Zöliakie

Zöliakie betrifft etwa jede hundertste Person in der Schweiz – Frauen scheinen häufiger unter der Glutenunverträglichkeit zu leiden als Männer. Wie kann man sich glutenfrei ernähren? Und welche Nahrungsmittel sind von Natur aus glutenfrei?

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Glutenfreie aha!-Produkte mit dem Hinweis «glutenfrei» sowie dem Symbol der durchgestrichenen Ähre sind für Betroffene besonders geeignet. Sie werden unter spezieller Berücksichtigung der Zöliakieproblematik hergestellt und durch unabhängige Stellen geprüft. Migros-aha!-Produkte gewährleisten grösstmögliche Sicherheit.

Vorkommen

Zöliakie ist eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber dem Getreideeiweiss «Gluten». Die Häufigkeit dieser Erkrankung wird auf 1:100 geschätzt. Immer mehr sind auch Erwachsene betroffen; bei Frauen scheint die Erkrankung häufiger vorzukommen als bei Männern.

Symptome

Die Symptome können unterschiedlich sein. Bei Erwachsenen sind Eisenmangel und Magen-Darm-Beschwerden typisch, bei Kindern stehen Wachstums- und Gedeihstörungen im Vordergrund. Bei Verdacht auf Erkrankung kann eine Blutuntersuchung (Antikörpertest) durch den Arzt/die Ärztin durchgeführt werden. Zur Sicherung der Diagnose ist zusätzlich eine Dünndarmbiospsie (Entnahme von Dünndarmgewebe) nötig. Heute steht auch ein Gentest zur Verfügung, der für den Nachweis einer Zöliakie eingesetzt wird.

Ernährungsempfehlungen

Die Therapie besteht aus einer lebenslangen, glutenfreien Ernährung. Gluten ist ein Sammelbegriff für bestimmte Proteine (Eiweisse), welche in den Getreidesorten Weizen, Dinkel (einschliesslich Grünkern), Gerste, Roggen und Hafer enthalten sind. Wer sich glutenfrei ernährt, muss deshalb diese Getreidesorten und alle daraus hergestellten Produkte oder Speisen wie Brot, Gebäck, Teigwaren, Flocken, Paniertes, Mehlsaucen etc. meiden.

Mais, Reis, Kartoffeln, Hirse, Buchweizen, Soja etc. sind von Natur aus glutenfrei und stellen eine gute Alternative dar. Ebenso sind natürlich auch unverarbeitete Grundnahrungsmittel wie Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Gemüse, Obst, Öle und Zucker gut geeignet.

Beachten Sie die Angaben auf der Verpackung! Glutenhaltiges Getreide und daraus hergestellte Erzeugnisse (Mehl, Stärke etc.) müssen in der Zutatenliste immer aufgeführt werden, auch wenn sie nur in geringen Mengen zugegeben werden.

Spuren von Gluten können aber auch unbeabsichtigt in ein Produkt gelangen. Dies lässt sich manchmal nicht vermeiden. Auf Spuren muss hingewiesen werden, sofern der gesetzlich festgelegte Höchstwert (10mg Gliadin (= 20mg Gluten) pro 100g Trockenmasse) überschritten wird oder werden könnte (z. B. «Kann Gluten enthalten»). Auf Spuren unterhalb des gesetzlich festgelegten Höchstwertes darf in gleicher Art freiwillig hingewiesen werden.

Weiterführende Informationen

Publiziert am 18.08.2017


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