Schliessen

Gesünder leben?

Was Sie bei einem Hämatom unternehmen sollten

Stürze, Quetschungen oder Stösse führen oft zu einem Hämatom. Eine derartige Verletzung verheilt zwar in aller Regel innerhalb weniger Wochen von selbst. Mit ein paar einfachen Massnahmen kann die Heilungszeit aber noch verringert werden.

Vor allem Boxer können davon ein Lied singen: Kaum ein Kampf vergeht, ohne dass ein «Veilchen» zurückbleibt. Nach Stössen aber auch etwa nach Stürzen oder Quetschungen platzen schnell einmal kleine Gefässe auf, und Blut breitet sich im Gewebe aus – ein typisches Zeichen für ein Hämatom.

Oft verstreicht allerdings eine gewisse Zeit, bis sich die Symptome bemerkbar machen. Bei einem Bluterguss, der unmittelbar unter der Hautoberfläche liegt, sind die ersten untrüglichen Anzeichen innerhalb weniger Stunden zu sehen. Solche Blutungen im subkutanen Bereich, dem Gewebe unterhalb der Haut, schmerzen auch meist stark und können anschwellen. Tieferliegende Hämatomen sind zwar ebenfalls schmerzhaft, aber äusserlich oft nicht zu sehen oder allenfalls erst nach mehreren Tagen.

Auslöser 1: verletztes Blutgefäss

Markenzeichen eines Hämatoms ist, dass ein Blutgefäss verletzt wird, ohne dass es zu einer offenen Wunde kommt. Ein weiteres Indiz: Die Farbe der betroffenen Hautpartie verändert sich im Laufe der Zeit beginnend mit dunkelrot/blau, wenn das Blut gerinnt. Weist das Hämatom eine braun-schwarze Farbe auf, kann man daraus schliessen, dass Eiweisse den Blutfarbstoff zum Gallenfarbstoff abbauen. In der letzten Phase folgt eine gelb-braune Verfärbung. Nach spätestens zwei bis drei Wochen herrscht dann wieder Normalzustand, die Sache ist ausgestanden.

Auslöser 2: blutverdünnende Medikamente

Manchmal treten derartige Blutergüsse übrigens auch ohne eine ersichtliche Ursache auf. Das kann bei Menschen vorkommen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen. Sie forcieren die Blutgerinnung und begünstigen damit das Auftreten von Blutungen. (Lesen Sie unten weiter...)

Weitere Ratschläge bei Sportverletzungen

Wann zum Arzt?

Ein Arztbesuch erübrigt sich meistens bei einem Hämatom. Eine medizinische Abklärung drängt sich allerdings bei einem grösseren und sich schnell ausbreitenden Bluterguss auf, da eine Verletzung grösserer Blutgefässe nicht ausgeschlossen werden kann. Solche Verletzungen können sogar lebensbedrohend (Schockzustände) sein. Genauer untersucht werden sollten Hämatome auch in Nähe von Gelenken, weil die Gefahr von Knochenverletzungen besteht. Und schliesslich sollte man auch einen Arzt konsultieren, wenn ein Hämatom aus dem Nichts, also des Öfteren ohne nachvollziehbaren Grund, bemerkt wird.

Wie behandeln?

In allen anderen harmloseren Fällen sind vor allem zwei Massnahmen zu empfehlen: Erstens kühlen, sodass sich die Blutgefässe zusammenziehen. Und zweitens hochlagern, damit weniger Blut austreten kann und sich ein Hämatom nicht weiter ausbreitet. Auch der Verzicht auf übermässige Bewegung ist ratsam. Dadurch wird einer zu starken Durchblutung der Muskulatur vorgebeugt und der Bluterguss abgeschwächt.

Hausmittelchen zum schnelleren Abklingen

Dem einen oder anderen Betroffenen dürfte der Heilungsprozess von einigen Wochen nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen zu lange gehen, vor allem wenn ein unansehnliches Hämatom am Körper gut sichtbar ist. Mit ein paar Hausmittelchen lässt sich diese Zeit abkürzen.

  • Eis: Jeder Sportler weiss: Bei einem Bluterguss sollte man sofort Eis auflegen (aber nicht direkt auf die Haut, sondern als Schutz noch mit einem dünnen Tuch herum). Infolge der Kälte ziehen sich die Blutgefässe zusammen. Entzündungen, aber auch Schmerzen lassen sich dadurch verringern.
  • Salz: Das Gleiche gilt für Salz. Der Grund liegt darin, dass beim Auftragen von Salz auf das Hämatom Flüssigkeit absorbiert wird.
  • Arnika: Dank seinen entzündungshemmenden und schmerzlindernden Qualitäten gilt das Heilkraut Arnika als ein sehr effizientes Mittel gegen Hämatome.
  • Knoblauch: Um die Regeneration des Gewebes zu beschleunigen, bietet sich das vielseitige Wundermittel Knoblauch auch bei Hämatomen an. Die weisse Knolle hat eine stark antioxidative Wirkung.
  • Apfelessig: Ein Umschlag mit Apfelessig fördert die Durchblutung der Haut und das angesammelte Blut wird besser abgeleitet.

von Markus Sutter,

publiziert am 12.02.2019


Das könnte Sie interessieren: