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Gesünder leben?

Kohlenhydrate am Abend - Ja oder Nein?

Manchmal hat der Volksmund recht, häufig auch nicht. Vor allem wenn es um die Ernährung geht, halten sich gewisse Mythen hartnäckig. In der Rubrik «Wahr oder falsch» reden wir Klartext. Heute im Check: Essen nach der Uhr.

Bringt es etwas, Kohlenhydrate, Eiweisse und Fette nur zu einer bestimmten Tageszeit essen? Morgens Kohlenhydrate, abends Eiweisse, Fette sparsam - etwa auf einer Pizza am Mittag.

Diese Art zu essen, ist zumindest teilweise berechtigt. Kohlenhydrate sind Betriebsstoffe. Wir brauchen sie als Benzin fürs Gehirn, vor allem aber auch um unsere Muskeln zu bewegen. Beide sind vor allem tagsüber gefordert. Ein Birchermüesli mit frischen Saisonfrüchten ermöglicht einen optimalen Start in den Tag. Kohlenhydrate machen auch zum Mittagessen Sinn. Fette sind wichtig für die Sättigung und versorgen uns mit wertvollen Vitaminen und Fettsäuren. Abends und in der Nacht brauchen wir weniger Kohlenhydrate. Verzichten wir zum Abendessen auf Brot, Teigwaren & Co., halten wir unseren Insulinspiegel im Blut niedrig. Das gibt dem Körper die Gelegenheit, während der Nacht Reserven abzubauen, und beugt so vor, dass er ansetzt. Eiweisse beeinflussen den Insulinspiegel weniger.  Grundsätzlich sollte man nicht zu strikt sein mit der Trennung der drei Hauptnährstoffgruppen. Ansonsten bekommt ihre Ernährungsweise zu sehr Diätcharakter. Und Diäten sind weder gesund noch nachhaltig.

Weitere Ernährungsmythen​​​​​​​

von Susanna Heim


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