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Gesünder leben?

Pflanzliche Mittel sind nicht harmlos

Ginkgo, Knoblauch & Co. sind bei Herz-Patienten beliebte Ergänzungsmittel. Doch Vorsicht: Ein paar Dinge sollten beachtet werden.

Knoblauch, Ginkgo, Traubenkerne, grüner Tee – bei Herz- oder Gefässerkrankungen greifen viele Betroffene auch zu pflanzlichen Präparaten. Was sie häufig nicht wissen: Diese vier Pflanzen können zu Wechselwirkungen mit Blutverdünnern oder mit Aspirin führen und Blutungen auslösen.

Diese sieben Pflanzen wirken

Darauf weisen Wissenschaftler der Università Cattolica del Sacro Cuore in Rom hin. Sie haben in einem Fachartikel zusammengefasst, worauf Patienten und Ärzte achten sollten. Bei sieben pflanzlichen Mitteln (Soja, Leinöl, grüner Tee, Knoblauch, Weissdorn, Traubenkerne und Mariendistel) gebe es Hinweise, dass sie bei Herz- oder Gefässerkrankungen nützen können. Dies müsste aber noch in grösseren Studien bestätigt werden, finden die Forscher.

Leinöl etwa könne in hohen Dosen das «schlechte» LDL-Cholesterin um bis zu 15 Prozent senken. Andererseits beeinflusse es aber möglicherweise auch die Aufnahme mancher Medikamente aus dem Magen-Darm-Trakt. Deshalb ist es wichtig, den behandelnden Ärzten mitzuteilen, welche pflanzlichen Mittel oder Ergänzungsprodukte man einnehmen möchte.

Ginseng, Knoblauch und Weissdorn

Ginseng bringt aus Sicht der Autoren bei Herz- oder Gefässerkrankungen nichts. Knoblauch vermöge den Blutdruck sowie das LDL-Cholesterin um rund zehn Prozent zu senken, habe in Studien aber gemäss den Wissenschaftlern nicht bei Bluthochdruck oder arteriellen Gefässverschlüssen geholfen. Weissdorn könne bei Bluthochdruck helfen, ebenso bei zu hohem Cholesterin, Herzrhythmusstörungen sowie bei Herzschwäche.

Quelle: «Journal of the American College of Cardiology» 2017


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