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Gesünder leben?

9 Hausmittel gegen Erkältungen

Wasser, Salz, Zwiebeln, Essig, Quark und ein bisschen Honig – mit wenigen Zutaten lassen sich im Nu hervorragende Hausmittel gegen Erkältungen herstellen.

Sie sind altbewährt und richtig gut: Grossmutters Hausmittel gegen Erkältung. Einige sind geeignet, um der Erkältung vorzubeugen, andere unterstützen auch die Behandlung. Sechs Zutaten reichen dafür.

Vorbeugen mit Hausmitteln

  • Trockene Luft bewirkt unter anderem, dass in den Atemwegen weniger Schleim gebildet wird. Das behindert den Selbstreinigungsmechanismus, der Krankheitserreger hinausbefördern soll. Deshalb die Luft feucht halten, zum Beispiel Wäsche in der Wohnung trocknen, ein Schälchen mit Wasser auf den Radiator stellen oder einen Luftbefeuchter anschalten.
  • Dreimal täglich jeweils 15 Sekunden lang mit Wasser gurgeln. Wer mag, kann auch Kamillen- oder Salbeitee (lauwarm oder Zimmertemperatur) nehmen. Durch das Gurgeln wird ein Teil der Erreger herausgespült. In einer japanischen Studie hatten Personen, die während der Erkältungssaison mit Wasser gurgelten, 40 Prozent weniger Infekte. Gurgeln mit Zusatz eines Desinfektionsmittels brachte dagegen keinen Vorteil.
  • Regelmässiges Händewaschen kann die Erkältungshäufigkeit halbieren. Wichtig ist vor allem, die Hände jeweils nach der Heimkehr von draussen und vor dem Essen zu waschen. Bei einem Erkältungsfall in der Familie lässt sich das Ansteckungsrisiko für die Angehörigen unter Umständen stark reduzieren, wenn diese rasch mit guter Händehygiene beginnen und Gesichtsmasken tragen. (Lesen Sie unten weiter...)

Gut zu wissen bei Erkältungen

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So behandeln Sie Erkältungen

  • Eine Halskompresse mit zwei Esslöffeln Magerquark lindert die Halsentzündung und wirkt abschwellend. Den Quark in ein kleines, dünnes Baumwolltuch (zum Beispiel eine saubere Stoffwindel) packen, auflegen, ein trockenes Tuch darüber und alles mit einem Schal befestigen. Die kühlende Kompresse sollte den Hals nur vorn (von Ohr zu Ohr) bedecken.
  • Ohrenschmerzen – da hilft die Zwiebel! Zwiebel klein schneiden, in ein dünnes Baumwolltüchlein packen und leicht erwärmen. Diese Kompresse aufs Ohr legen, ein wärmendes Stück Stoff (zum Beispiel eine Wollsocke oder ein in heisses Wasser getauchter und gut ausgewrungener Waschlappen) darüber packen und das Ganze mit einer Mütze oder einem Stirnband etwa 30 Minuten befestigen. Auch bei Halsweh oder Bronchitis kann ein Zwiebelwickel wohltun, denn Zwiebeln wirken antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend – sie können aber auch empfindliche Haut reizen. Babys unter sechs Monaten nicht damit behandeln.
  • Schnupfen kann sich mit Hilfe von Nasenspülungen bessern. Zweimal pro Tag einen gestrichenen Teelöffel Salz in einem halben Liter warmem Wasser auflösen. Entweder mit einer «Nasen-Giesskanne» aus dem Sanitätsbedarf oder mit einer 20 Milliliter-Spritze ein Nasenloch spülen. Kopf dabei leicht zur Gegenseite neigen, so dass die Kochsalzlösung zum anderen Nasenloch wieder hinausfliesst. Während des Spülens nicht atmen!
  • Schnell gemacht ist ein Brustwickel bei Bronchitis. Ein Handtuch in heisses Wasser legen, auswringen und so warm wie möglich auf die Brust legen (Vorsicht, es soll keine Verbrühung geben!). Dann ein vorgewärmtes, dickes, trockenes Handtuch darüberlegen. Der Wickel soll nicht auf der Haut auskühlen. Rechtzeitig entfernen und noch weitere 20 Minuten ruhen.
  • Ein Löffel Honig 30 Minuten vor dem Zubettgehen kann – zumindest bei Kindern – den Husten lindern. Stark gesüsste Getränke haben überdies eine gewisse antibakterielle Wirkung, wobei Honig etwas besser abschneidet als Zucker-gesüsste Getränke. Er kann eine Art «Desinfektionsmittel» freisetzen, das die Wirkung verstärkt. Wichtig: Kinder unter einem Jahr dürfen – wegen des Risikos einer Vergiftung durch Clostridium-botulinum-Bakterien – keinen Honig bekommen!
  • Essigsocken senken das Fieber. In etwa einen halben Liter kaltes Wasser einen Schuss Essig geben, ein Paar Kniestrümpfe darin tränken, leicht auswringen und über die Füsse ziehen. Dann ein Paar trockene, dicke Wollstrümpfe darüber anziehen. Eine andere Möglichkeit sind Wadenwickel. Dafür zwei Geschirrtücher in das Essigwasser tauchen, leicht auswringen, um die Waden legen und zwei dicke, trockene Handtücher locker drum herumwickeln. Nur anwenden, wenn die kranke Person warme Füsse hat und nicht sowieso schon fröstelt.

von Dr. med. Martina Frei,

veröffentlicht am 27.12.2019, überarbeitet am 14.01.2020


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