Internet Explorer wird nicht mehr unterstützt

Für ein optimales Website-Erlebnis bitten wir Sie einen aktuellen Webbrowser zu nutzen.

Hilfe, meine Nase blutet!

Nasenbluten kommt häufig vor – bei trockener Luft im Winter öfter als im Sommer. Wir erklären, was die Ursachen sind und wie Sie Nasenbluten selbst behandeln können.

Wie häufig ist Nasenbluten?

Etwa jeder zweite Erwachsene hatte schon einmal Nasenbluten, und auch bei Kindern kommt es gelegentlich zu Blutungen ohne ersichtlichen Auslöser. Einen Arzt braucht aber nur jeder Zehnte von ihnen. In neun von zehn Fällen genügt Selbsthilfe.

Welche Ursachen hat das Nasenbluten?

Die häufigsten Gründe sind trockene Luft und eine lädierte Nasenschleimhaut, zum Beispiel infolge einer Erkältung, eines allergischen Schnupfens oder bei zu häufigem Gebrauch von Schnupfenspray. Dann braucht nur noch eine kleine Verletzung hinzuzukommen, etwa durch Schnäuzen, Reiben der Nase oder vielleicht auch durch Nasenbohren – und die Nase beginnt zu bluten.

Auch kortisonhaltige Nasensprays, Unfälle, Blutverdünner oder Schmerzmittel, wie zum Beispiel Aspirin, Bluthochdruck, starker Alkoholkonsum oder das Schnupfen von Kokain oder anderen Drogen kann Nasenbluten begünstigen. Sehr selten ist ein Tumor oder eine Blutgerinnungsstörung die Ursache.

Wo blutet es in der Nase?

In neun von zehn Fällen blutet es aus einem Geflecht von Arterien in der vorderen Nasenscheidewand. Beim selteneren (und oft stärkeren) hinteren Nasenbluten ist eine Arterie aus dem hinteren Nasenabschnitt verletzt.

(Fortsetzung weiter unten…)

Mehr zum Thema

Zum Dossier
Tipps: Das können Sie tun
  • In den Tagen nach dem Nasenbluten viel Nasensalbe anwenden. Nicht auf die Nasenscheidewand aufbringen, sondern innen am Nasenflügel.
  • Kurz nach dem Nasenbluten nicht heiss duschen oder baden. Auch sich nicht bücken, Sport treiben und sich dem prallen Sonnenlicht aussetzen. Sonst kann die Blutung wieder einsetzen.
  • Fünf bis sieben Tage nach dem Nasenbluten möglichst nicht schnäuzen.
  • Wenn trockene Schleimhäute zum Nasenbluten geführt haben, können Salzwasser-Nasenspray, Nasensalbe und ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer vorbeugen.
  • Blutuntersuchungen sind beim Nasenbluten normalerweise nicht nötig. Sie sind aber nützlich, wenn der Verdacht auf eine herabgesetzte Blutgerinnung besteht. Die Symptome für eine herabgesetzte Blutgerinnung sind zum Beispiel: häufige blaue Flecken ohne erkennbaren Anlass, lang dauernde Blutungen nach dem Ziehen eines Zahns oder kleinen Verletzungen oder eine sehr starke Menstruation.
  • Nach starkem Nasenbluten, vor allem bei älteren Menschen, sollte man die Nase von einem Spezialisten, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt, untersuchen lassen, um sicherzugehen, dass keine Anomalie vorliegt. Das gilt auch bei häufigem Nasenbluten oder wenn das Nasenbluten nach einer Operation im Kopf-Hals-Bereich auftritt.

Was ist bei Kindern mit Nasenbluten wichtig?

Aus den Nasen von Kindern haben Ärzte schon allerhand geholt: Murmeln, Knöpfe, Erbsen … Deshalb sollte man bei kleinen Kindern immer daran denken, dass ein Fremdkörper die Ursache sein könnte, insbesondere, wenn zusätzlich ein stinkender Nasenausfluss besteht. Besonders riskant sind Knopfbatterien, weil sie zu schweren Verätzungen führen können. Sie müssen schnellstmöglich von einem Arzt entfernt werden. Kinder unter zwei Jahren haben übrigens fast nie Nasenbluten – ausser bei einer Verletzung, zum Beispiel einem Schädelbruch. Wenn so kleine Kinder aus der Nase bluten, sollte man mit ihnen einen Arzt aufsuchen.

Wie kann man sich bei Nasenbluten selbst helfen?

Nasenbluten hört fast immer von allein wieder auf. Das Rezept lautet: Mit zwei Fingern beide Nasenflügel vorn für zehn, besser noch für 20 Minuten fest zusammendrücken, und zwar ohne Unterbrechung! Der häufigste Fehler ist, zwischendurch loszulassen, um nachzusehen, ob es noch blutet. Das Blut nicht schlucken, sondern ausspucken. Ein kalter Wickel auf dem Nasenrücken und/oder im Nacken kann ebenfalls helfen.

Wenn das nicht hilft, kann man es mit Schnupfenspray versuchen. Die darin enthaltenen Wirkstoffe Oxymetazolin oder Xylometazolin bewirken, dass sich die kleinen Blutgefässe in der Nase zusammenziehen. Das kann die Blutung verringern.

Wann sollte man zum Arzt?

Wenn das Nasenbluten länger als 20 Minuten dauert oder so heftig ist, dass man Kreislauf-, Schluck- oder Atemprobleme bekommt, sollte man rasch einen Arzt kontaktieren. Er kann die blutende Stelle nach lokaler Betäubung veröden oder die Nase mit einem Nasentampon aus blutstillendem Gewebe ausstopfen, so dass das blutende Gefäss zusammengedrückt wird. Die Nasentamponade bleibt zwei Tage drin. Sehr selten braucht es eine Operation in Vollnarkose, bei der die blutende Arterie abgebunden wird. «Risikokandidaten» dafür sind vor allem Personen mit Blutgefässen, die durch lang anhaltenden Bluthochdruck geschädigt sind.

von Julia Reinert,

veröffentlicht am 02.11.2021

Weiterlesen


Das könnte Sie interessieren:

Migros Weihnachtspost: Bereiten Sie einer alleinstehenden Person eine Freude

Jetzt mitmachen
Desktop_2880x1260.jpg