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Gesünder leben?

Wenn Stress ans Herz geht

Ein Drittel der Erwerbstätigen fühlt sich heute häufig gestresst. Tendenz steigend. Doch es gibt probate Wege aus der Stressfalle.

Stress kann zu einer Reihe von Erkrankungen führen. Darunter finden sich neben der als «Burn-out» bekannten Erschöpfungsdepression besonders häufig auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Arteriosklerose, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Hörsturz. Gefährdet sind vor allem Personen, die über einen längeren Zeitraum negativem Stress wie überhöhten Anforderungen im Beruf oder finanziellen Problemen ausgesetzt sind. Ein besonders hohes Risiko bergen belastende Ereignisse im familiären Umfeld wie der Tod eines Angehörigen, Ärger mit Familienmitgliedern, Scheidung oder Ähnliches.

Tipps vom Spezialisten
  • Kein Nikotin, wenig Alkohol und genügend Schlaf
  • Verlieren Sie Ihr seelisches Wohlbefinden nicht aus den Augen, achten Sie auf gesaunde Ernährung und ausreichend Schlaf. Treiben Sie regelmässig Sport, pflegen Sie Ihre Hobbys und Ihre sozialen Kontakte.
  • Wechseln Sie hin und wieder die Perspektive, um eine gewisse Distanz aufzubauen. Eine andere Sicht auf die Geschehnisse kann Erstaunliches offenbaren.
  • Sehen Sie negativen Stress im Alltag nicht als unabdingbare Begleiterscheinung an. Suchen Sie nach der Ursache, beheben Sie diese wenn möglich oder erarbeiten Sie Alternativen.
  • Vermeiden Sie Nikotin sowie übermässigen Alkohol- und Medienkonsum (TV, Internet, Computer etc.).
  • Bei Medikamenten ist grösste Vorsicht geboten. Sie sollten nur auf ärztliche Anordnung genommen werden.

Direkte und indirekte Wirkung

Stress wirkt zum einen direkt über die Ausschüttung von Stresshormonen am Herzen. Aber auch indirekt: Durch Stress ausgelöste schädliche Verhaltensmuster wie beispielsweise Rauchen, ungesunde Ernährung oder übermassiger Alkoholkonsum können Erkrankungen begünstigen.

Schnellerer Herzschlag und erhöhter Blutdruck sind die ersten Symptome, die aber oft nur dann wahrgenommen werden, wenn gezielt danach geschaut wird. Des Weiteren werden Brustschmerzen sowie Herzrasen oder Herzstolpern häufig durch Stress ausgelöst. Treten solche Beschwerden wiederholt auf, sollte der Hausarzt aufgesucht werden. Die ärztliche Abklärung wird zeigen, welche weiteren diagnostischen oder therapeutischen Schritte erforderlich sind.

Sport in der freien Natur entspannt

Vorbeugen lässt sich am besten, indem man Stress meidet. Klingt logisch, wird aber in der Praxis häufig ignoriert oder ist schlichtweg unmöglich. Sind Stressfaktoren wirklich unveränderbar, dann entscheidet die Wirksamkeit der Stressbewältigung darüber, ob er krank macht oder nicht.

Sehr gut bewährt bei der Stressbewältigung ­haben sich Entspannungstechniken und Sport, insbesondere Ausdauersport. Ausgeübt in freier Natur hat er eine meditative und psychisch entspannende Wirkung. Zudem verhilft er zu einem gesunden Schlaf und hat sich als äusserst wirksam in der Prävention von Herz-Kreislauf­-Erkrankungen erwiesen.


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