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Gesünder leben?

Dagegen sind die Kräuter gewachsen

Ob Kräuter, Blüten, Früchte oder Pflanzen – die Inhaltsstoffe der Tees tun uns gut. Wir haben zusammengestellt, wie sie wirken.

Soyu Yumi Mukai ist eine anerkannte japanische Meisterin der Teezeremonie. Der Weg des Tees – Chado – soll den Menschen das Bedürfnis nach innerer Ruhe und Ausgeglichenheit erfüllen. «Ein wahrer Teemeister versteht es, in einem einfachen Teeraum eine Atmosphäre der Besinnung und Konzentration entstehen zu lassen, in der das Betrachten eines Bildes, das Fühlen einer Teeschale und der Genuss einer Tasse grünen Tees zu einem beglückenden Erlebnis werden soll», so die Teemeisterin. 

Wie Sie den Tee zubereiten
  1. Teebeutel in einer Tasse, einem Glas oder in einer Teekanne mit heissem Wasser übergiessen.
  2. Ziehen lassen. Dies dauert je nach Teesorte und persönlicher Vorliebe unterschiedlich lange.
  3. Den Tee an der Schnur, die dem Teebeutel anhaftet, herausziehen und ausdrücken. Letzteres führt dazu, dass möglichst viele Inhaltsstoffe in der Tasse landen.

Tipp: Verzichten Sie darauf, den Teebeutel in heisses Wasser einzutauchen, Nur das direkte Aufgiessen führt dazu, dass sich das Aroma des Tees voll entfalten kann.

Positive Wirkung von Tee aus Kräutern

Es muss ja nicht immer die japanische Teezeremonie sein. Wer sich aber je die Zeit genommen hat, den Tee bewusst zuzubereiten und zu geniessen, hat die beruhigende Wirkung dieses Tuns wohl schon selber erfahren. Auch der Tee selbst kann positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Braut man den Tee aus Kräutern, Blüten oder Pflanzen kommt man in den Genuss zahlreicher Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Bitterstoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Sie alle können eine Wirkung auf die Gesundheit entfalten, indem sie die Verdauung anregen, das Immunsystem stärken oder antioxidativ wirken.

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Johanniskraut

In der Naturheilkunde gilt das Johanniskraut mit den gelben Blüten als Mittel gegen nervöse Unruhe, depressive Verstimmungen und Angstzustände.

Tipp: Da die vermutete Wirkung des Tees erst nach zwei bis drei Wochen einsetzt, sollte man genug früh damit beginnen.

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Thymian

Mögliche Wirkung: schleimlösend, antibakteriell, bei Husten krampflösend, gegen Magen-Darm-Beschwerden.

Tipp: Den Tee mit frischen Kräutern anreichern, verstärkt Wirkung und Aroma. Abgedeckt ziehen lassen, damit die ätherischen Öle erhalten bleiben.

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Salbei

Mögliche Wirkung: verdauungsfördernd, kühlend, appetitanregend, gut für den Magen-Darm-Bereich und die Atemwege, gegen Halsschmerzen, desinfizierend.

Tipp: Mit starkem, abgekühltem Salbeitee bei Erkältungen gurgeln.

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Pfefferminze

Die möglichen Wirkungen der Minze: hilft bei Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen, schleimlösend.

Tipp: Den Tee mit frischer Minze anreichern. Verstärkt Wirkung und Aroma.

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Orangenblüten

Den Blüten der Bitterorange werden schlaffördernde und beruhigende Eigenschaften nachgesagt.

Tipp: Die Schale der Bitterorange enthält ätherische Öle und Flavonoide. Letztere sind für den bitteren Geschmack verantwortlich, sollen aber die Verdauung fördern und den Appetit anregen.

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Kamillenblüten

Die Blüten, aus denen der Tee besteht, enthalten ätherische Öle, denen neben anderen auch antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben werden. Zudem sollen sie krampflösend wirken und können deshalb bei Krämpfen, Magen-Darm-Beschwerden und Entzündungen helfen.

Tipp: Gegen Schnupfen den Dampf inhalieren, bei Entzündungen die entsprechende Stelle in ein Kamillenblüten-Wasserbad tauchen.

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Verveine

Unter dem Namen Verveine bekannt, handelt es sich beim gleichnamigen Tee um Zitronenverbene. Wegen der ätherischen Öle werden die Blätter der Pflanze – aus denen auch der Tee besteht – in der Aromatherapie eingesetzt. Mögliche Wirkung: hilft bei Verdauungsbeschwerden, Spannungen, Nervosität und Schlaflosigkeit.

Tipp: Der Zitronen-Duft der Pflanze sorgt für Frische in Räumen und Schränken.

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Ingwer

Ingwer ist kein Kraut, sondern eine Wurzel. Sie hat eine lange Tradition als Heilmittel und enthält unter anderem auch ätherische Öle. Ihre Einnahme soll Symptome, die mit dem Magen-Darm-Trakt zusammenhängen, aber auch Schwindel abschwächen oder beseitigen. Traditionell dient die Wurzel der Besserung von Übelkeit und Unwohlsein sowie der Unterstützung der Verdauung.

Tipp: Heisses Wasser über den in Scheibchen geschnittenen Ingwer giessen, zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen. Heizt ein.

von Silvia Schütz,

publiziert am 25.07.2018


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