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Gesünder leben?

Sommergrippe – geben Sie den Viren hitzefrei

Auch bei sommerlich heissen Temperaturen kann man sich erkälten. Wo lauern typische Fallen und wie sorgt man am besten vor?

So hat die Sommergrippe keine Chance
  • Wegen der trockenen Luft sollten Gesunde in klimatisierten Räumen zwei bis drei Liter am Tag trinken.
  • Ventilatoren sollte man nur kurze Zeit laufen lassen und in ausreichend grossem Abstand aufstellen.
  • Was Sie im Auto nicht tun sollten: schwitzend bei offenem Fenster fahren oder die Klimaanlage voll aufdrehen und sich von der Lüftung anblasen lassen.
  • Verschwitzte oder nasse Kleider so bald wie möglich wechseln; beim Sport immer etwas zum Umziehen mitnehmen.
  • Stärken Sie die Abwehrkräfte mit Wechselduschen, Kneipp’schen Güssen oder Saunabesuchen.
  • Zu einem guten Präventionsprogramm gehören eine ausgewogene, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung sowie regelmässige Bewegung an der frischen Luft.

Wer denkt bei 30 Grad im Schatten schon an eine Erkältung? Schliesslich hat das ja was mit Kälte zu tun. Trotzdem treten 20 Prozent aller Fälle nicht im Herbst oder Winter, sondern in der warmen Jahreszeit auf.

Auch bei der sogenannten Sommergrippe handelt es sich um eine Infektion mit Viren, die durch Tröpfchen beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen werden. Und da bei Kontakt mit erkälteten Personen Ansteckungsgefahr besteht, gelten im Sommer die gleichen Hygieneregeln wie im Winter. Also so oft wie möglich Hände waschen.

Bei hohen Temperaturen haben diese Krankheitserreger zwar schlechtere Verbreitungschancen. Wenn jedoch Klimaanlagen, Zugluft, Nässe oder eisige Getränke die Temperatur der Schleimhäute senken, werden diese schlechter durchblutet, was die unspezifische Immunabwehr schwächen kann. Mikroben dringen dann leichter in die Schleimhautzellen ein.

Frösteln und kalte Füsse sind übrigens das erste Symptom, dass eine Infektion bereits stattgefunden hat.

Auslöser meiden

Oft ist übermässige Auskühlung mit schuld an einem grippalen Infekt im Sommer. Wenn wir zu luftige Kleidung tragen, mit offenem Fenster Auto fahren, uns Luftzug aussetzen, Ventilatoren unablässig laufen lassen, nasse Badesachen zu lange anbehalten oder ständig die Klimaanlage aufdrehen, haben Erreger leichteres Spiel.

Zudem trocknet klimatisierte Luft die Schleimhäute aus und macht sie so ebenfalls anfälliger für Infekte. Auch intensive Sonnenbäder können das Immunsystem stark belasten. (Lesen Sie unten weiter...)

Erfahren Sie mehr über die Grippe

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Eiskalt erwischt – was tun?

Kratzen im Hals, Kribbeln in der Nase, Frösteln, Kopf- und Gliederschmerzen: Die Symptome einer Sommergrippe unterscheiden sich nicht von denen einer Erkältung im Winter. Damit das Immunsystem die Viren bekämpfen kann, ist vor allem Ruhe angesagt. Wichtig ist, dass man sich Bettruhe gönnt, sich schont und keinen Sport treibt.

Wenn keine schwere Herz- oder Nierenerkrankung dagegenspricht, sollten Sie täglich zwei bis drei Liter Wasser oder Kräutertee trinken. Das befeuchtet die Schleimhäute und gleicht Flüssigkeitsverluste aus.

Dauert die Grippe länger als drei oder vier Tage und steigt das Fieber weiter an oder sind Vorerkrankungen vorhanden, sollte man sich beim Hausarzt melden, vor allem bei zusätzlichen Beschwerden wie etwa Durchfall.

von Barbara Kandler-Schmitt,

publiziert am 05.08.2019


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