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20 Fakten zu Kopfschmerzen: Symptome, Ursachen & Behandlung

Es gibt über 360 Arten von Kopfschmerz. Viele Betroffene haben keine genaue Diagnose und so möglicherweise auch nicht die passende Behandlung.

1. Welche Kopfschmerzen sind am häufigsten?

Neun von zehn Betroffenen leiden entweder an Migräne, Spannungskopfschmerzen oder an einer Mischung aus beidem.

2. Welche Symptome treten bei einer Migräne auf?

Einseitige, pulsierende Kopfschmerzen, die sich bei körperlicher Aktivität verstärken, dazu womöglich noch Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit und dies für maximal drei Tage – das ist typisch für die Migräne. Höchstens die Hälfte der Migräne-Betroffenen weiss, dass sie Migräne haben.

3. Woran erkennt man Spannungskopfschmerzen?

Diese Kopfschmerzen treten oft beidseitig auf. Sie sind weder pulsierend noch mit Übelkeit verbunden. Meist werden sie auch nicht durch Bewegung verschlimmert.

4. Welche Ursachen haben Spannungskopfschmerzen?

Zu Spannungskopfschmerzen kommt es wegen Verspannungen im Schulter- oder Nackenbereich, die zum Beispiel von schlechter Körperhaltung am Arbeitsplatz herrühren können. Auch Zahn- oder Nasennebenhöhleninfekte oder ein unregelmässiger Tagesrhythmus können dazu führen. Gelegentlich Spannungskopfschmerzen zu haben, gehört schon fast zum Leben: 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung spüren sie hin und wieder.

5. Welche nicht-medikamentösen Methoden helfen gegen Spannungskopfschmerzen?

Dehnübungen, Massage, Bewegung und Training der Nacken- und Schultermuskulatur. Den Kopf immer wieder bewegen, die Haltung abwechseln und die Schultern kreisen. Versuchen kann man auch wärmende oder kühlende Auflagen, etwas Pfefferminzöl auf die Schläfen und den Nacken auftragen, Akupunktur und zur Vorbeugung Ausdauersport, Physiotherapie, Biofeedback, Musiktherapie und/oder Entspannungsübungen.

6. Wie kann man einer Migräne vorbeugen?

Zur Migräne kommt es beispielsweise, wenn jemand schnell vom Schlaf in einen angespannten Zustand übergeht und sich die Nervenerregung rasch ändert. Hilfreich ist deshalb alles, was solche raschen Wechsel «abpuffert», zum Beispiel: das Frühstück in Ruhe einnehmen, für einen gleichmässigen Tagesablauf sorgen, zwischendurch das Handy abschalten und eine Pause einlegen, die gewohnten Schlafzeiten einhalten, regelmässig Entspannungsübungen machen, eine Verhaltenstherapie machen, lernen, «Nein» zu sagen …

7. Wie häufig darf man Medikamente gegen Kopfschmerzen nehmen?

Die einfachste Regel lautet: An 20 Tagen im Monat keine Schmerzmittel. Wer das nicht einhalten kann, wendet sich am besten an eine Ärztin oder einen Arzt.

(Fortsetzung weiter unten…)

8. Was ist der häufigste Grund für tägliche Kopfschmerzen?

Etwa vier Prozent der Bevölkerung haben täglich Kopfweh. Der häufigste Grund dafür ist ein Übergebrauch von  Medikamenten. Belastende Lebenssituationen, Ängste oder Depression sind Risikofaktoren für diesen Medikamenten-Überkonsum-Kopfschmerz (MÜKS). Vier von fünf Betroffenen kann mit der richtigen Therapie aber geholfen werden. Dazu gehört unter anderem, nur wenig Kaffee, Rotwein, Weichkäse oder andere tyraminreiche Lebensmittel zu konsumieren. Tyramin entsteht etwa beim Gären oder Fermentieren von Lebensmitteln.

9. Wann sollte man bei Kopfschmerzen zum Arzt?

Rasch zum Arzt sollte man bei Nackensteifigkeit, Fieber, Gewichtsverlust, urplötzlichen, sehr heftigen oder nie gekannten Kopfschmerzen, bei Kopfschmerzen während der Schwangerschaft, wenn sich die «gewohnten» Kopfschmerzen verändern oder bei ungewöhnlichen Begleitsymptomen wie zum Beispiel einer Lähmung. Auch wer nach dem 50. Geburtstag zum ersten Mal migräneartige Kopfschmerzen hat, sollte andere Ursachen ausschliessen lassen. Dazu gehören beispielsweise hoher Blut- oder Augendruck.

10. Hilft Kaffee gegen Kopfschmerzen?

Manchen Personen hilft ein Kaffee oder Espresso mit Zitrone, wenn die Kopfschmerzen beginnen. Mehr als fünf Tassen täglich können bei der Migräne aber auch die Anzahl der Attacken erhöhen. Dasselbe passiert oft, wenn gewohnheitsmässige Kaffeetrinkerinnen den Kaffee abrupt weglassen.

11. Was hat Salz mit Kopfweh zu tun?

Weniger Salzkonsum, weniger Kopfschmerzen – zu diesem Resultat kamen Studien an Menschen mit Neigung zu Bluthochdruck.

(Fortsetzung weiter unten…)

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12. Welche komplementären Methoden helfen gegen Kopfschmerzen?

Akupunktur kann zum Beispiel helfen oder auch Hypnose und Achtsamkeitstraining. Für die meisten alternativen Methoden gibt es allerdings keinen wissenschaftlichen Beweis, dass sie wirken. Auch Placebo oder Scheinakupunktur half in Studien einigen Menschen gegen Kopfschmerzen.

13. Was bringt Ausdauersport bei Kopfschmerzen?

Sport entstresst und das hilft. Das Ziel: Dreimal wöchentlich eine Dreiviertelstunde. Ausserdem kann das Training beim Abnehmen helfen. Ein gesundes Körpergewicht bedeutet meist auch: weniger Migräne.

14. Können bestimmte Genussmittel Kopfschmerzen verursachen?

Alkohol zählt zu den Dingen, die Kopfschmerzen auslösen können – oder auch nicht. Manchmal spielt dabei auch die Uhrzeit eine Rolle. Sicher ist: Wer richtig bechert, wird danach mit grosser Wahrscheinlichkeit Kopfweh haben.

15. Was hilft gegen Kater-Kopfschmerzen?

Auch wenn es Dutzende von angeblichen Mitteln gegen den «Kater» gibt: Wissenschaftlich erwiesen ist nichts. Am ehesten hilft es, vor der Party genügend Nicht-Alkoholisches zu trinken und ausreichend zu essen. Alpha-Linolensäure aus Borretsch, ein Hefe-Vitaminpräparat, Vitamin B6 oder Taigawurzel können die Katerkopfschmerzen eventuell lindern. Vermeiden sollte man das Schmerzmittel Paracetamol, weil es von der Leber abgebaut wird und die ist durch den Alkohol schon gefordert. Schmerzmittel wie Ibuprofen können in Kombination mit Alkohol die Magenschleimhaut zusätzlich reizen. Am sichersten wirkt: weniger bechern.

16. Kann zu wenig trinken Kopfschmerzen auslösen?

Ja – wobei sich das auf Wasser bezieht und nicht auf Alkohol. Auch Fasten kann bei manchen Menschen Kopfschmerzen oder Migräne verursachen.

17. Leiden Frauen generell häufiger unter Kopfschmerzen als Männer?

Das kommt auf die Art der Kopfschmerzen an. Die Migräne ist bei Frauen dreimal häufiger als bei Männern, der Cluster-Kopfschmerz dagegen trifft Männer sechsmal häufiger.

18. Was ist ein Cluster-Kopfschmerz?

Er ist selten, einseitig, dauert 15 Minuten bis drei Stunden, kommt während Wochen bis Monaten gebündelt und treibt die Betroffenen die Wände hoch. Cluster-Kopfschmerzen zählen zu den schlimmsten Schmerzen.

19. Welche Ursachen hat der Cluster-Kopfschmerz?

Diese Pein kommt in manchen Familien öfter vor, es scheint also ererbte Faktoren zu geben. Ausserdem sind Raucher häufiger betroffen als Nichtraucher. Was aber beim Cluster-Kopfschmerz genau passiert, ist noch ein Rätsel.

20. Was hilft bei Cluster-Kopfschmerzen?

Beim akuten Anfall werden vor allem Sauerstoff zum Einatmen und Medikamente gegen Migräne gegeben.

von Dr. med. Martina Frei,

veröffentlicht am 12.08.2021, angepasst am 07.12.2021


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