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Fragen an die Experten

Erste Hilfe
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Marah G., Visp
Ich hatte ungeschützten Sex. Nun befürchte ich, dass ich mich mit HIV angesteckt haben könnte. Was kann ich tun?
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Dr. med. André Dietschi, Leiter Gesundheitszentrum santémed

Wenn der Kontakt vor weniger als 72 Stunden erfolgt ist, können Sie mit einer sogenannten medikamentösen PEP-Therapie beginnen. Die Therapie hat keine Erfolgsgarantie, dauert vier Wochen und wird von vielen Nebenerscheinungen begleitet. Je mehr Zeit zwischen ungeschütztem Sex und Therapiebeginn vergeht, desto geringer sind die Chancen, eine Infektion abzuwehren. Sollte der ungeschützte Verkehr vor mehr als 72 Stunden erfolgt sein, dann sollten Sie einen HIV-Test machten. Idealerweise machen Sie diesen erst nach rund drei Monaten, weil ein HIV-negatives Testresultat eine Infektion mit dem Virus erst drei Monate nach einer Risikosituation sicher ausschliessen kann. Das hat damit zu tun, dass manche Menschen bis zu drei Monate brauchen, um Antikörper gegen HIV auszubilden, die mit dem Test gemessen werden können.

Wasser
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Beatrice M., Muttenz
Ich trinke täglich 1 Liter Wasser. Reicht das?
andre-dietschi
Dr. med. André Dietschi, Leiter Gesundheitszentrum santémed

Das könnte zu wenig sein. Es wird empfohlen, dass man täglich nebst der Nahrungsaufnahme 1.5 bis 2 Liter Flüssigkeit zu sich nimmt. Wie viel man trinken sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der Aussentemperatur oder von körperlichen Aktivitäten. Durch Schwitzen verliert der Körper sehr schnell viel Flüssigkeit. Sichere Zeichen, dass Sie zu wenig getrunken haben, sind ein erhöhtes Durstgefühl, dunkler Urin und wenig Urinabgang. Austrockungszeichen zeigen sich auch an der Hautfalte am Handrücken.

Schlafen
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Stella C., Airolo
Was hilft gegen Schnarchen?
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Dr. med. André Dietschi, Leiter Gesundheitszentrum santémed

Ein Mittel gegen Schnarchen gibt es leider keines. Schnarchen kann durch viele Gründe begünstigt sein: beispielsweise eine verstopfte Nase, eine schiefe Nasenscheidewand oder einen vergrösserten Zungengrund (der hintere Teil der Zunge). Schnarchen wird häufig auch dadurch ausgelöst, dass Sie im Schlaf durch den Mund atmen. Das sägende Geräusch entsteht durch ein flatterndes Gaumensegel. Im Schlaf entspannen sich die Muskeln, auch die im oberen Rachenbereich. Die Zunge rutscht nach hinten und verengt so die Atemwege. Damit trotzdem noch genug Sauerstoff in die Lunge gelangt, atmet man stärker ein. Im Luftstrom kann das Gaumensegel vibrieren und es ertönt ein röhrendes Geräusch. Rückenlage und Alkohol vor dem Schlafen begünstigen das Schnarchen. Letzteres, weil es die Entspannung der Muskeln fördert. 

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