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Gesünder leben?

Sprays und Tropfen helfen meist

Wie die schlimmsten Symptome von Heuschnupfen gelindert werden können – und warum ein Leben auf dem Bauernhof für Kinder gut wäre: André Dietschi, Facharzt für Allgemein Innere Medizin, gibt Auskunft.

André Dietschi, wie kriegt man Heuschnupfen am besten in den Griff?

Allergenen kann man oftmals aus dem Weg gehen – etwa, indem man nicht bei offenem Fenster schläft, wenn etwas blüht, auf dessen Blütenstaub man allergisch ist. Eine Nasenspülung abends befreit die Schleimhäute von Pollen. Auch Nasensprays und Augentropfen helfen meist, die schlimmsten Symptome zu lindern. Gute Erfolge erzielt man mit Desensibilisierungskuren. Dabei werden kleine Dosen des Allergens injiziert, sodass sich der Körper an sie gewöhnen kann.

Ist unsere hygienische Lebensweise Schuld, dass es immer mehr Allergiker gibt?

Es zeigt sich, dass Kleinkinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen und auch von der Stallumgebung nicht ferngehalten werden, später weniger unter Allergien leiden als Stadtmenschen.

Kann man vorbeugen, indem man Babys gewisse Nahrung vorenthält?

Es heisst, dass Kinder weniger Allergien entwickeln, wenn sie während der ersten vier bis sechs Monate gestillt werden. Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen bestimmten Lebensmitteln und grösserer Allergiehäufigkeit lässt sich aber nicht beweisen.

André Dietschi ist Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Sportmedizin SGSM und Leiter des Santémed-Gesundheitszentrums Diepoldsau TG.

Publiziert am 20.10.2017


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