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Gesünder leben?

Wohlig warm in den Tag

Frühstücken wie ein Kaiser? Nicht in der Schweiz. In anderen Ländern geniesst das Zmorge einen viel höheren Stellenwert. Etwa in China.

Was viele Chinesen nicht verstehen, wenn man ihnen von unseren Ernährungsgewohnheiten erzählt, ist die Tatsache, dass wir kalt essen. «Warum wärmt ihr die Sachen nicht einfach in der Mikrowelle auf?», fragte mich einst eine Chinesin, nachdem ich ihr von Müesli und Konfibroten erzählt hatte. Zwar werden auch in der chinesischen Küche kalte Speisen gereicht, aber in der Regel muss Essen warm oder heiss sein.

Beliebtes Porridge

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Am Morgen gilt dies ganz besonders. Dann trinkt man in China vorzugsweise warmes Wasser, dem eine wohltuende Wirkung und heilende Kräfte nachgesagt werden. Dazu gibt es eine unglaublich vielfältige und je nach Region unterschiedliche Auswahl an warmen Speisen. Im ganzen Land bekannt und beliebt ist eine Art Porridge («Zhou»). Je nach Geschmacksvorliebe verfeinert man den eingekochten Reis vom Vortag mit Hackfleisch, Frühlingszwiebeln, hundertjährigen Eiern oder fermentiertem Tofu. Wer es lieber süss mag, gibt rote Bohnen oder Goji-Beeren hinein.

Unterwegs frühstücken

Die schnelle Alternative: Porridge im Becher

Wenns morgens schnell gehen muss und trotzdem warm und wohl im Magen liegen soll, sind die Porridge-Becher der Migros genau das richtige. Milch dazu, kurz in die Mikrowelle damit, und fertig ist das warme Zmorge für unterwegs. Gibt’s in den Geschmacksvarianten Apfel-Zimt und Honig-Vanille in allen grösseren Migros-Filialen.

Was den Plan, zu frühstücken wie ein Kaiser, erheblich erleichtert, ist das grosse Angebot auf der Strasse. Auf meinem Arbeitsweg mitten in Shanghai kam ich auf einer Strecke von 300 Metern an rund zwei Dutzend festen und fliegenden Händlern vorbei, die warmes Essen in allen Farben und Formen feilboten: Auf dem heissen Stein gebratene Brotfladen mit Ei, Frühlingszwiebeln und scharfer Sauce («Jianbing»), in Bambuskörben gedämpfte Brötchen mit Gemüse- oder Fleischfüllung («Baozi»), knusprig frittierte Teigstangen («Youtiao») und Nudelsuppen in unzähligen Variationen.

Konfibrot aus der Mikrowelle?

Das warme Frühstück gehörte denn auch zu den Dingen, die ich am meisten vermisste, nachdem ich nach knapp drei Jahren Aufenthalt wieder in die Schweiz zurückkehrte. Als klassische Eule gehöre ich leider nicht zu jenen Menschen, die morgens eine halbe Stunde früher aufstehen, um Eier und Haferbrei zu kochen. Wer weiss, vielleicht sollte ich dem mikrowellengewärmten Konfibrot doch mal eine Chance geben.


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