sie je nach Symptomen (Erbrechen, Schüttelfrost, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit) einen Arzt auf.

Behandlung eines starken Sonnenbrandes

  • Verwenden Sie bei kleineren Blasen entzündungshemmende Brandsalben. Die Blasen dürfen nicht aufgestochen werden. 
  • Ein schwerer Sonnenbrand gehört immer in medizinische Hände. Kontaktieren Sie bei einem Sonnenbrand 2. Grades einen Arzt. Ein Sonnenbrand 3. Grades muss im Krankenhaus behandelt werden, weil eine hohe Infektionsgefahr besteht.

Wie lange dauert ein Sonnenbrand?

Wie lange die vollständige Ausheilung dauert, hängt von der schwere des Sonnenbrandes ab. Die ersten Beschwerden (Rötung, Schwellung) werden in den ersten 12 bis 24 Stunden meist noch stärker. Innert zwei bis drei Tage klingen sie dann normalerweise wieder ab. Bei einem leichten Sonnenbrand sind innert einer Woche keine sichtbaren Folgen mehr zu sehen. Aber Achtung: Die Haut vergisst nie. Durch die Strahlung kann sich die DNA der Haut verändern und irreparable Schäden verursachen. Vorbeugung ist deswegen immer besser als Heilung.

Die Ausheilung eines schweren Sonnenbrandes dauert länger. Ist der Sonnenbrand zweites Grades oft nach zwei Wochen abgeheilt, kann derjenige dritten Grades weitaus länger sicht- und spürbar sein und es können Narben zurückbleiben. (Lesen Sie unten weiter ...)

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Welche Hausmittel gibt es für die Behandlung eines Sonnenbrands?

Auch bei Sonnenbrand wird vielfach auf Hausmittel zurückgegriffen. Vorausgehend sei gesagt: Lassen Sie Vorsicht walten. Ein Sonnenbrand ist eine ernsthafte Verletzung der Haut. 

Zu den bekanntesten Hausmitteln zählen:

  • Quark oder Joghurt. Die Milchprodukte kühlen und vermögen den Schmerz zu dämpfen. Jedoch können sie manchmal Infektionen auslösen. 
  • Apfelessig und Zitrone. Der Säure wird nachgesagt, Juckreiz und Entzündung zu lindern. Allerdings reizen sie auch die bereits schon stark strapazierte Haut. 
  • Kamille. Auflagen aus Kamillentee gelten als entzündungshemmend und desinfizierend. Es ist jedoch ebenfalls umstritten, ob die Haut dadurch nicht noch zusätzlich gestresst wird.
  • Aloe Vera. Die Pflanze spendet Feuchtigkeit, kühlt und hilft bei der Regeneration. 
  • Gurke. Das Gemüse wirkt haut-regenerierend und -beruhigend. 

Sonnenbrand bei Babys und Kinder richtig behandeln

Sonnenbrände bei Babys und Kindern treten oft weit schneller auf als sie es bei Erwachsenen tun. Denn die junge Haut reagiert heftiger auf die Sonne und hat weniger Pigmente. Das Risiko, dass Sonnenlicht in die Zellen eindringt und sie schädigt ist somit grösser. Sonnenschutz und Vorbeugung ist deswegen umso wichtiger.  

Die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bei Kindern sind die gleichen wie bei Erwachsenen. Als wichtigster Grundsatz gilt auch hier: Bringen Sie Ihr Kind sofort aus der Sonne und schützen Sie die betroffenen Hautareale vor weiteren Sonnenstrahlen. 

von Markus Sutter,

veröffentlicht am 07.06.2017, überarbeitet am 28.07.2020


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