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Gesünder leben?

Das sollten Sie über Ihr Gewicht wissen

Machen Ihnen Schwankungen auf der Waage zu schaffen? Bleiben Sie cool. Wir verraten Ihnen, woher die Schwankungen kommen und worauf Sie beim Wiegen achten sollten.

1. Unser Gewicht schwankt von Tag zu Tag, ja sogar innerhalb eines Tags. Abweichungen von einem halben bis zu einem ganzen Kilo sind total normal und kein Grund zur Panik.

2. Am Morgen sind Sie in der Regel leichter als am Abend. Das ist so, da unser Organismus auch in der Nacht Energie braucht, damit er funktioniert. Im Schlaf verlieren wir zudem Flüssigkeit.

3. Ein höheres Gewicht auf der Waage kann auch mit Wassereinlagerungen zu tun haben. Diese können zum Beispiel durch salziges Essen entstehen. Das Salz bindet das Wasser und somit haben Sie mehr Volumen im Darm. Hat sich das aufgelöst, ist das Kilo wieder weg. Das gilt für alle salzigen Lebensmittel, wie beispielsweise Chips, Oliven oder salzigen Käse und Wurst und Pizza.

4. Auch Ballaststoffe, wie sie vor allem in Vollkornprodukten und Gemüse vorkommen, binden Wasser im Darm. So sind Sie auf der Waage schwerer, obwohl Sie eigentlich gar nicht zugenommen haben.

5. Ausserdem kann die Trinkmenge entscheidend sein. Hatten Sie grossen Durst und eine Menge getrunken? Dann warten Sie erst einmal ab oder wiegen sich am nächsten Tag erneut. Wasser wiegt nämlich viel und erhöht das Gewicht auf der Waage.

6. Waren Sie länger nicht mehr auf der Toilette? Auch das kann ein Grund für mehr Gewicht auf der Waage sein. Gehen Sie spazieren, trinken Sie viel Wasser und essen Sie Pflaumen oder Leinsamen, wenn Sie Verstopfungen haben. So geht es Ihnen schnell besser und die Waage zeigt wieder weniger Gewicht an. (Lesen Sie unten weiter...)

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7. Bei Frauen hat auch der Monatszyklus einen Einfluss auf das Gewicht. Im Verlauf des Zyklus kann es zu hormonbedingten Wassereinlagerungen kommen, die sich auf der Waage bemerkbar machen. Einige Frauen fühlen sich auch fülliger. Aber keine Sorge, das geht wieder vorbei.

8. Auch das Wetter kann einen Einfluss auf den Flüssigkeitshaushalt haben und beispielsweise zu Wassereinlagerungen führen. Auch hier gilt: Keine Panik, der nächste Wetterwechsel kommt bestimmt.

9. Zeigt die Waage trotzdem nicht an, was Sie sich wünschen? Bleiben Sie ruhig, setzen Sie sich nicht unter Druck. Es ist eh am besten, wenn man sich kleine Ziele setzt. Diese erreichen Sie schneller und dann sind Sie motiviert das nächste Ziel anzupeilen.

10. Wissen sollten Sie auch: Wenn Sie weniger Kalorien zu sich nehmen, als Sie verbrauchen, und den Kalorienverbrauch zusätzlich mit mehr Bewegung und Sport ankurbeln, legen Sie an Muskelmasse zu und verlieren Fettmasse. Das zeigt sich zu Beginn nicht auf der Waage. Jedoch lassen sich die Veränderungen am Körperumfang sichtbar machen. So spannt die Bluse oder das Hemd über der Brust auf einmal weniger, die Hose zwickt nicht mehr oder Sie können den Gürtel enger schnallen. Beobachten Sie sich!

11. Machen Sie sich nicht immer bei jedem Bissen Sorgen, dass die Waage wieder ein höheres Gewicht anzeigen könnte. Um ein Kilogramm Körperfett zuzunehmen, müssen etwa 7000 kcal zusätzlich gegessen werden. Innerhalb einer Woche, könnte also ein Kilogramm Fett zugenommen werden, wenn man 1000 kcal pro Tag zu viel aufnimmt. Eine Pizza beispielsweise hat ca. 1000 kcal und wird ja statt einer anderen Mahlzeit gegessen. Ab und zu können Sie also auch eine Pizza essen.

Wie wiege ich mich richtig?

  • Wiegen Sie sich am besten nur einmal in der Woche und am besten jeweils am gleichen Tag.
  • Wiegen Sie sich immer zur gleichen Uhrzeit.
  • Wiegen Sie sich am besten direkt nach dem Aufstehen, nachdem Sie auf der Toilette waren und bevor Sie gefrühstückt oder etwas getrunken haben.
  • Stellen Sie die Waage auf einen harten und ebenen Untergrund und nicht auf den Teppich. So erreichen Sie die genauesten Werte.
  • Wiegen Sie sich am besten ohne Kleidung oder nur in Unterwäsche.
  • Lassen Sie sich nicht von kleineren Schwankungen stressen. Eine höhere Zahl auf der Waage kann, wie Sie jetzt wissen, viele Ursachen haben.

von Pia Martin,

publiziert am 15.11.2017


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