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Gesünder leben?

So putzen Sie Ihre Nase richtig

Was tun, wenn die Nase verstopft ist? Den Inhalt mit Getöse hochziehen oder mit lautstarkem Trompeten ausschnäuzen? Hier die Anleitung.

Für amerikanische Mediziner ist klar: Die verstopfte Nase gehört hochgezogen. Weil beim Schnäuzen massenhaft Schleim und Mikroben an die falschen Orte befördert werden, nämlich in die Nebenhöhlen und ins Mittelohr. Dort können die Erreger dann weitere Infektionen auslösen.

Ist das Schnäuzen also bloss eine mitteleuropäische Unart? Nein. Lieber schnäuzen als hochziehen, empfiehlt Eva Engler, Leitende Ärztin der Medbase Thun.

Schnäuzen ist fast wie Niesen

Die Gefahr einer Entzündung der Nasennebenhöhlen zählt für sie als Argument nicht. Die Nebenhöhlen, die sich ja zentral in der Nase befinden, seien bei einer Erkältung in der Regel bereits mitentzündet, führt sie aus. Wichtig zur Verhinderung eines Infektes der Nasennebenhöhlen ist ausserdem, dass das Nasensekret nicht zu zähflüssig wird.

Dazu kommt: Beim Schnäuzen ins Taschentuch entsteht im Rachen ein Luftwirbel. Das passiert übrigens auch beim Niesen. Der Wirbel verhindert, dass Erreger in die tieferen Luftwege, die Luftröhre und die Bronchien gelangen.

Bronchitis wegen Hochziehens?

Wer den Schleim aber hochzieht, riskiert, dass Keime in die Atemwege gelangen. Im schlimmsten Fall endet das mit einer Bronchitis.  Keine Gefahr besteht hingegen beim Herunterschlucken des Schleims. Im Magen werden Keime gründlich zersetzt.

Wichtig ist es, die Nase richtig zu schnäuzen. Das heisst, nicht zu heftig schnäuzen. Zudem sollte man beide Seiten getrennt voneinander entschleimen. Beim Schnäuzen hält man also ein Nasenloch zu, während man das andere durchbläst.

Papiertaschentücher nur einmal benutzen

Idealerweise benutzt man beim Schnäuzen Papiertaschentücher, die man danach sofort wegwirft. Das reduziert das Risiko, Krankheitserreger zu verbreiten und andere anzustecken. Und nach dem Schnäuzen bitte immer die Hände waschen.

Publiziert am 20.10.2017


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