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Gesünder leben?

Wie viel Wasser im Körper ist normal?

Unser Körper besteht bis zu 70 Prozent aus Wasser. Erfahren Sie, welches Normalwerte sind, was die Werte beeinflusst und wie man den Wassergehalt am besten misst.

Wieviel Wasser wir im Körper haben

Der menschliche Körper besteht zu 60 bis 75 Prozent aus Wasser. Die Höhe des Anteils wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst, wie Alter und Geschlecht.

Neugeborene haben einen Wasseranteil an der Körpermasse von rund 75 Prozent, bei Erwachsenen liegt er bei rund 65 Prozent. Bedingt durch den Körperbau ist der Wasseranteil bei Frauen circa zwischen 5 und 10 Prozent geringer als bei Männern.

Daneben spielen auch die Zusammensetzung und der Trainingszustand des Körpers eine wichtige Rolle. Steigt zum Beispiel der Muskelanteil an, geht das in der Regel mit einer Steigerung des Wasseranteils einher. Das liegt daran, dass Muskelgewebe rund 75 Prozent Wasser beinhaltet, Körperfett hingegen nur 25 Prozent. Die Köper von Leistungssportler weisen aufgrund der grösseren Muskelmasse einen rund der 5 Prozent höheren Wasseranteil auf.

Der Wasseranteil bei Frauen & Männern

Frauen:

niedrig normal

hoch

Kinder <60% 60% - 75%

>75%

Erwachsene <45% 45% - 60%

>60%

Leistungssportler <50% 50% - 65%

>65%

Männer:

niedrig normal

hoch

Kinder <60% 60% - 75%

>75%

Erwachsene <50% 50% - 65%

>65%

Leistungssportler <55% 55% - 70%

>70%

Wasseranteil in %

Welches sind die wasserreichsten Zonen des Körpers?

Der Wasseranteil ist nicht im ganzen Körper gleich gross. Besonders hoch ist der Wasseranteil im Blutplasma, wo er zwischen 90 und 95 Prozent ausmacht. Im Muskelgewebe sind es rund 75 Prozent. Tief ist der Wasseranteil in den Knochen (20 -25 Prozent) und im Körperfett (25 Prozent).

Wie messe ich den Wasseranteil?

Man kann den Wasseranteil auf mehrere Arten messen. Am verbreitetsten sind die Körperanalysewaagen. Sie messen den Wasseranteil mit einem sogenannten Bioimpedanzverfahren. Dabei wird ein schwacher Strom durch den Körper geleitet. Über den Widerstand wird der Wasseranteil ermittelt.

Das Messverfahren ist nicht zu 100 Prozent exakt und unterliegt Schwankungen. Es ist aber ein guter Indikator. Wichtig ist, dass man sich immer zu gleichen Zeit und mit dem gleichen Gerät misst, zum Beispiel am frühen Morgen nach dem Aufstehen. So kann man am besten eine Veränderung des Anteils feststellen.

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Exakte Messungen des individuellen Wasseranteils könnten mittels Massenspektrometer der Atemluft einer Person erfolgen, eine Methode, welche jedoch kaum je in einem Ambulatorium oder einer Arztpraxis zur Verfügung steht. Exakte Messungen sind auch nicht notwendig, da einerseits je nach Trinkmenge, Schwitzen im Rahmen von Sport und Temperatur etc. der Wasseranteil ziemlichen Schwankungen ausgesetzt ist, andererseits bei krankhaften Zuständen die klinischen Zeichen im Rahmen der körperlichen Untersuchung genügend Auskunft geben.

Viel wichtiger als eine exakte Messung ist eine ausgeglichene Bilanz zwischen Flüssigkeitsverlust und Flüssigkeitszufuhr. Wenn gesunde Personen durch Schwitzen (Sauna, Sport) viel Flüssigkeit verloren haben, dann sollten sie so viel trinken, bis sie ihr Gewicht, das sie vor der Aktivität hatten, wieder erreicht haben. (Lesen Sie unten weiter...)

Achten Sie auf Ihren Körper

Was passiert, wenn ich zu viel Wasser im Körper habe?

Ein extrem hoher messbarer Wasseranteil im Körper kann durch Venen-, Herz-, Nierenschwäche oder die Einnahme von Medikamenten verursacht werden. Es kommt dann in der Regel zu schädlichen Wassereinlagerungen (Ödeme), etwa in den Beinen. Die sollten unbedingt durch einen Arzt untersucht werden. Ödeme können auch durch Bewegungsmangel verursacht werden. Laufen und sich bewegen ist also auch gut für die Wasserverteilung.

Was passiert, wenn ich zu wenig Wasser habe?

Welche Funktion erfüllt Wasser im Körper?

Das Wasser dient, ähnlich dem Blut, zum Transport von Nährstoffen und Sauerstoff zu Organen oder Zellen, es leitet Abfälle aus dem Körperstoffwechsel ab und sorgt für die Regulierung der Körpertemperatur.

Ohne genügende Wasserzufuhr kann der Körper wichtige Stoffwechselfunktionen rasch nicht mehr aufrechterhalten. Die Denkleistung sinkt, es kann zu Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit kommen. In einem späteren Stadium können starke Aufmerksamkeitsprobleme oder gar Verwirrung hinzukommen.

von Dr. med. André Dietschi,

publiziert am 03.10.2018


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