Schliessen

Gesünder leben?

Wie gesund ist Rohkost?

Ob im Salat oder als Gemüsestick zum Dippen: Rohkost sollte öfter auf Ihrem Speiseplan stehen. Rohe Kost kann nämlich mehr als beim Abnehmen helfen. Probieren Sie auch die feinen Rezepte.

Alternative Ernährungsformen wie Paleo-Ernährung, Clean-Eating oder neuerdings auch die pegane Ernährung (Mischung aus Paleo-Ernährung und veganer Ernährungsweise) werden immer populärer. Isolierte Ernährungsweisen haben oft den Nachteil, dass sie auf Dauer nicht bedarfsdeckend sind.

Rohkost: Was ist das eigentlich?

Das ist auch bei der strikten Rohkosternährung der Fall. Bei dieser Ernährungsform werden die meisten oder alle Lebensmittel unerhitzt verzehrt. Meist ernähren sich die Rohköstler ausschliesslich vegetarisch oder vegan. Das muss aber nicht immer der Fall sein. Auch Rohmilch, rohe Eier, roher Fisch und rohes Fleisch wären erlaubt.

Ist strikte Rohkosternährung ungesund?

Eine strenge Rohkosternährung ist meist nicht bedarfsdeckend und kann leicht zu einer Mangelernährung führen. Dies gilt besonders für sogenannte Risikogruppen wie Kinder, Schwangere, stillende Mütter, kranke oder alte Menschen.

Zu diesem Ergebnis kam auch eine Studie der Justus-Liebig-Universität Giessen. Der Energiebedarf kann nur schwer gedeckt werden und wichtige Nährstoffe wie Eiweiss und essentielle Fettsäuren, Zink, Jod, Calcium oder Vitamin D und Vitamin B12 fehlen oft. Es gibt auch immer weniger Spielraum für Genuss und Freude am Essen, je eingeschränkter die Ernährungsweise ist.

Ausgewogene Ernährung und Rohkost: Passt das?

Doch wie ist es mit einem Anteil roher Lebensmittel im Rahmen einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung? Hier ist Rohkost sehr empfehlenswert. Natürliche, ursprüngliche und unverarbeitete Lebensmittel sind gesund, enthalten relativ wenige Kalorien und viele Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe.

So wird Rohkost auch im «optimalen Teller» der SGE (Schweizerische Gesellschaft für Ernährung) berücksichtigt. Vor allem Gemüsesorten, wie Tomaten, Gurken, Kohlrabi, Rüebli oder Radieschen sind sehr zu empfehlen. Sie enthalten weniger Zucker und weniger Säuren als Früchte.

Verdauungsbeschwerden durch Rohkost?

Wer viel rohe Kost nicht gewöhnt ist, kann zwar zu Beginn Probleme mit der Verdauung bekommen. Der Körper kann sich aber an die ungewohnte Kost gewöhnen. Sollten Sie bisher zu den Rohkost-Meidern gehört haben, so steigern Sie den Anteil der rohen Kost langsam, essen Sie nicht zu schnell und kauen Sie gut. Verzichten Sie zu Beginn erst einmal auf Gemüsesorten wie rohe Zwiebeln, Lauch und verschiedene Kohlsorten. Wenn Sie es vertragen, so können Sie auch abends noch Rohkost essen.

Praktische Tipps und feine Rezepte zu Rohkost

Wollen Sie heute einmal rohe Lebensmittel essen? iMpuls hat dafür passende Rezepte mit Kohlrabi.

Ein Rezept zum Selbermachen von Dipps für rohe Gemüsesticks finden Sie auch. Das Leinöl im Quark sorgt dafür, dass auch die fettlöslichen Vitamine aus dem Gemüse vom Körper besser aufgenommen werden können.

Wenn Sie lieber gekochtes Gemüse essen: Versuchen Sie es mal mit Dünsten. Dies ist eine sehr schonende Garmethode, bei der mehr Vitamine im Lebensmittel erhalten bleiben.

Noch weniger Verlust hat man, wenn man das Garwasser für Saucen wiederverwendet.

von Pia Martin,

publiziert am 28.05.2018


Das könnte Sie interessieren: