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Gesünder leben?

Keine Angst vor der Menopause

Im Übergang zur Menopause stellen Frauen oft eine Verschlechterung ihrer Gesundheit fest. Sich diesem Schicksal einfach ergeben? Muss nicht sein. Hier finden Sie nützliche Tipps aus der Wissenschaft.

Studie Frauengesundheit 40+ der Universität Zürich – jetzt mitmachen!

Sie sind weiblich, zwischen 40 und 75 Jahre alt, fühlen sich vital und möchten mehr über Ihre Gesundheit erfahren? Dann sind Sie hier genau richtig! Nie war die Frage nach dem Erreichen und Erhalten von Gesundheit präsenter als heute. Dazu kommt der Wunsch, bis ins hohe Alter körperlich und psychisch fit und agil zu bleiben. Eine Studie des Psychologischen Instituts der Universität Zürich beschäftigt sich mit der Frage, welche biologischen, psychologischen und sozialen Faktoren bei Frauen ab 40 zu gesundem Altern beitragen.

Weitere Informationen zur Studie sowie den Link für die Studienteilnahme finden Sie unter: www.frauengesundheit40plus.ch

Als Dankeschön für die Teilnahme an der Studie erhalten Sie ein umfassendes persönliches Gesundheitsprofil.

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen das Team der Frauengesundheit gerne zur Verfügung: frauengesundheit@psychologie.uzh.ch

Nicht selten geht die Zeit kurz vor und nach dem Erreichen der Menopause (letzte Monatsblutung) mit unangenehmen körperlichen und seelischen Veränderungen einher. Studien zeigen, dass Frauen durch ihren Lebensstil aktiv auf ihre körperliche und mentale Gesundheit Einfluss nehmen können. Die nachfolgenden Tipps sollen Ihnen helfen, gesund und zufrieden durch die Wechseljahre zu kommen.

Bewegung und Sport

Suchen Sie sich eine Form der Bewegung aus, die Ihnen Spass macht. Ob Sie nun einen gemütlichen Spaziergang mit dem Hund machen oder im Schwimmbad ihre Bahnen ziehen, ist egal. Sie werden mit einer ausgeglichenen Stimmung und Wohlbefinden belohnt. Bewegung in der freien Natur wirkt sich mehrfach positiv aus. Das Sonnenlicht ist gut für den Vitamin-D-Spiegel und kann so helfen, Knochenschwund (Osteoporose) vorzubeugen.

Regelmässige körperliche Aktivität kann zudem die Blutfettwerte (Cholesterinspiegel) in ein gesünderes Gleichgewicht bringen und so helfen, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck zu reduzieren. Die Orientierung beim Wandern oder Joggen im Wald suchen, hat sogar positive Auswirkungen auf unser Gedächtniszentrum im Gehirn. Je nach Intensität des Trainings werden zwischen 75 und 150 Minuten Bewegung pro Woche empfohlen. Der Spass wird dabei noch vergrössert, wenn Sie sich Gleichgesinnten anschliessen. So macht die Bewegung mehr Freude und Sie pflegen gleichzeitig alte und neue Freundschaften.

Ausreichend Schlafen

In der Übergangszeit zur Menopause berichten zwischen 38 und 60% der Frauen von Ein- und Durchschlafproblemen. Nicht wenigen davon rauben Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen den Schlaf. Hier können Verfahren wie Akupunktur, Achtsamkeit, Yoga, oder auch körperliche Aktivität helfen. Auch ganz einfache Massnahmen wie das Vermeiden von schweren Mahlzeiten, Alkohol und Koffein vor dem Zubettgehen können eine Verbesserung des Schlafs bewirken. Es empfiehlt sich zudem, vor dem Schlafengehen das Zimmer gut zu lüften. Ihr Schlaf wird es Ihnen danken und Sie werden auch tagsüber fitter sein. Wer gerne einen Mittagsschlaf macht, sollte diesen möglichst kurz halten. Hunger nach dem Schläfchen ist ein Zeichen dafür, dass Sie bereits in eine Tiefschlafphase gefallen sind.

Nährstoffreiche und kalorienarme Ernährung

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Serena Fiacco

Master of Science in Psychologie. Doktorandin/Assistentin am Lehrstuhl für klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Zürich; Forschungsschwerpunkt gesundes Altern bei Frauen ab 40 Jahren; zudem Psychotherapeutin i.A.

Auch schlanke Frauen können in der Lebensmitte lästige Pölsterchen bekommen, welche sich besonders gern in der Bauchregion ansetzen. Dies liegt oft nicht an einer veränderten Ernährungsweise, sondern am tieferen Grundumsatz (verbrannte Kalorien im Ruhezustand). Grund dafür ist die mit dem Alter abnehmende Muskelmasse.Umso wichtiger ist es, die Ernährung an den Bedarf des eigenen Körpers anzupassen. Setzen Sie auf nährstoffreiche aber kalorienarme Ernährung. Vollkornprodukte und Eiweissquellen aus Fleisch, Fisch, Eiern oder Hülsenfrüchten kombiniert mit farbenfrohem Gemüse sind gesund und sättigend. Ein feines Frühstück aus Haferflocken, frischen Früchten und Milchprodukten hilft nicht nur Heisshungerattacken zu vermeiden, sondern verbessert nachweislich die Stimmung. Gönnen Sie sich ruhig ab und zu auch ein Glas Wein in netter Gesellschaft oder etwas Selbstgebackenes, anstatt ganz streng auf den Genuss zu verzichten.

Publiziert am 20.10.2017,

von Serena Fiacco

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