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Gesünder leben?

Mit Suppen und Shakes den Diabetes loswerden

In einem Experiment überwanden sieben von zehn Teilnehmern ihre Zuckerkrankheit. Sie unterzogen sich einer Diät aus Suppen und Shakes.

Kann ein Typ-2-Diabetes wieder verschwinden? Ja, wenn der Betroffene abnimmt und das Gewicht anschliessend hält.

Und wie stellt man das an? Das zeigt eine britische Studie mit knapp 300 Diabetikern. Die Hälfte wurde behandelt wie üblich. Die andere Hälfte unterzog sich einem dreistufigen Diätprogramm.

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Bei Bedarf Ernährungsberatung

Die ersten drei bis fünf Monate gab es für sie vorgefertigte Mahlzeiten in Form von Suppen und Shakes. Pro Tag nahmen die Versuchspersonen damit rund 840 Kilokalorien zu sich.

Danach folgte schrittweise die Umstellung auf normale Kost. Zwei Jahre lang konnten die Teilnehmer einmal im Monat eine Ernährungsberaterin oder eine speziell geschulte Pflegekraft konsultieren.

«Plan B» bei Gewichtszunahme

Diese Beratung sollte helfen, das Gewicht stabil zu halten. Nahm ein Teilnehmer zwei Kilo oder mehr zu, kam auf Wunsch vorübergehend ein «Rettungsplan» mit den Suppen und Shakes zum Einsatz.

Von den anfänglichen 149 Studienteilnehmern blieben 116 zwei Jahre lang dabei. Nach einem Jahr war fast die Hälfte ihren Diabetes los, nach zwei Jahren waren es «nur» noch 36 Prozent (In der wie üblich behandelten Vergleichsgruppe gelang dies nur drei Prozent). (Lesen Sie unten weiter...)

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Gewichtsabnahme ist entscheidend

Dieser Erfolg war eng mit dem Gewicht verbunden: Von denjenigen, die mindestens 15 Kilo abgenommen hatten, hatten 70 Prozent keinen Diabetes mehr.

60 Prozent waren es bei denen, die zehn bis 15 Kilo verloren hatten und 29 Prozent in der Gruppe derer, die fünf bis zehn Kilo leichter waren – bei einem durchschnittlichen Anfangsgewicht von 101 Kilo.

Bessere Lebensqualität

Dank der Gewichtsabnahme besserten sich aber nicht nur die Blutzuckerwerte. Auch die Lebensqualität der Teilnehmer stieg und ihre Cholesterin- und Blutdruckwerte sanken. Den Rettungsplan brauchte die Hälfte der Teilnehmer gar nicht, ein Drittel hatte ihn einmal nötig, die restlichen Probanden mehrmals.

Quelle: «The Lancet Diabetes & Endocrinology»

von Dr. med. Martina Frei,

publiziert am 06.08.2019


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