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Gesünder leben?

Welche Elektrozahnbürste nutzen?

Mit elektrischen Zahnbürsten putzen wir schneller und damit effektiver als von Hand. Doch welche wählen? Eine mit oszillierendem runden Kopf oder Schallzahnbürsten?

Eine Untersuchung der unabhängigen Forschungsgemeinschaft Cochrane zeigte, dass die elektrischen Zahnbürsten etwas mehr Plaque entfernen als eine (korrekt angewendete) Handzahnbürste und beobachteten auch etwas weniger Zahnfleischentzündungen bei der Anwendung. Zwei Systeme teilen sich derzeit den Markt, den die beiden Hersteller Braun mit seiner Reihe Oral-B und Konkurrent Philips mit Sonicare dominieren.

So putzt der oszillierende Rundkopf

Bei einer elektrischen Zahnbürste mit einem oszillierendem runden Kopf bewegen sich die Borsten schnell vor und zurück, gleichzeitig vibriert der Kopf leicht. Die Putztechnik ist einfach: mit dem rotierenden Putzkopf reinigt man mit nur leichtem Druck Zahn für Zahn. Viel Druck ist dafür nicht notwendig, denn sie Bewegungen und Vibrationen rütteln die Plaque vom Zahn los. Das schont das Zahnfleisch. Wer mit mehr Druck noch besser und schneller putzen will gefährdet hingegen durch die schnell rotierenden Köpfe sein Zahnfleisch genauso wie beim Schrubben mit der Handzahnbürste.

Wie funktioniert die Schallzahnbürste?

Wartung und Kosten

Der Preis für den Komfort: ein neuer Aufsteckkopf mit den Borsten, fällig etwa alle 6–8 Wochen, kostet im Schnitt 7 Franken, nach 2–3 Jahren ist häufig auch das Handstück mit der Elektronik kaputt und muss ersetzt werden. Kosten dafür: ab 70 Franken.

Schallzahnbürsten arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip, wobei der Name falsch ist: mit Schall wird hier nicht gesäubert, sondern der längliche Bürstenkopf bewegt sich mit bis zu 30 000 Schwingungen pro Minute nach oben und unten. Die hohe Schwingung rüttelt nicht nur die Plaque vom Zahn, sondern spült mit dem Speichel-Zahnpasta-Gemisch im Mund die Zahnzwischenräume durch. Auch hier gilt: es braucht nur ganz wenig Druck auf die Zähne zum Putzen, zuviel schädigt das Zahnfleisch. (Lesen Sie unten weiter ...)

Diese elektrischen Zahnbürsten säubern effektiv

Elektro-Zahnbürste: Wie lange putzen?

Die elektrische Zahnbürste schafft in nur zwei Minuten ein gutes Putzergebnis. Der Zeitgewinn gegenüber dem Putzen mit der Handzahnbürste kommt dadurch, dass die elektrische Zahnbürste dem Nutzer viele Putzbewegungen abnimmt und die Putztechnik einfach zu erlernen ist.

Zähne putzen alleine schützt die Zähne jedoch nicht. Dazu gehört eine Fluoridhaltige Zahnpasta, die die Zahnoberfläche härtet und schützt. Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen entfernen die für die Zahnbürste nur schwer erreichbare hartnäckige Plaque zwischen den Zähnen. Ein Zungenschaber entfernt einen Grossteil der Bakterien im Mundraum. Schliesslich sollte der Zahnarzt einmal im Jahr auf die Zähne schauen. Er erkennt auch, ob das Putzwerkzeug richtig verwendet wird.

Ist die Handzahnbürste out?

Die mechanische Bewegung entfernt die Beläge ausreichend, die zu Karies und Parodontose führen können. Umfragen zeigen jedoch: Viele nehmen sich mittlerweile nur noch eine Minute für das Zähneputzen.

Für eine gute Entfernung der Plaque braucht eine Handzahnbürste drei Minuten und dazu noch die richtige Putztechnik. Viele nehmen jedoch immer noch eine zu harte Borste und schrubben die Zähne einfach von links nach rechts, statt die Plaque sanft vom Zahnfleisch aus weg zu putzen. Zu harte Borsten und falsche Putztechnik schrubben mit der Zeit das Zahnfleisch weg und legen den empfindlichen Zahnhals frei. Der Vorteil der Handzahnbürste: sie ist günstig, leicht und geht beim Runterfallen nicht kaputt.

von Andreas Grote,

publiziert am 28.09.2018

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