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Gesünder leben?

Bewegung: Das Wundermittel gegen 20 Krankheiten

Bewegung beugt rund 20 Krankheiten vor. Nur schon ein paar Treppenstufen zu steigen, nützt der Gesundheit.

Es tönt nicht nur nach einem Wundermittel, es ist eines: Stärkt die Knochen wie auch die geistigen Fähigkeiten, reduziert das Risiko für acht verschiedene Krebserkrankungen, hilft gegen Ängste und Depression, verbessert den Schlaf, beugt Diabetes, Herzinfarkt sowie Schlaganfall vor, senkt den Blutdruck und das Cholesterin, verlängert das Leben … die Liste in der amerikanischen Ärztezeitung «Jama» umfasst 20 positive Punkte – und keine negativen.

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Neue Empfehlungen zur Bewegung

Sie zählt auf, welche gesundheitlichen Wirkungen Bewegung hat – selbst wenn es nur ganz wenig ist. Dieser letzte Punkt ist neu in den wissenschaftlich untermauerten US-Empfehlungen. 2008 erstmals erschienen, wurde nun die überarbeitete Fassung veröffentlicht.

Keine Mindestdauer nötig

Nur schon einen Treppenabsatz hochzulaufen tut der Gesundheit gut, so das Fazit. Früher galt die Devise, ein Training müsse mindestens zehn Minuten dauern.

Stattdessen heisst es neu: Ein bisschen Bewegung ist besser als gar keine. Den grössten gesundheitlichen Gewinn haben nämlich diejenigen, die sich bisher gar nicht sportlich betätigten und nun aufraffen – selbst wenn es nur ein bisschen ist.

Einmal trainieren, lange profitieren

Die zweite wichtige Botschaft: Bewegung nützt nicht nur lang-, sondern auch kurzfristig. So kann eine einzige Trainingseinheit den Blutdruck bis zu 13 Stunden lang senken und den Blutfettwert sogar bis zu 24 Stunden.

Wer das Maximale für seine Gesundheit herausholen will – das bedeutet unter anderem, das Risiko für einen vorzeitigen Tod um ein Drittel zu senken –, muss jedoch etwas mehr tun: 150 bis 300 Minuten pro Woche moderat trainieren oder nur halb so lange, dafür aber intensiv. 

Gute Hilfe: der Sprechtest

Als Mass dient der «Sprechtest»: Bei mittlerer Anstrengung kann man beim Sport noch sprechen, aber nicht mehr singen, ohne ausser Atem zu geraten. Bei intensivem Training liegen nur noch kurze Sätze drin.

Sport erhöhe aber nicht nur die Fitness, sondern fördere auch soziale Kontakte und wichtige Fähigkeiten wie Durchhaltevermögen und Teamgeist, betonen die Fachleute.

Wie oft, ist egal

Ob man mehrmals pro Woche trainiere oder das ganze Pensum an einem oder zwei Tagen erledige, spiele keine Rolle. Solange ärztlicherseits nichts dagegenspreche, sollten auch Schwangere trainieren: Mindestens 150 Minuten wöchentlich moderate Bewegung.

Quelle: «Journal of the American Medical Association»

von Dr. med. Martina Frei,

publiziert am 17.01.2019


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