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Mückenstiche: Vorbeugung, Schutz, Behandlung

Mückenstiche und Mücken sind lästig – und nervenaufreibend, vor allem wenn sie uns nachts besuchen und uns den Schlaf rauben. Doch es gibt durchaus Abwehrstrategien.

Eine typische Szene im Schlafzimmer: Kaum legen wir uns hin, geht das Gesumme einer Mücke los. Also Licht wieder an, Fliegenklatsche holen und auf Jagd gehen. Bei einem Misserfolg sehen, respektive spüren wir die Auswirkungen spätestens am kommenden Morgen. Das üble Jucken und die angeschwollene Stelle verraten sofort, wo uns die Mücke angezapft hat. Übrigens: Nur Weibchen stechen. Sie benötigen Blut, um sich fortzupflanzen. Für die Schwellung verantwortlich ist der Speichel der Mücke. Der Speichel, der unter die Haut gelangt, hat eine schmerzstillende Wirkung. Das ist der Grund, weshalb wir von der eigentlichen «Tat», dem Stich, gar nichts mitbekommen.

Was zieht Mücken an?

Hilfe, Moskitoalarm!

Lesen Sie hier, wann die Bedingungen für Mücken besonders gut sind.

Angelockt werden Mücken durch unsere Körperwärme, das Kohlendioxid-Gas in der Atemluft, auf Körperausdünstungen und auch auf den «Duft» von getragenen Socken. Weil Mücken besonders in den Abendstunden stechen, sollte man in dieser Zeit intensiven Schweissgeruch zu vermeiden versuchen. Bewegung und dunkle Farben ziehen sie ebenfalls an. Ausserdem wichtig: Leeren Sie regelmässig die Untersetzer von Blumentöpfen. Das dort angesammelte nähstoffreiche Wasser ist eine ideale Brutstätte für Mücken.

Was sollte man bei Mückenschutzmitteln beachten?

In Gegenden, in denen Mücken gefährliche Krankheiten wie etwa Malaria übertragen, sollte man unbedingt erwiesenermassen wirksame Insektenschutzmittel verwenden. Sie enthalten DEET oder Icaridin. Nützt das Insektenschutzmittel in den Ferien nicht wie gewünscht, fragen Sie die Einheimischen nach ihrem Tipp. Mancherorts gibt es Mücken, die sich von herkömmlichen Repellentien nicht abhalten lassen. Wichtig: Für schwangere und stillende Frauen sowie für Babys und Kleinkinder sind bestimmte Insektenschutzmittel tabu. Lassen Sie sich fachkundig beraten.

Schutz gegen Mückenstiche & Behandlung

So tragen Sie Mückenschutz richtig auf

Behandeln Sie damit alle Hautstellen, die nicht von Kleidung bedeckt sind, denn Mücken finden noch die kleinste Hautpartie, die vergessen ging. Empfohlen wird ein vorgängiges Austesten, ob man selber mit dem Mittel klarkommt oder mit gereizter Haut reagiert. Wer seine Kleidung mit Insektenschutzmittel behandeln möchte, sollte sich vergewissern, dass das Produkt auch dafür geeignet ist. DEET kann Kunststoffe und Textilien angreifen. Bei starkem Wind, beim Baden oder bei starkem Schwitzen ist es nötig, das Mittel öfter aufzutragen. Erst das Sonnenschutzmittel auftragen und 15 bis 30 Minuten danach das Mückenschutzmittel.

(Fortsetzung weiter unten ...)

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Wie schütze ich mich ohne Mückenspray?

Tipps
  • Benützen Sie Pflanzen zur Mückenabwehr. Gut eignen sich Katzenminze, die Duftpelargonie, auch Tomaten oder die ätherischen Öle eines Walnussbaums
  • Mücken mögen keine kühlen Räume
  • Möglichst helle Kleidung aus luftigem Stoff anziehen

Fachleuten zufolge können technische Mittel wie Ultraschallgeräte oder Smartphones, die hohe Pfeiftöne senden, keine Mücken vertreiben, weil die Mückenweibchen schlecht hören. Auch UV-Lampen haben laut der Stiftung Warentest keine Wirkung auf Mücken, ebenso wenig Hausmittel wie Knoblauch oder das Einreiben der Haut mit einer Zitronenscheibe.

Wer auf keinen Fall nachts um den Schlaf gebracht werden will, kann sich auch ein Moskitonetz oder ein Insektengitter zulegen. Gegenüber chemischen Mitteln hat das den Vorteil, dass keine Gifte die Raumluft belasten.

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Die Mücke hat mich erwischt, was nun?

In aller Regel sind Mückenstiche harmlos. Wer auf den Stich nicht allergisch reagiert, ist das Problem nach kurzer Zeit wieder los. Doch während diesen paar Tagen kann der winzige Stich echt nerven. Kratzen verschafft zwar Linderung, der Juckreiz hört kurzfristig auf. Zurück bleibt aber häufig eine offene Wunde, die sich je nachdem auch entzünden oder gar hässliche Narben zurücklassen kann. Spezielle Vorsicht ist bei allergischen Reaktionen geboten. Je nach Körperstelle und Hautbeschaffenheit kann ein Mückenstich – insbesondere bei Kleinkindern mit noch dünner Haut – einmal dicker werden. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Betroffene allergisch auf Mücken ist. Bei allergischen Menschen nimmt ein Mückenstich auch einmal ein handtellergrosses Format an. Bei Atemproblemen, Kreislaufversagen sowie sehr starker Schwellung sollte unverzüglich ein Arzt konsultiert werden.

Speziell vorsichtig angehen sollte man einen Mückenstich rund um das Auge. Dort ist die Haut sehr dünn. Bei einem Stich auf dem Augenlid besteht die Gefahr, dass schnell das gesamte Auge zuschwillt. Auf keinen Fall darf gekratzt werden. Vielmehr sollte man die betroffene Stelle mit einem kalten Tuch kühlen, bis die Schwellung nachlässt.

Was hilft gegen den juckenden Mückenstich?

Wenn uns eine Mücke erwischt hat, helfen als heilende Massnahme sowohl Kälte wie Wärme. Auch wenn es juckt – kratzen Sie Mückenstiche nicht auf, weil dadurch leicht Krankheitserreger eindringen können. Ausserdem wird dabei der Mückenspeichel in der Haut verteilt und es juckt noch mehr. Stattdessen eine kühlende Auflage benutzen oder eine kühlende Lotion mit Menthol auftragen (im Kühlschrank aufbewahren).

Für die Auflage legen Sie einen nassen, kalten Lappen auf den Mückenstich, Sie können auch Eiswürfel in ein Tuch wickeln. Nie Eis direkt auf die Haut legen! Oder aber stellen Sie eine Tasse mit heissem Wasser bereit, in die ein Metalllöffel getaucht wird. Den heissen Löffel nach Möglichkeit auf die Stichstelle legen. Der Grund: Ein Mücke spritzt proteinhaltiges Gift unter die Haut. Wärme hilft dagegen, da man Eiweiss ab circa 40 Grad zerstören kann. 

Ein altes Hausmittel ist eine halbierte, aufgelegte Zwiebel. Eine in Scheiben geschnittene Zwiebel auf dem Stich kann auch helfen. Bei Stichen am Auge keine Kamillenkompressen auflegen, weil sie leicht zu Allergien führen. 

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von Markus Sutter,

veröffentlicht am 30.08.2017, angepasst am 26.08.2021


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