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Gesünder leben?

Pia Teichmann

Pia Teichmann ist Ökotrophologin (M.Sc.). Sie arbeitet als Ernährungsberaterin und Rezeptautorin für iMpuls.
Pia Teichmann

Alle Antworten von Pia Teichmann

Pia Teichmann
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Ökotrophologin (M.Sc.)

Nein, generell nicht. Beim Abnehmen kommt es vor allem auf eine negative Energiebilanz an. Wenn du also weniger Kalorien aufnimmst, als du verbrauchst, nimmst du ab. Hierbei ist es erst einmal egal, woher die Kalorien stammen (aus Fett, Eiweiss oder Kohlenhydraten (also auch Zucker). Wenn du aber dazu neigst viel Süsses zu essen, dich ansonsten ausgewogen und gesund ernährst und viel bewegst, dann kann es auch ausreichen den Zucker zu reduzieren. Das kommt ein bisschen auf deine Gewohnheiten an.

Pia Teichmann
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Ökotrophologin (M.Sc.)

Hallo Katja, ja, genau. Auch Früchte enthalten Zucker. Das ist der Fruchtzucker = Fruktose. Wegen der anderen Vorteile von Früchten (Vitamine, Mineralstoffe, Sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe) musst du deshalb aber nicht komplett auf Früchte verzcihten. Am besten isst du 2 Portionen (1 Portion ist soviel wie etwa in eine Hand passt) Früchte am Tag. Gerade als Zwischennmahlzeit erhöhen Früchte den Blutzuckerspiegel zwischendurch. Der Fettabbau wird dadurch behindert, da auch der Insulinspiegel ansteigt. Ausserdem kann weiterer Heisshunger entstehen, da durch die alleinige Aufnahme von viel Zucker der Blutzuckerspiegel wieder schnell absinken kann. Wenn du vorher also schon Heisshunger hattest sind Früchte gar nicht so gut geeignet. Versuch es doch einmal mit Gemüse. Gemüse enthölt weniger Zucker als Früchte. Ausserdem kannst du eine handvoll Nüsse essen. Sie enthalten zwar recht viel Fett und Kalorien. Sättigen aber besser, erhöhen den Blutzuckerspiegel kaum und bieten viele weitere Vorteile. Du kannst auch mal darauf achten was du am Mittag isst, vor allem, wenn du oft am Nachmittag Heisshunger bekommst. Versuche mal viele Vollkornprodukte und viel Eiweiss (zum Beispiel in Form von Fisch, Hüttenkäse oder Tofu) zu essen. Das sollte länger sättigen und deine Heisshungerattacken reduzieren.

Wenn ich auf Zucker verzichten möchte, muss ich dann auch auf Alkohol verzichten, oder gibt es da bessere, oder schlechtere alkoholische Getränke?
 

Pia Teichmann
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Ökotrophologin (M.Sc.)

Birkenzucker ist das gleiche wie Xylit (auch E 967). Er gehört zu den Zuckeraustauschstoffen. Er enthält weniger Kalorien, als Haushaltszucker und wird deswegen hauptsächlich in zuckerfreien Desserts, Glacé, Kuchen etc. eingesetzt. Zu einem weiteren Vorteil gehört, dass er, im Gegensatz zu Haushaltszucker, keine Karies auslöst. Xylit wird industriell hergestellt und nicht direkt aus Birkenholz gewonnn. Er ist also weniger natürlich, als man aufgrund des Namens «Birkenzucker» denkt. Bei einigen Personen kann er Blähungen auslösen. Immer wieder steht er ausserdem im Verdacht Heisshunger auszulösen. Hierzu gibt es bisher aber keinen wissenschaftlichen Beweis. Wir empfehlen lieber weniger Zucker zu verwenden. So gewöhnen Sie sich auch an einen weniger süssen Geschmack. Das ist beim Ersatz von Zucker durch Xylit nicht der Fall.

Pia Teichmann
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Ökotrophologin (M.Sc.)

Ja, genau. Früchte enthalten Fruchtzucker. Dieser Zucker ist in grossen Mengen auch nicht gesund. Auf Früchte verzichten sollten Sie deshalb aber nicht. Sie enthalten noch viele Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Essen Sie am besten 2 Portionen bzw. 2 handvoll Früchte pro Tag.

Pia Teichmann
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Ökotrophologin (M.Sc.)

Bei Produkten, die statt Zucker sogenannte Zuckeraustauschstoffe enthalten, kann es zu Verdauungsproblemen führen. Zuckeraustauschstoffen sind zum Beispiel Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit und Lactit. Wenn wir die Zuckeraustauschstoffe essen, so kann ein Teil unverdaut in unseren Dickdarm gelangen. Hier entsteht Gas, sobald sie von Mikroorganismen abgebaut werden. Ausserdem können sie Wasser binden, so dass es zu Durchfall kommen kann. Es gibt Personen, die empfindlicher darauf reagieren als andere. Jedoch können sie Beschwerden bei häufigerem Verzehr auch abnehmen. Je nachdem wie stark Sie durch die Produkte beeinträchtigt werden, sollten Sie aber vielleicht auch ganz darauf verzichten.

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