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Gesünder leben?

Ermüdungsfrakturen durch Joggen: Wie vorbeugen?

Meist bricht ein Knochen durch eine spontane Überbelastung – etwa bei einem Sturz. Anders bei der Ermüdungsfraktur. Sie entwickelt sich langsam als Folge stetiger Überbeanspruchung. Gerade Läufer sind von ihr betroffen. Wie vorbeugen?

Die Ermüdungsfraktur entwickelt sich über einen längeren Zeitraum hinweg aufgrund einer regelmässigen Überbelastung eines Knochens. Durch übermässige sportliche Betätigung entstehen dort feine, schmerzhafte Risse, die zu einem richtigen Bruch führen können. Wer sich jetzt keine Erholung gönnt, riskiert einen Knochenbruch.

So kann bei Läufern zum Beispiel das Gelände eine Rolle spielen. Durch den Wechsel von weichem auf harten Untergrund oder durch abgetragene Schuhsohlen, die beim Aufsetzen des Fusses nicht mehr richtig dämpfen, kann es mit der Zeit zu einem Ermüdungsbruch kommen.

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Gestörter Regenerationsprozess

Frakturen vorbeugen und richtig therapieren
  • Ermüdungsfrakturen können Sie vorbeugen, indem Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, genug schlafen und lange Erholungsphasen einplanen.
  • Vermeiden Sie Monotonie, gestalten Sie Ihr Training abwechslungsreich, indem Sie lange und kurze Übungssequenzen ins Programm aufnehmen.
  • Steigern Sie nach der Heilung allmählich die Trainingsintensität und streben Sie nicht gleich nach Höchstleistung.
  • Ohne Ruhigstellung besteht die Gefahr, dass aus den winzigen Rissen richtige Brüche werden. Folglich ist es wichtig, bei Schmerzen einen Arzt aufzusuchen.
  • Es besteht Rückfallgefahr! Ignorieren Sie die Schmerzen nicht und belasten Sie Ihren Körper nicht zu schnell.

Der entscheidende Faktor ist die Regeneration des Knochens. Ist er gesund, wird fortlaufend neues Knochengewebe aufgebaut und altes abgebaut. Diesen Prozess nennt man «Remodelling».

Lang andauernde, sich ständig wiederholende Belastungen können bei zu kurzen Erholungsphasen zu einer Störung des Remodellings, sprich des Gleichgewichts zwischen Knochenauf- und -abbau, führen. Es kommt zu kleinen, oftmals sehr schmerzhaften Verletzungen im Knochen. Ermüdungsbrüche treten überwiegend an den unteren Extremitäten, an Schienbein, Wadenbein und an den Mittelfussknochen, auf.

Vorsicht bei Belastungsschmerzen

Wer während des Trainings oder bei der Belastung im Alltag plötzlich Schmerzen hat, die langsam stärker werden, sollte einen Arzt aufsuchen. Er kann die richtige Diagnose stellen und die geeignete Therapie einleiten. Denn wer bei Schmerzen einfach weitermacht, riskiert, dass sich der Heilungsprozess über Monate hinzieht.

von Hassen Hassani,

publiziert am 25.06.2018


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