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Gesünder leben?

Wenn das Norovirus schachmatt setzt

Das Norovirus ist extrem ansteckend und setzt ganze Kreuzfahrtschiffe und Altersheime schachmatt. Ein gesunder Erwachsener übersteht die Erkrankung allerdings problemlos.

Es geht schnell: Plötzlich tauchen wie aus dem Nichts Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf. Dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass eine Infektion mit dem Norovirus vorliegt. Wer mit dem Virus in Kontakt kommt, leidet zwischen 6 bis 50 Stunden danach ebenfalls an den Symptomen. So schnell, wie die Symptome gekommen sind, gehen sie in der Regel auch wieder vorbei. Spätestens nach einer Woche hat man es überstanden.

Epidemie ist schnell da

Häufig wird das Virus leider auf die leichte Schulter genommen. Betroffene halten keine Vorsichtsmassnahmen ein – dadurch kann es zu einer regelrechten Epidemie kommen. Die Folgen können gravierend sein: abgebrochene Skilager, geschlossene Kindergärten und für Besucher geschlossene Altersheime. Bereits 10 bis 100 Viruspartikel reichen für eine Infektion aus. Übertragen wird das Virus meist durch eine Schmierinfektion und über kleinste Tröpfchen beim Einatmen – etwa von Erbrochenem. (Lesen Sie unten weiter...)

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So beugt man vor

So beugt man einer Ansteckung vor
  • Hygiene 
    Regelmässiges Händewaschen ist die wichtigste Präventionsmassnahme.
  • Lebensmittel 
    Rohe Lebensmittel sollten gründlich abgespült werden.
  • Ruhe 
    Kommt es trotz aller Vorsichtsmassnahmen zu einer Erkrankung, ist Ruhe wichtig. Wer zu früh wieder unter Menschen geht, riskiert, andere anzustecken.

Die wichtigste Präventionsmassnahme lautet deshalb: Hygiene. Wer die Hände vor dem Essen richtig wäscht, rohe Lebensmittel ebenfalls reinigt und bei einer Erkrankung zu Hause bleibt, bis die Übelkeit weg ist, hat bereits viel getan. Sollte es in der Familie zu einer Infektion kommen, empfiehlt es sich, dem Betroffenen – wenn möglich – ein Bad zu überlassen, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Einen 100-prozentigen Schutz gibt es aber nicht.

Behandlung: abwarten und viel Tee trinken

Durch den grossen Flüssigkeitsverlust kann das Norovirus für Kleinkinder und für ältere Personen gefährlich werden. Darum ist es wichtig, regelmässig zu trinken. Wasser, ungesüsster Tee und Bouillon eignen sich dazu am besten. Sollte ein Kleinkind teilnahmslos und apathisch sein, gilt es rasch zu reagieren und mit dem Kinderarzt Kontakt aufzunehmen. Vorsichtig sollten auch Personen sein, die mit Lebensmitteln arbeiten. Zum Schutz ihrer Umwelt bleiben diese besser einen Tag länger zu Hause.

von Med. Pract. Rainer Schlegel,

publiziert am 14.10.2019


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