Bloss nicht rosten

Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung. Viele einfache Massnahmen können immerhin dazu beitragen, dieses gesundheitliche Problem in Grenzen zu halten.

Vor allem ältere Menschen sind überdurchschnittlich stark vom Gelenkverschleiss betroffen. Erste Beschwerden treten in der Regel zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr auf. Studien zufolge konnte aber bereits bei knapp jedem vierten 34-Jährigen Arthrose nachgewiesen werden.

Ob Hand, Finger, Schulter oder Hüftgelenke: Arthrose macht sich in mehreren Gelenken bemerkbar, manchmal auch gleichzeitig. Die häufigste Form ist die Kniearthrose.

Stossdämpfer fehlt

Arthrose ist letztlich die Folge einer immer dünner werdenden Knorpelschicht eines Gelenks. Bei Gesunden dient diese Knorpelschicht an den beiden Knochenenden als Stossdämpfer, der einen tadellosen und schmerzfreien Bewegungsablauf ermöglicht.

Bei Arthrose-Betroffenen dagegen fehlt dieser Schutz, weil sich der Knorpel mit zunehmender Arthrose aufzulösen beginnt und sich die Knochenenden aneinander reiben. Der Bewegungsspielraum wird sukzessive eingeschränkt, die Schmerzen nehmen meistens zu.

Bewegung kann helfen

Es kann, muss aber nicht sein, dass eine Arthrose mit Schwellungen und Entzündungen im Gelenk einhergeht. Auch ein Gefühl von Steifheit im Gelenk tritt oft auf. Bei Bewegung ist in aller Regel eine Besserung spürbar.

Um die Arthrose zu lindern, empfehlen Ärzte nicht nur mehr Bewegung, sondern auch eine Reduktion des Körpergewichts. Starkes Übergewicht belastet die Kniegelenke zusätzlich und ist oft dafür verantwortlich, dass Arthrose schon in jüngeren Jahren auftritt.

Medikamente oder Injektionen

Mit Medikamenten lassen sich die Schmerzen zwar gewöhnlich gut in den Griff bekommen. Diese Behandlungsmethode hat aber oft unangenehme Nebenwirkungen und verursacht häufig Magen-Darm-Beschwerden, teilweise auch Depressionen, Ödeme oder Bluthochdruck.

Mehr oder weniger erfolgreich sind Massnahmen zum Knorpelaufbau mittels Injektionen. Eine Operation (Gelenkersatz) scheint bei Hüftgelenken weniger risikoreich zu sein als bei einem noch weitaus komplexer aufgebauten Kniegelenk.

Wichtige Ernährung

Ernährungstipps bei Arthrose

Folgende Nahrungsmittel haben den Ruf, «arthrosefeindlich» zu sein. Alle Angaben basieren auf Studien.
Knoblauch: Dem Wundermittel Knoblauch wird ein schützender Effekt auf die Gelenke zugeschrieben, besonders seinem Allicin.
Brokkoli: Brokkoli (mit Brokkolisprossen) enthält Sulforaphan. Diese Substanz soll den Knorpel vor weiteren Schäden schützen und das Fortschreiten von Arthrose dämpfen.
Granatapfelsaft: Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung soll dieses Getränk den Vorteil haben, dass es die Zerstörung von Knorpel verlangsamen kann.

Der Einfluss der Ernährung sollte keinesfalls unterschätzt werden. Zur Linderung der Arthrose ist es erforderlich, auf meist liebgewordene Genussmittel wie Alkohol, Kaffee, Zucker und nicht zuletzt Nikotin zu verzichten. Meiden sollte man auch ein Zuviel an Fleisch und Wurst, weil diese die Produktion von entzündungsfördernden Substanzen im Körper anregen.

Sehr empfohlen wird stattdessen eine basenüberschüssige Ernährung. Möglichst viel Salate, Obst und Gemüse sorgen dafür, dass man reichlich mit Vitaminen sowie Mineral- und Ballaststoffen eingedeckt wird. Auch Kartoffeln sind ein typisch basisches Produkt.

Bekannt für ihre entzündungshemmende Wirkung sind ebenso Omega-3-Fettsäuren, welche vor allem in gewissen Fischarten (Heringe, Makrele) vorkommen.

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von Markus Sutter


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