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Gesünder leben?

So gibt es keine Blasen

Blasen an den Füssen sind schmerzhaft. Wenn sie sich zusätzlich noch entzünden, kann dies zu schweren Infektionen führen.

Blasen entstehen, wenn Strümpfe oder Socken schlecht sitzen, nass sind oder durch Schuhe, die nicht passen. Dabei ist es egal, ob es sich um Ski-, Wander- oder Alltagsschuhe handelt. Durch vermehrte Reibung zwischen Socken und Schuh kommt es zu einer Ablösung zwischen den obersten Hautschichten. In den entstandenen Hohlräumen sammelt sich Flüssigkeit, und wenn die Schädigung tief liegt, auch Blut. Bei weiter anhaltendem Druck platzt die Blase auf. Es entsteht eine offene Wunde, die sehr schmerzhaft ist und eine Infektion auslösen kann.

Gut sitzende Bekleidung gegen Blasen

Mit der Wahl von gut sitzenden Socken und Schuhen können Blasen meist vermieden werden. Die Schuhe dürfen weder zu knapp noch zu gross sein. Die Ferse muss vor allem gut in die Kappe passen. Keinesfalls darf diese drücken oder gar reiben. Bei Wander-und Bergschuhen ist es wichtig, dass die Schuhe beim Gehen gut abrollen.

Socken aus Hightech-Materialien mit verschiedenen Gewebezonen eignen sich besser als Wollsocken, die mehr Feuchtigkeit aufnehmen und eher rutschen. 

Vorsorglich kann die gefährdete Zone mit Heftpflaster oder Tape grosszügig und faltenfrei abgeklebt werden. Eine Massnahme, die auch Bergprofis anwenden. Wichtig für den guten Halt ist eine trockene, mit Seife entfettete Haut.

Blasen nicht öffnen

Blasen vorbeugen

Überprüfen Sie Ihr «Socken-Schuhkonzept»: Wie war die Erfahrung mit Blasen im letzten Jahr? Was sich bewährt hat, soll man nicht ändern.

Testen Sie bei Neuanschaffung Ihre Socken-Schuh-Kombination auf einem kurzen Ausflug im Gelände.

Legen Sie bei ersten Anzeichen von Blasen sofort einen Halt ein, und kleben Sie die Stelle ab.

Blasenpflaster und Desinfektionsspray gehören in jede Wanderapotheke und in jedes Skigepäck.

Wenn sich trotzdem kleine Blasen gebildet haben, sollen sie nicht komplett geöffnet werden. Grosse, pralle, mit viel Flüssigkeit gefüllte werden mit einer desinfizierten Nadel am Rande aufgestochen und mit sanftem Druck entleert. Sie werden, wie die schon geplatzten, mit einem Desinfektionsmittel besprüht.

Danach klebt man ein Blasenpflaster auf und presst es gut an. Diese Pflaster haben eine Beschichtung aus Hydrokolloid, das mit der Feuchtigkeit der Blase aufquillt und eine hervorragende schmerzstillende und polsternde Wirkung hat.

Die Pflaster kann man solange belassen, bis die Druckschmerzen weg sind. Das kann mehrere Tage dauern. Keinesfalls darf die abgelöste Haut weggerissen werden, da sie die Wunde mechanisch und gegen eine Infektion schützt. Erst wenn sich darunter wieder eine trockene, neue Haut gebildet hat, kann man die trockenen Reste vorsichtig wegschneiden. Blasenpflaster kann man auch vorsorglich auf die gefährdeten Partien kleben. Auch hier gilt: Die Haut muss trocken und fettfrei sein.

von Dr. med. André Dietschi,

publiziert am 28.05.2018


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