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Was im Ei so alles drin ist

Der Blick ins Innere eines Eis bringt einen zum Staunen. Was von aussen so simpel aussieht, ist das Resultat eines komplexen Entstehungsprozesses.

Ein Huhn produziert an die 300 Eier im Jahr. Die Produktion ist ein komplexer Prozess. Ein Prozess, der das Huhn strapaziert. Nach einem Jahr nimmt die Produktionsleistung rapide ab. Aus der Legehenne wird ein Suppenhuhn. Doch wie entsteht ein Ei? 

So entsteht ein Ei

Freilandhühner

Fast jeden Tag reift im Eierstock der Henne eine rund drei Zenti­meter grosse Eizelle heran: der Dotter. Nach dem Eisprung gleitet das gelbe Kügelchen rotierend durch den Eileiter. Dieser enthält Drüsen, die den Dotter mit vier Schichten Eiklar bedecken.

Nach etwa vier Stunden beginnt dann der Aufbau der Kalkschale – durch das Sekret ­weiterer Drüsen. Dieser Prozess dauert rund 20 Stunden an.

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So ist das Hühnerei aufgebaut

Eier sind vielschichtig aufgebaut, damit der Dotter geschützt und mit allem Wichtigen versorgt wird:

  • Die 0,4 Millimeter dicke Schale bietet mechanischen Schutz. Tausende Poren ermöglichen den Gasaustausch.
  • Die faserige Eihaut innen an der Schale verhindert, dass Wasser verdunstet.
  • Das Eiklar wiederum enthält Eiweisse, die den ­Dotter ernähren. Zudem dämpft es Stösse. Zwei sogenannte Hagelschnüre, die mit der innersten von vier Schichten Eiklar verbunden sind, halten den Dotter in der Mitte.
  • Der Dotter ist voller Nährstoffe. Karotinoide färben ihn gelb.
  • Die Keimscheibe, die als kleiner weisslicher Fleck auf dem Dotter liegt, enthält den Zellkern. Bei industriell gehaltenen Hühnern bleibt er unbefruchtet. Die Luftblase hat den Zweck, dem Küken vor dem Schlüpfen das Atmen zu ermöglichen.

Welche Nährstoffe enthält das Ei?

Das Eiklar und der Dotter enthalten Eiweisse (Proteine). Unser Körper kann diese besser verwerten als Proteine aus anderen Lebensmitteln. Der Dotter ist zudem reich an Fetten, darunter Cholesterin.

Und genau das hat das Ei eine Zeitlang in Verruf gebracht. Mehr als zwei bis drei Eier pro Woche seien ungesund, weil sie zu einem überhöhten Cholesterinspiegel führten, so die Warnungen. Dieser verstopfe die Arterien, was wiederum Ursache für einen Herzinfarkt sein könne.

Inzwischen nimmt diese Warnungen niemand mehr so richtig ernst. US-Experten warnen jedenfalls seit längerem nicht mehr vor zu grossen Mengen. Sie haben längst herausbekommen, dass der Körper selbst viel mehr Cholesterin bildet, als er über die Nahrung aufnimmt.

Das im Hühnerei viele Nährstoffe enthalten sind, ist nicht weiter verwunderlich, da darin Leben entsteht und heranwächst. So kann eine erwachsene Person bereits mit 2 Eiern ihren Tagesbedarf an Vitamin B12 zu 60 Prozent decken. Vitamin B12 unter anderem unterstützt den Energiestoffwechsel, das Nervensystem und die Bildung neuer Blutplättchen.

Im Ei sind reichlich Vitamin A, Riboflavin oder Folsäure. Bei den Mikronährstoffen fällt insbesondere Phosphor und Zink auf. Zink hat im Körper zahlreiche Funktionen, so trägt es einen wichtigen Anteil bei der Verstoffwechslung der Hauptnährstoffe bei.

(Fortsetzung weiter unten…)

Erfahren Sie mehr über Eier

Nährwerte im Ei

  Pro 100g, roh Pro Portion
 = 2 Eier (110g)
Prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs mit einer Portion
Energie

142 kcal

156 kcal  
Protein

11,9 g

13,1 g  
Kohlenhydrate 0,3 g 0,3 g  
Fett 10,3 g 11,3 g  
Vitamin A 150,0 µg 165,0 µg 21%
Vitamin D 2,9 µg 3,2 µg 64%
Riboflavin (Vitamin B2) 0,3 mg 0,3 mg 24%
Folsäure 67,0 µg 73,7 µg 37%
Vitamin B12 1,4 µg 1,5 µg 60%
Pantothensäure 2,3 mg 2,5 mg 41%
Chlorid 180 mg 198 mg 25%
Phosphor 210 mg 231 mg 33%
Eisen 1,8 mg 2,0 mg 14%
Zink 1,5 mg 1,7 mg 17%
Selen 21 µg 23 µg 42%
Jod 32 µg 35 µg 23%

Vitamin C und Niacin sind im Hühnerei gar nicht enthalten, andere Mikronährstoffe sind in Spuren enthalten.

Quelle: Schweizer Nährwertdatenbank

Angaben zu Referenzwerten der empfohlenen Nährstoffzufuhr gemäss Verordnung des EDI betreffend die Informationen über Lebensmittel (LIV), Anhang 10

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von Claudia Vogt und Pia Teichmann,

veröffentlicht am 25.01.2017, angepasst am 25.02.2021


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