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Gesünder leben?

Auf weichen Sohlen

Barfusslaufen stärkt die Füsse und lindert so Beschwerden des Bewegungsapparats. Neben den medizinischen Aspekten sind aber auch der Wohlfühlfaktor und das sinnliche Erleben nicht zu unterschätzen.

Das ist wichtig für gesunde Füsse
  • Abwechslung: Regelmässig die Schuhe wechseln und von Zeit zu Zeit barfuss auf verschiedenen Untergründen laufen (wenn möglich nicht auf Teer).
  • Kneippen: Zur Förderung der Durchblutung und Stärkung des Körpers gegen Erkältungen.
  • Pflege: Füsse regelmässig eincremen und dabei richtig durchkneten ­(dadurch können alle kleinen Gelenke mobilisiert werden).
  • Fussgymnastik: Regelmässig ein paar Kräftigungsübungen in den Alltag einbauen (zum Beispiel auf einem Bein stehen, ein Tuch mit dem Fuss einrollen etc.), mit einem Golfball oder Black Ball können zudem die Reflexzonenpunkte massiert und leichte Verkrampfungen gelöst werden (Fuss mit Belastung richtig darüberrollen).

Kinder tollen am liebsten ohne Schuhe durch die Wiese und denken erst an sie, wenn es kalt wird. Knick-, Senk- oder Spreizfüsse sind für sie kaum ein Thema und Rückenbeschwerden schon gar nicht. Diese kindliche Unbeschwertheit sollten wir unbedingt ein Stück weit bewahren, unsere Füsse würden sich freuen.

Der Alltag vieler sieht jedoch anders aus. Da herrscht viel Monotonie – bis zu den Füssen. Das Tragen der immer gleichen Schuhe schränkt unsere Füsse und deren Muskeln, Bänder und Sehnen stark ein. Viele kleine und grosse Fussmuskeln werden ­darin kaum noch trainiert. Die Folge können ­Fehlstellungen der Füsse, Knie- und Rücken­probleme sein.

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Die Lösung für gesunde Füsse heisst Abwechslung. Wer die Schuhe regelmässig wechselt und von Zeit zu Zeit barfuss läuft, der fordert seine Füsse ideal. Beim Barfusslaufen auf einer Wiese, im Sand oder auf einem Waldweg werden automatisch auch die Fusssohlen stimuliert, was sich wiederum positiv auf die inneren Organe auswirkt. Was aber noch viel wich­tiger ist: Beim Barfusslaufen kann die gesamte Fussmuskulatur trainiert werden. Und diese verhilft uns wiederum zu einem stabilen und sicheren Gang im Alltag. (Lesen Sie unten weiter...)

Barfussweg Wuppenau TG
Barfussweg Wuppenau TG

Barfussweg Wuppenau, TG

© Waldverein Wuppenau

Barfussweg Nendaz VS
Barfussweg Nendaz VS

Barfussweg Nendaz, VS

© Arnaud Delhez

Barfussweg Celerina im Graubünden
Barfussweg Celerina im Graubünden

Barfussweg Celerina, GR

© Engadin St.Moritz

Barfussweg Gonten AI
Barfussweg Gonten AI

Barfussweg Gonten, AI

© Christian Perrez

Ein Erlebnis für alle Sinne

Durch das Tragen von Schuhen stumpft der Tastsinn mit der Zeit ab, und es ist jedes Mal ein Erlebnis, wenn die Natur unter den Füssen plötzlich wieder richtig gespürt wird. Barfusswege eignen sich dazu ideal. Hier kann man nach Lust und Laune über Moos, Tannenzapfen oder Wiesen gehen, die Füsse in Bäche tauchen und über Steine klettern.

Wer lange nicht mehr barfuss gelaufen ist, sollte damit jedoch langsam beginnen und die Dauer sukzessive steigern. Einerseits müssen sich die Muskeln, Sehnen und Bänder an die neue Belastung gewöhnen, andererseits wird auch die Haut an den Füssen mit der Zeit dicker. Dasselbe gilt beim Tragen von Fünf-Finger-Schuhen. Wer das Barfuss­laufen nicht gewohnt ist, sollte nicht gleich eine ­lange Distanz darin laufen, sondern die Belastung langsam steigern.

von Michel Züger


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